18.01.2025 – Was für eine erste Runde in Wijk aan Zee: Beim Tata Steel Chess Turnier 2025 gab es einen Auftakt mit vielen atemberaubenden Pariten: Bei seinem ersten Turnier als Weltmeister traf Gukesh Dommaraju auf den Lokalmatador und Mitfavoriten Anish Giri – und der Inder opferte bereits in der Eröffnung seinen Läufer und gewann die Partie. Die deutschen Schachfreunde dürfen sich über den gelungenen Auftakt von Vincent Keymer gegen Luca Mendonca freuen. Im Challenger-Turnier hielt Frederik Svane ein Endspiel mit Minusbauer remis. | Alle Fotos: Juriaan Hoefsmit
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Masters, 1. Runde:
Gespannt warten die Fans auf die erste Runde des Traditionsturniers.
Was für ein Auftakt für den neuen Weltmeister: Viel Zeit nahm sich Gukesh Dommaraju für die Vorbereitung seines überraschenden Läuferopfers. Anish Giri verbrauchte fast seinen gesamten Vorteil, um sich zur Annahme des Opfers zu entschließen und die Folgezüge zu finden. Es entwickelte sich eine hochklassige Partie, in der der Inder am Ende die Oberhand behielt. Lange analysierten die beiden Spieler noch die Varianten am Brett:
Die deutschen Schachfreunde dürfen sich über einen erfolgreichen Start von Vincent Keymer im Masters freuen. Mit den schwarzen Figuren geriet er in eine Buchvariante von Mendonca. Keymer opferte zwei Bauern und baute eine gute Angriffsposition auf. Gerade als bei etwas ausgeglichener Stellung der Angriff starten sollte, schlichen sich Ungenauigkeiten in das Spiel des Deutschen ein. Die Verteidigung kostete Mendonca jedoch viel Zeit und dann kam der fatale 30. Zug mit nur noch eineinhalb Minuten auf der Uhr. Aber sehen Sie selbst:
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Fabiano Caruana führt in Abwesenheit von Magnus Carlsen beim Tata Steel Masters die Setzliste nach Elo an. Wie der Norweger vor einer Woche in der Bundesliga musste sich auch Caruana gegen den Chinesen Wei Yi mit einem Remis zufriedengeben. Die Partie war wohl die ruhigste dieser ersten Runde.
Schlechter lief es für die Nummer 2 der Setzliste: Der indische Spitzenspieler Arjun Erigaisi musste sich seinem offenbar gut vorbereiten und kontrolliert spielenden Pentala Harikrishna geschlagen geben.
Deutlich aufregender ging es in Partie zwischen Praggnanandhaa Rameshbabu und Nodirbek Abdusattorov zu. Der Usbeke nahm mit Schwarz schnell das Heft in die Hand und opferte schließlich sogar die Dame. Doch „Pragg“ verteidigte sich kreativ und rettete sich in eine Zugwiederholung.
Die Unentschieden der beiden anderen Niederländer im Feld, Jorden van Foreest und Max Warmerdam, komplettierten die erste Runde. Dabei war die Partie van Foreests gegen Vladimir Fedoseev die deutlich aufregendere als die von Warmerdam und Alexey Sarana.
Der zuletzt so gut aufspielende Deutsche Frederik Svane startet erstmals im Challengers und konnte sich mit dem Schwarzremis gegen den Lokalmatador Erwin l´Ami freuen, dass er ein Endspiel mit Minusbauern gehalten hat:
Der jüngste Teilnehmer ist der erst elfjährige Faustino Oro aus Argentinien. Er musste sich bei seiner Premiere allerdings Vaishali Rameshbabu geschlagen geben (Fotos: Juriaan Hoefsmit).
Die Zweitjüngste im Feld hingegen, die 15-jährige Chinesin Lu Miaoyi, konnte sich bei ihrem Auftakt gegen Kazybek Nogerbek einen vollen Punkt sichern:
Außerdem konnten Nodirbek Yakubboev (gegen Divya Desmukh), Thai Dain Van Nguyen (gegen Arthur Pijpers) und Ediz Gurel (gegen Irina Bulmaga) ihre Erstrundenpartien gewinnen. Remis endete die Partie zwischen Aydin Suleymanli und Benjamin Bok.
Wird nicht jede Schachpartie durch Fehler entschieden? Absolut. Aber die meisten Spieler begreifen nie wirklich, dass sie immer wieder die gleichen Fehler machen.
Stefan LiebigStefan Liebig, geboren 1974, ist Journalist und Mitinhaber einer Marketingagentur. Er lebt heute in Barterode bei Göttingen. Im Alter von fünf Jahren machten ihn seltsame Figuren im Regal der Nachbarn neugierig. Seitdem hat ihn das Schachspiel fest in seinen Bann gezogen. Höhenflüge in die NRW-Jugendliga mit seinem Heimatverein SV Bad Laasphe und einige Einsätze in der Zweitligamannschaft von Tempo Göttingen waren Highlights für den ehemaligen Jugendsüdwestfalenmeister.
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Das Benkö-Gambit ist auf allerhöchstem Niveau zurück – und es ist leicht zu erkennen, warum. Schwarz opfert einen Bauern, um am Damenflügel die Initiative zu ergreifen, und erhält so anhaltenden Druck, aktive Figuren und offene Linien, die Weiß das Leben
Der Hyper-Accelerated Dragon ist schnell und scharf. Schwarz entwickelt seinen Läufer sofort nach g7 und kann oftmals d5 in einem Zug spielen und ein Tempo sparen.
Der Hyper-Accelerated Dragon ist schnell und scharf. Schwarz entwickelt seinen Läufer sofort nach g7 und dessen Stärke auf der langen Diagonale a1-h8 kommt gerade gegen die Anti-Sizilianer zur Geltung.
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