Tata-Steel-Turnier, Runde 11: Giri bleibt in Führung

von Klaus Besenthal
29.01.2021 – In der 11. Runde des Tata Steel Chess Tournaments hat Anish Giri seine Tabellenführung mit einem sicheren Schwarzremis gegen Weltmeister Carlsen verteidigt. Zupass kam Giri dabei, dass sich mit Alireza Firouzja und Fabiano Caruana zwei seiner unmittelbaren Verfolger im direkten Duell ebenfalls remis getrennt haben. Das dritte Mitglied der Verfolgergruppe, Andrey Esipenko, hat gegen Aryan Tari verloren und ist aus diesem Kreis ausgeschieden. Ersetzt wurde Esipenko durch Jorden van Foreest, der gegen Pentala Harikrishna gewonnen hat. Zwei Runden vor Schluss ergibt sich somit dieser Stand: 1. Giri (7,5/11), 2.-4. Caruana, Firouzja und J. van Foreest (jeweils 7,0/11). Diese vier Spieler haben die besten Chancen auf den Turniersieg am Sonntag. | Fotos: © Jurriaan Hoefsmit – Tata Steel Chess Tournament 2021

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Tata Steel Chess Tournament

Carlsen ½-½ Giri

Beim Duell der Nummern eins und elf der aktuellen Elo-Weltrangliste agierten beide Spieler äußerst vorsichtig - das Resultat war dieses "kontrollierte" Remis:

 

In Runde 10 die Tabellenführung erobert, in Runde 11 ein Schwarzremis gegen den Weltmeister: Es läuft gut für Anish Giri

Donchenko ½-½ Duda

Die Spieler folgten lange einer bekannten Variante und bald schon schien es kein Entkommen aus dem Remisschluss mehr zu geben. Aber es war interessant zu verfolgen, mit welchem originellen statischen Konstrukt Duda problemlos alles zusammenhalten konnte. Nicht alles, was schlecht aussieht, ist auch schlecht:

 

Tari 1-0 Esipenko

Andrey Esipenko spielte - ausnahmsweise einmal - schlecht. Die Folge war die erste Niederlage für den 18-jährigen Überflieger in diesem Turnier. Der 21-jährige Norweger Tari hingegen kam auf diesem Wege zu seinem ersten Sieg:

 

Aryan Tari (links) und Andrey Esipenko (rechts)

J. van Foreest 1-0 Harikrishna

Pentala Harikrishna würzte seine Eröffnungsbehandlung mit einem Figurenopfer, doch mit dem Ergebnis war der Inder anschließend sicher nicht zufrieden. Jorden van Foreest konsolidierte sich schnell und stand anschließend dank des Materialvorteils auf Gewinn. Kurz vor der Zeitkontrolle gab der Niederländer die Figur im Tausch für eine weiterhin gewonnene Stellung zurück, bevor er sich dann doch noch einen kleinen Wackler erlaubte. Der richtete jedoch keinen Schaden mehr an:

 

Firouzja ½-½ Caruana

Beide Spieler standen in dieser Partie zeitweilig besser, zuerst Caruana, dann Firouzja. Gut genug, um gewinnen zu können, war das aber vermutlich in beiden Fällen nicht.

 

Nummer 18 der Weltrangliste gegen Nummer 2: Firouzja und Caruana

Anton Guijarro ½-½ Grandelius

Nils Grandelius hatte keine Probleme damit, der Zentrumsbauernattacke seines spanischen Gegners den Zahn zu ziehen: 

 

Wojtaszek ½-½ Vachier-Lagrave

Auch in dieser Partie war wieder ein schlecht stehender MVL zu sehen, doch nachdem Wojtaszek das starke 20.Tfd1! verpasst hatte, konnte der Franzose sich mit einiger Mühe ins Remis retten:

 

Für Maxime Vachier-Lagrave läuft es nicht rund - gleichwohl hält der Franzose sich aber wacker

Ergebnisse der 11. Runde

 

Tabelle nach der 11. Runde

 

Partien

 

Turnierseite


Klaus Besenthal ist ausgebildeter Informatiker und ein begeisterter Hamburger Schachspieler. Die Schachszene verfolgt er schon seit 1972 und nimmt fast ebenso lange regelmäßig selber an Schachturnieren teil.
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