Fünf Tabellenführer
Mit fünf Spielern die sich den ersten Platz teilen, geht das Turnier am Montag in die zweite Hälfte. Abdusattorov gegen Erigaisi ist das einzige direkte Duell zwischen den Spitzenreitern in der vierten Runde, doch die eng beieinander liegenden Platzierungen lassen kaum Raum für einen ruhigen Tag.
Runde 3 Ergebnisse
Woodward und Jorden van Foreest teilten sich als Erste den Punkt. Van Foreest begegnete 1.d4 mit 1...d6, was von Anfang an auf eine unausgewogene Partie hindeutete, und Woodward reagierte darauf mit 5.Tg1, womit er eindeutig eine Ambitionen am Königsflügel mit g4-g5 vorbereitete.
Die Variante war nicht neu, doch der junge Texaner wählte eine neue Fortsetzung, die Van Foreest schon früh zum Nachdenken zwang. Die Stellung versprach Komplikationen, doch die Spannung hielt nicht lange an und die Partie vereinfachte sich schließlich zum ersten Remis des Tages.
Lassen Sie uns gemeinsam lernen, wie man die besten Felder für die Dame im frühen Mittelspiel findet, wie man diese Figur auf dem Brett navigiert, wie man den Damenangriff zeitlich abstimmt, wie man entscheidet, ob man sie tauscht oder nicht, und vieles m

Jorden van Foreest und Andy Woodward tauschen sich nach ihrer Partie aus | Photo: Peter Doggers / Official website
Das herausragendste Duell dieser Runde war die Partie Carlsen gegen Abdusattorov, ein Aufeinandertreffen der beiden topgesetzten Spieler des Turniers. Die Partie begann mit erheblicher Verspätung, da Abdusattorov sieben Minuten auf Carlsens Erscheinen am Brett warten musste – es ist nicht das erste Mal, dass der Norweger zu spät kommt; er verzögert sogar den Beginn von Schnell- oder Blitzpartien.
Sobald die Partie begann, brachte Carlsen eine ungewöhnliche Eröffnungsidee ins Spiel und schien zeitweise kurz davor zu stehen, sich jenen kleinen positionellen Vorteil zu verschaffen, den er oft in langfristigen Druck umwandelt. Abdusattorov konnte diese Gefahr jedoch neutralisieren. Die Spieler gelangten in ein Damenendspiel, das keiner der beiden Seiten einen weiteren Kampf wert erschien, und man einigte sich auf ein Remis.
In this first part, the emphasis is on themes and ideas as the viewer is armed with tactical and positional motifs and concepts after 1 e4 c5 2 Nf3 d6 3 d4 cxd4 4 Nxd4 Nf6 5 Nc3 g6.

Magnus Carlsen eröffnet gegen Nodirbek Abdusattorov | Foto: Peter Doggers / Official website
Erdogmus fügte Zhu ihre zweite Niederlage im Turnier zu, nachdem die chinesische Großmeisterin in der ersten Runde verloren hatte und in der zweiten Runde nur knapp ein Remis erzielen konnte. Erdogmus gab im Anschluss zu, dass er Zhus Eröffnungszugfolge mit 1.Sf3, 2.e3 und 3.b3 nicht erwartet hatte, am Brett jedoch einen spielbaren, neuartigen Ansatz gefunden hatte.
Zhus 11.g4?! war ein Wendepunkt in der Partie: Sie verzögerte die Rochade und versuchte, Aktivität zu erzeugen, doch der Angriff entwickelte sich nie zu einer echten Gefahr.
Von da an übernahm Erdogmus mit natürlichen und kraftvollen Zügen die Kontrolle und verbesserte seine Stellung nach und nach, während Zhus Spielkoordination nachließ. Als sie den 34. Zug erreichte, war ihre Stellung bereits sehr schwierig, und ihr blieben zudem nur noch wenige Sekunden auf der Uhr. Ihr letzter Zug ermöglichte eine Springergabel auf c3, die den Gewinn der Dame bedeutete, und sie gab auf, noch bevor diese Taktik auf dem Brett sichtbar wurde.
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Zhu Jiner | Foto: Peter Doggers / Official website
Auch Erigaisi schloss zur Spitzengruppe auf, indem er Grandelius besiegte, der seine dritte Niederlage in ebenso vielen Runden hinnehmen musste. Trotz seines schwierigen Turnierstarts entschied sich die schwedische Nummer eins nicht für eine vorsichtige Spielweise. Stattdessen wählte er mit Schwarz die Drachenvariante der sizilianischen Verteidigung. Es folgte ein komplexes Mittelspiel, in dem die Kontrahenten eine Stellung mit Bauern auf den entgegengesetzten Flügeln des Bretts erreichten.
Die Partieverlaufsanzeige zeigte, dass Grandelius Chancen hatte, die Stellung unter Kontrolle zu halten, doch in einer derart scharfen Stellung den richtigen Verteidigungsplan zu finden, war angesichts der großen Zeitnot von vornherein kein leichtes Unterfangen – im 33. Zug (siehe Diagramm oben) hatte Erigaisi noch 37 Minuten, Grandelius hingegen nur 4.
Erigaisi übernahm die Initiative und verwandelte seinen Vorteil in einen Sieg.
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Der Sieg des Inders brachte ihn in der Live-Rangliste wieder unter die Top Ten der Welt.

Arjun Erigaisi und Nils Grandelius | Foto: Peter Doggers / Official website
Stand nach der dritten Runde
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