Tepe Sigeman & Co: Erigaisi zieht durch

von André Schulz
05.05.2022 – Zweite Runde, zweiter Erfolg: Arjun Erigaisi gewann beim Tepe Sigemann & Co Turnier in Malmö auch seine zweite Partie. Der Sieg des indischen Großmeisters gegen Saleh Salem war dabei die einzige entschiedene Partie der zweiten Runde. Die drei übrigen Partien endeten remis, wobei besonders Shirov und van Foreest sich eine wildes Gefecht lieferten.| Fotos: Lars OA Hedlund

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Der junge indische Großmeister Arjun Erigaisi ist einer der Aufsteiger der jüngsten Zeit. Als 13-Jähriger gewann er 2017 die Goldmedaille bei den asiatischen U14-Meisterschaften. Mit 14 Jahren, elf Monaten und 13 Tagen erhielt er als einer der jüngsten Spieler der Schachgeschichte den Großmeistertitel und wurde der 54ste Großmeister Indiens. 2019 gewann Erigaisi die U16-Commonwealthmeisterschaften. Trotzdem stand Erigaisi etwas im Schatten der anderen indischen Talente wie Praggnanandhaa, Nihal Sarin oder Gukesh, die mit ihren Erfolgen für mehr Schlagzeilen sorgten. Mit seinem beeindruckenden Auftritt beim Goldmoney Rapid Turnier in Indien im letzten spielte Erigaisi sich aber ins Rampenlicht und spätestens mit seinem überlegenen Sieg beim Challenger-Turnier in Wijk aan Zee war klar, dass hier ein ganz Großer heranreift.

Indien nimmt mit seinen vielen starken Spielern in der Länderrangliste der FIDE den vierten Platz ein. Und Arjun Erigaisi ist mit derzeit 2675 in der Rangliste von Indien ebenfalls die Nummer vier. Vor ihm stehen nur noch Anand, Vidit und Harikrishna. In der Liste der 100 besten Junioren hat Erigaisi sich an Vincent Keymer vorbei auf Rang drei vorgeschoben, hinter Firouzja und Esipenko.

In der ersten Runde des Tepe Sigeman & Co Turniers in Malmö ging Erigaisi aus einem scharfen taktischen Gefecht gegen Alexey Shirov in der Halbslawischen Botvinnik-Variante als Sieger hervor.

In der zweiten Runde traf der junge GM, erneut mit Weiß spielend, auf Saleh Salem aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Mit Elo 2690 war Salem leichter Elofavorit. Die Partie war dann aber bald ein Spiel auf ein Tor. Salem kam in der Fantasy Variante gegen seine Caro-Kann Verteidigung ganz gut aus der Eröffnung, fand dann aber keinen guten Spielplan, während sein Gegner sich systematisch eine Angriffsstellung aufbaute.

 

 

 

Gewinnen mit der Fantasy-Variante

Die Fantasy Variante mit 3.f3 ist eine interessante und noch wenig erforschte Antwort auf die Caro-Kann Verteidigung

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Die anderen drei Partien endeten ohne Sieger. Alexey Shirov und Jorden van Foreest lieferten sich ein wildes Gefecht in der Vorstoßvariante der Caro-Kann Verteidigung, in dem van Foreest mit Schwarz späte und Shirov nie zur Rochade kam. Ruhiger verlief die Partie zwischen Michael Adams und Nils Grandelius in der Najdof-Variante mit 6.Le2. Auch David Navara und Hans Niemann teilten nach einer interessanten Partie, in deren Verlauf Weiß seine Dame für Turm und Leichtfigur gegeben hatte, den Punkt.

 

 

Ergebnisse

 

Tabelle

 

Partien

 

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André Schulz, seit 1991 bei ChessBase, ist seit 1997 der Redakteur der deutschsprachigen ChessBase Schachnachrichten-Seite.
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