Todesküsse am Brett

von ChessBase
18.10.2010 – Wer das neueste Buch von Martin Breutigam in Händen hält und den Titel liest, könnte sich erschrecken. Tatsächlich verweist "Todesküsse am Brett" jedoch nicht auf gewalttätige Vorkommnisse im Rahmen von Schachpartien, sondern greift einen gängigen Schachbegriff auf: Das Eindringen der Dame auf der gegnerischen 7. Reihe wird gerne als "Todeskuss" bezeichnet. Ebenso geistreich wie die Titel ("Jugend forsch", "Lady Lahno", Ein Bauer surft", "Verfummelt", uvm.) sind die Geschichten, die sich dahinter verbergen. Im besten Plauderstil des Connaisseurs berichtet Breutigam in seinen Essays von den Dingen auf und neben den 64 Feldern, jeweils verbunden mit einer Schachaufgabe. Wer wurde denn nun aber vom Todeskuss der Dame überrascht? Es erwischte keinen Geringeren als den damaligen Weltmeister Vladimir Kramnik in seinem Wettkampf gegen Deep Fritz: Dh7 matt, Sie erinnern sich? "Todesküsse" ist ein wirklich nettes Buch und bietet viel Spaß und Lesestoff für kleines Geld zum Verschenken oder besser - selber Lesen. (Martin Breutigam: Todesküsse am Brett, 160 Seiten, Verlag Die Werkstatt. 9,90 Euro.) Rezension bei Glarean Magazin...Todesküsse bei Die Werkstatt... Schachbücher bei Niggemann...

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