Tomsk-400 verteidigt Europapokal

14.10.2006 – Fünf punktgleiche Mannschaften gingen in die letzte Runde und so gab es diesmal keine Kurzremisen auf der Bühne. Tomsk, nach Brettpunkten klar führend, gewann gegen Elara Cheboksary mit 3,5:2,5 und verteidigte damit die Führung und auch den im Vorjahr errungenen den Pokal. Auf den Plätzen kamen Kazan und Sverdlovsk ein. Bei den Frauen verteidigte Mika Yerevan die Spitze und holte erstmals der Europapokal.Berichte der Schachfreunde Berlin...Turnierseite Europapokal...Partien, Bilder...

ChessBase 15 - Megapaket ChessBase 15 - Megapaket

Kombinieren Sie richtig! ChessBase 15 Programm + neue Mega Database 2019 mit 7,4 Mio. Partien und über 70.000 Meisteranalysen. Dazu ChessBase Magazin (DVD + Heft) und CB Premium Mitgliedschaft für ein Jahr!

Mehr...

Europacup in Fügen: Nach sieben Runden

Alle Ergebnisse und Stand nach sieben Runden bei http://www.ecc2006.com/

Europapokal Männer Partien... (bis Runde 5)
Europapokal Frauen Partien...
(bis Runde 5)

Fotos: Turnierseite

Nachdem Tomsk frühzeitig zurück lag - Mamedyarov hatte mit Jakovenko kurzen Prozess gemacht und Cheboksary in Führung gebracht - besaßen die vier Mitbewerber plötzlich die Chance, mit gutem eigenen Ergebnis nach Brettpunkten den Pokal zu holen.


Shakhriyar Mamedyarov holte starke 4,5 aus 6

Doch am Ende kam alles ganz anders. Tomsk drehte den Kampf, indem Morozevich und Inarkiev gegen Gelfand bzw. Khalifman saubere Endspielsiege errangen. Damit war der Kampf gegen Cheboksary mit 3,5:2,5 gewonnen und bei 12:2 Mannschaft- und 30 Brettpunkten der Europapokal verteidigt. Zum Einsatz in der Schlussrunde kamen Morozevich (5/6), Jakovenko (4,5/7), Bologan (4,5/7), Tkachiev (3,5/6), Inarkiev (4,5/6), Smirnov (3,5/5). Außerdem hatte auch der 16-jährige Yan Nepomniachtchi 4 aus 4 geholt. Erwähnenswert ist, dass Tomsk über 7 Einzelniederlagen quittieren musste, logischerweise war auch die Gewinnquote überragend.

 
Alexander Morozevich, hier mit Weiß gegen Gelfand, holte 5 aus 6 (Niederlage gegen Radjabov) und wies die beste Performance aller Teilnehmer auf

Werder Bremen hatte in der letzten Runde ein Hammerlos erwischt: Ural Sverdlovsk ging mit vier 2700ern ins Rennen (Svidler, Shirov, Akopian und Grischuk) und war die nominelle Nr. 1 aller Mannschaften. Zudem konnten die Russen noch auf den Gesamtsieg hoffen, aber dazu bedurfte es vieler Brettpunkte. Doch dazu kam es nicht. Nach zwei Remisen (Hracek-Akopian und Efimenko-Svidler) schlug Tomi Nyback erneut zu (gegen Malakhov) und kam damit auf überragende 6,5 aus 7. Sverdlovsk schlug jedoch zurück: Shirov-Areshenko und Dreev-Schandorff endete jeweils 1-0. Da Grischuk seinen Vorteil gegen Babula nicht verwerten konnte, endete der Kampf mit 3,5:2,5. Für Bremen blieb so nur der 13. Platz, so geht es eben mit dem Schweizer System.


Links Efimenko, rechts Shirov


Links Efimenko, recht Areshenko

Die Solinger Mannschaft schlug sich in ihrem letzten Kampf ausgezeichnet und verlor gegen die israelische Mannschaft Ashdod City Club nur knapp mit 2,5:3,5. Am Ende bedeutete dies den 18. Rang. Noch einen Platz davor kamen die Schachfreunde Berlin ein, die in der letzten Runde mit 4,5:1,5 gegen Styria Graz gewannen.


Solingen von links: Alexander Naumann, Sipke Ernst, Michael Hoffmann, Jörg Wegerle, Martin Becker, Oliver Kniest

Bei den Frauen besaß Yerevan einen Mannschaftpunkt Vorsprung, doch die Brettwertung sprach für den Verfolger, die georgische Mannschaft Energi-Investi Sakartvelo.


Anna Pogonina bezwang Nana Dzagnidze und leistete so wichtige Schrittmacherdienste für Yerevan


Bei Yerevan-Cheliabinsk endeten alle vier Partien remis


Maia Chiburdanidze, Elina Danielian: Brett 1 und 2 bei Yerevan

Da der Verfoler Sakartvelo auch nicht über ein 2:2 hinaus kam ging der Europapokalsieg an Mika Yerevan.



Themen: Europapokal
Discussion and Feedback Join the public discussion or submit your feedback to the editors


Diskutieren

Regeln für Leserkommentare

 
 

Noch kein Benutzer? Registrieren