(Auszug)
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"Magnus Carlsen kommt zu spät. Die Begrüßung der Spieler zur elften Runde ist schon durch, da eilt er schwarzmaskiert herbei, in jenem eigentümlichen Watschelgang, der bei einem durchtrainierten Mann wie ihm immer wieder überraschend wirkt. Eine Flasche Gletscherwasser in der Hand nähert er sich seinem Tisch, nickt seinem Gegner zu, dem Niederländer Anish Giri, der sich andeutungsweise erhebt und gleich wieder setzt. Carlsen nimmt Platz, nimmt die Maske ab, will seinen Namen rasch auf das Partieformular notieren, wie es üblich ist, aber der Stift will nicht.
Hilfesuchend blickt er sich um, steht auf, greift sich die Maske, die er im Gehen überstreift, geht zum Schiedsrichtertisch an der Stirnseite der Halle, tauscht seinen Stift aus und kehrt zurück an seinen Platz. Giri vertritt sich unterdessen die Beine."
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"Anish Giri, der Lokalmatador, hält dem Weltmeister stand, liegt nach Punkten weiterhin in Führung und bleibt in Führung bis zum bitteren Ende.
Auch im Erscheinungsbild stiehlt der 26-Jährige dem 30-Jährigen die Show. Giri in braunen Lederschuhen und dunkelblauem Anzug, supereng geschnitten, ein blütenweißes Oberhemd. Keine Krawatte, das wäre zu viel. Die elegante Hornbrille über dem angedeuteten Moustache stellt den Feinsinn über das Berserkertum."
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