Urlaub, Schach und gutes Essen: Das Open in Marseille

13.07.2005 – Marseille ist Partnerstadt von Hamburg und Geburtsort von Zinedine Zidane. Marseille ist die zweitgrößte Stadt Frankreichs, die drittgrößte Hafenstadt Europas, die französische Nationalhymne wurde hier geboren und eines der beliebtesten Ausflugziele der Stadt ist das Chateau d'If, ein festungsartiger Kerker auf einer Insel vor Marseille, in dem der Graf von Monte Christo lange Jahre schmachtete. Gut Schach gespielt wird in der Stadt außerdem. Evi Zickelbein schickt viele Bilder und berichtet vom 6ième Open International de Marseille. TurnierseiteZum Bericht...

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Zum sechsten Mal fand in diesem Jahre das Open von Marseille statt. Der junge Marseiller Klub "Marseille-Duchamps", der erst vor 6 Jahren gegründet wurde, organisierte in diesem Jahr außerdem ein Frauen-GM-Turnier, um seinen jungen Spielerinnen die Möglichkeit zu bieten, sich gegen starke Gegnerinnen zu beweisen und vielleicht sogar eine WIM-Norm zu machen. Der Klub hat 200 Mitglieder und zeichnet sich besonders durch seine hervorragende Jugendarbeit aus: In Grund- und weiterführenden Schulen sind 300 Kinder in Schulschachgruppen aktiv. Außerdem sind 75% der Mitglieder von Marseille Duchamps Kinder und Jugendliche und nehmen mit 10 Teams an den Mannschaftsmeisterschaften teil. Durch die guten Verbindungen der Eltern und einiger Mitglieder hat der Klub eine gute Förderung durch die Stadt Marseille und die Region.

Gute Kontakte unterhält der Präsident des Klubs, Mohamad Jamil, außerdem nach Hamburg: Er selbst studierte in Hamburg und lernte dort auch seine zukünftige Frau, die Französin Isabelle Friburger, kennen. Vor acht Jahren gingen die beiden zurück nach Marseille und Jamil widmete sich dort nicht nur seinen beiden Söhnen Thibault und Quentin und seinem Beruf als Computerspezialist, sondern auch dem Aufbau des Schachklubs Marseille-Duchamps, der inzwischen zu den größten französischen Klub mit einer hervorragenden Jugendarbeit gehört. Die Verbindung nach Hamburg ist Jamil aber immer wichtig gewesen: GM Karsten Müller und GM Matthias Wahls spielten schon in der französischen Liga für Marseille-Duchamps und als ich Jamil in diesem Jahr bei der französischen Frauenmeisterschaft im Februar in Paris kennen lernte, lud er mich spontan zum WGM-Turnier nach Marseille ein, das in diesem Jahr erstmals parallel zum Open stattfand.

Für den talentierten Nachwuchs von Marseille-Duchamps ist das Open natürlich eine perfekte Gelegenheit, neun Tage hintereinander Schach zu spielen, zu lernen, zu blitzen und einfach Spaß zu haben. Der Jüngste ist mit 5 Jahren Yacine Ouahhoud, der tapfer am Open teilnimmt und seine Partien alle korrekt mitschreibt:


Wirklich sympathisch ist die Organisation des Turniers: Die Kinder spielen das Turnier, helfen beim Aufbau und amüsieren sich den ganzen Tag trotz der brüllenden Hitze hervorragend und die Eltern kümmern sich die Organisation und um das leibliche Wohl der Spieler - ich fühlte mich oft an unsere Organisationsstrukturen in Hamburg erinnert:


Sie sorgten für eine herzliche Atmosphäre, kühle Getränke und leckere "Sandwichs" (sprich: sandewietsch): Madame Bismuth, Nazika Aggoune und Madame Ouahhoud, deren Kinder beim WGM-Turnier und beim Open spielten. Es fehlen auf diesem Foto: Paule Gadarinian und Maria Rakotoniana, die gerade die Siegerehrung vorbereiteten, als ich mit meiner Kamera vorbeikam - beide haben offizielle Posten im Vorstand des Klubs. Präsident und Motor des Klubs.

Mohamad Jamil analysiert mit seinem Sohn Thibault und Erwin Rakotoniaina, französischer Vizemeister U10. Erwin wird Marseille-Duchamps bei den Jugend-Weltmeisterschaften in Belfort im Juli vertreten!


Schon bei der Französischen Frauenmeisterschaft 2005 lehrten sie manch gestandener Spielerin das Fürchten und auch beim erstmals organisierten WGM-Turnier schlugen sie sich ausgezeichnet:


Das starke Mädchenteam von Marseille mit Präsident Mohamad Jamil: Sarah Bismuth, Caroline Gadarinian, Liza Aggoune und Laura Fernandez. Auch Laura wird in Belfort bei den Jugendweltmeisterschaften U14w aktiv sein, ebenfalls Lizas kleine Schwester Audessa, die in der U10w spielt. Wir drücken also den HSK-Spielern Beini Ma (U12) und Milana Smolkina (U12w) und den Spielern aus unserer Partnerstadt von Marseille-Duchamps, Audessa Aggoune (U10w), Erwin Rakotoniaina (U10) und Laura Fernandez (U14w), für Belfort die Daumen!


Hier blitzen Caroline Gadarinian und Liza Aggoune. Es kiebitzen: Sarah Bismuth und Frédéric Fernadez, Vater von Laura Fernandez, Sponsor des WGM-Turniers und ebenfalls in der Jugendarbeit von Marseille Duchamps aktiv. Nach Jamils Einladung formierte sich schnell eine kleine deutsch-polnisch-niederländische Reisegruppe, die eine Woche Schach und Urlaub verbinden wollte:


Freddie van der Elburg, Sven Bakker, Christian Michna, Marta Zielinska, Merijn van Delft und Eva Maria Zickelbein.

Natürlich traten wir mit einigem Ehrgeiz im WGM-Turnier und im Open an, doch mindestens genauso viel Wert legten wir auf das Drumherum, das Kennenlernen der Stadt, ein bisschen Strand und abends wollten wir die Vorzüge der französischen Küche genießen. Marseille ist eine kunterbunte Stadt mit fast 1,5 Millionen Einwohnern im Ballungsgebiet - trotzdem fährt die Metro in der Woche nur bis 21 Uhr, was uns etwas überraschte. Bereits 600 vor Christus wurde Marseille von griechischen Seefahrern gegründet, die sich am heutigen Vieux Port niederließen, und ist heute die zweitgrößte Stadt Frankreichs. Bekannt ist die Stadt vor allem durch l'OM, den Fußballklub Olympique Marseille und die "Marseillaise", die blutrünstige französische Hymne aus Revolutionstagen: 600 Freiwillige sangen 1792 auf ihrem Marsch nach Paris, wo sich die revolutionären Truppen sammeln, die von Rouget de l'Isle komponierte "Hymne de l'armée du Rhin" (Hymne der Rheinarmee). Diese Hymne wurde unter dem Namen "La Marseillaise" bekannt und wurde bald zur Nationalhymne.
Unsere Aktivitäten konzentrierten sich vor allem um den malerischen Vieux Port: Tagsüber findet auf dem Quai des Belges ein berühmter Fischmarkt statt, auf dem die Marseiller Fischer ihren morgendlichen Fang ganz frisch verkaufen.


Blick vom Wasser auf den Vieux Port mit Fischmarkt am Quai des Belges


Leckere Thunfischfilets und wer will, kann auch einen ganzen mitnehmen...


Der Seeteufel ist ein Grundfisch, der sowohl auf Sand wie auf Schlammgründen vorkommt. Er lockt neugierige Artgenossen an um dann blitzschnell zuzuschlagen. Sein äußerst zartes Fleisch bedeutet für manchen Feinschmecker eine wahre Delikatesse.


Die Rotbarbe oder Rote Meerbarbe (Mullus barbatus), französisch Rouget barbet, ist ein beliebter Speisefisch mit magerem und festem Fleisch. Sie erreicht eine Größe von etwa 30 cm und ein Gewicht von 500 g. Sie lebt in Schwärmen im Mittelmeer und an der Atlantikküste von England bis Nordafrika, im Sommer in Küstennähe, von Herbst bis Frühjahr auch in tieferem Wasser. Die Streifenbarbe oder Gestreifte Meerbarbe (Mullus surmuletus), französisch Rouget de roche, trägt seitlich drei bis vier horizontale, gelbliche Streifen und kann bis zu 50 cm groß werden. Sie lebt an felsigen Küsten im gleichen Gebiet wie die Rotbarbe. Sie gehört zu den teuersten Speisefischen des Mittelmeers.
Oben ist die Rotbarbe auf dem Fischmarkt am Quai des Belges zu sehen und so sieht sie als Vorspeise auf dem Teller im ausgezeichneten Restaurant "La Daurade" aus:


Aber natürlich ist Marseille nicht nur für die Nationalhymne und OM berühmt, sondern fast ebenso bekannt ist die Bouillabaisse, die legendäre Fischsuppe. Die Geschichte der aus Marseille stammenden Fischsuppe geht von der ursprünglichen Resteverwertung bis hin zu oft luxuriösen Rezeptvarianten von heute: Ursprünglich war ein großer Kochtopf der Marseiller Fischer gemeint, der mit Meerwasser gefüllt und in dem dann alle Fische des Fangs gekocht wurden, die zum Verkauf zu klein oder beschädigt waren. Wenn die Suppe fertig war, schüttete man sie auf mit Knoblauch getränkten Brotscheiden aus und die Fischer teilten dann den Fisch mit einer Aioli-Soße (eine Art Mayonnaise mit Knoblauch und Olivenöl zubereitet). Später kam noch die heute gebräuchliche "Rouille" dazu, eine Soße mit Safran und Piment, die durch diese Ingredenzien eine schöne gelbe Farbe erhält.
Die Bouillabaisse, in Restaurant "La Daurade":


In guten Restaurants wird zuerst der gekochte Fisch präsentiert, bevor er zum Verzehr gemeinsam mit der Suppe serviert wird. Für den Geschmack sind der rote und braune Drachkopf (Rascasse), der Petersfisch (St-Pierre), der Knurrhahn (Grondin), der Seeteufel (Lotte), der Seehecht (Congre) sowie Rotbarben (Rouget Barbé) mit festem Fleisch wichtig.


... und so freuen sich die Touristen, wenn sie vor einem Teller Bouillabaisse sitzen: Hier Sven Bakker, der sich als der Gourmet unser kleinen Reisegruppe profilierte! Aber auch andere Sonderwünsche wurden vom zuvorkommenden Küchenchef erfüllt: Marta Zielinska konnte sich nicht mit der fischlastigen Speisekarte anfreunden und bekam ein Kindergericht: Spaghetti mit Käse und als besonderes Highlight noch der Heinz Tomatenketchup! Die Kellner nannten Marta übrigens scherzhaft "Marianne", die das französische Nationalsymbol für die Republik ist und die bekannte Schauspielerinnen wie Brigitte Bardot, Catherne Deneuve und Laetitia Casta als Modell gestanden haben - und für eine schöne Frau wird selbst im Feinschmeckerrestaurant Spaghetti mit Ketchup serviert!


Als begeisterte Leserin des Historien- und Abenteuerschinkens "Der Graf von Monte Christo" von Alexandre Dumas (Vater) fiel es mir nicht schwer, unsere kleine Reisegruppe zu einem Ausflug auf die Marseille vorgelagerten "Îles du Frioul" zu überreden. Mit dem Boot fährt man circa 20 Minuten zu den Inseln Ratonneau und Pomegues, wo man auch gut baden kann. Die berühmteste Insel aber Îf mit dem Château d'Îf, wo das Schiff zuerst anlegt und dann zu den anderen Inseln weiterfährt.
Zuerst aber verließen wir Marseille durch den Vieux Port:


Mit der Yacht rechts wären wir natürlich auch gern unterwegs gewesen...


Die Einfahrt zum Vieux Port ist mit mehreren Festungsanlagen, zum Teil aus dem 14. Jahrhundert gesichert, da sich Marseille gegen die Vereinnahmung durch das französische Königreich zu Wehr setzen wollte.


Der Palais du Pharo liegt majestätisch am äußersten Zipfel der Einfahrt zum Vieux Port und wurde Marseille von Napoleon III geschenkt. Er selbst wohnte allerdings nie dort und heute ist der Palais du Pharo ein Kongresszentrum und Veranstaltungsort für Konzerte.


Blick auf die Cathédrale de la Major aus dem 19. Jahrhundert, sie bietet Platz für 3000 Menschen. Sie ist im neobyzantinischen Stil erbaut.
Nach kurzer Überfahrt kommt schon die Île d'If mit der berühmten Festung in Sicht. Das Château d'If wurde zwischen 1524 und 1531 auf Befehl des französischen Königs Francois Premier erbaut und sollte der Befestigung der Stadt, dem freien Zugang und der Lebensmittelversorgung der Stadt dienen. Seit dem 17. Jahrhundert wurde die Festung als Gefängnis für Staatsgefangene genutzt.


Hier wurden die Gegner der Monarchi eingesperrt, insbesondere Protestanten und während des
Sécond Empire auch Republikaner.



Die Mauern der vier Türme sind bis zu vier Meter dick und verhinderten so jeden Ausbruchsversuch - bis auf den aus dem Roman natürlich...
Bei der Befreiung von Marseille durch die alliierten Truppen am 25. August 1944, zogen sich die letzten unverbesserlichen Teile der deutschen Truppe, 850 Soldaten, auf die Îles du Frioul zurück. Nachdem die US Nevada und 17 Schiffen die Inseln drei Tage lang attackierten, kapitulierten die Deutschen schließlich am 29. August 1944.








Eine der Zellen im Château d'If: Hier wurde 1599 der Frère Valère de Foenis bei lebendigem Leib verbrannt.


In einer anderen Zelle haben sich zwar nicht die armen Inhaftierten, wohl aber die unzähligen Touristen verewigt.


Blick aus einer Zelle auf die Inselgruppe Îles du Frioul.


Dies ist der Legende nach der Eingang zur Zelle des Romanhelden von Alexandre Dumas: Der Mann mit der Eisenmaske, der Graf von Monte Christo oder auch Edmond Dantès.


Die Insel ist von zahlreichen Möwen bevölkert, die in der Zeit von März bis April dort sehr vehement ihre Gelege verteidigen; die Schilder, die auf gefährliche Möwen hinweisen, sind keine leeren Warnungen - zum Glück waren wir Ende Juni dort, so dass uns das Federvieh in Ruhe ließ!


Eva Maria Zickelbein und Merijn van Delft


Blick vom Château d'If auf Marseille.


Weiter geht's dann mit dem Boot auf die nächste Insel mit malerischem kleinen Fischer- und Yachthafen:


Hier konnten wir in einer kleinen Bucht auch endlich einmal Baden gehen!


Und das Wasser war auch wirklich herrlich!

Aber hier soll natürlich nicht der Eindruck entstehen, dass wir Schachspieler uns plötzlich nur noch für die Geschichte, die Sehenswürdigkeiten und die kulinarischen Spezialitäten interessieren...

Meistens sah's natürlich so aus...


...oder so:


Schach spielte natürlich während unserer Woche in Marseille die Hauptrolle und deshalb möchte ich mich jetzt auch wieder den beiden Turnieren zuwenden, dem 6. Internationalen Open und dem WGM-Turnier.


Gespielt wurde in der Salle des Conférences der Universität von Marseille, in dem trotz der Hitze ordentliche Spielbedingungen geboten wurden - einzige Verbesserung wäre vielleicht eine Klimaanlage...


Die Schiedsrichter Stéphane Escaffre und Cristo Dimitrov sowie Vizepräsident Olivier Poisson begrüßen die Spieler, die aus 18 Nationen nach Marseille gekommen waren. Am Computer: Jean Claude Rakotoniana, Webmaster von www.marseille-duchamps.com.
Das WGM-Turnier:




Blick aufs WGM-Turnier: Im Vordergrund Laura Fernandez gegen WGM Marta Zielinska.


Hier ahnte sie wohl noch nichts von ihrem Glück: Mathilde Congui (ELO 2072) schaffte mit 6 Punkten aus 9 Partien eine WIM-Norm! Besonders beeindruckend, dass sie dabei die Großmeisterinnen Marta Zielinska und Margarita Voiska schlug!
Dass Mathilde mit dem Turniersieg nichts zu tun hatte, lag vor allem an IM Cristina Foisor, die das Turnier souverän mit 7,5 aus 9 gewinnen konnte - herzlichen Glückwunsch!






Laura Fernandez und Liza Aggoune von Marseille-Duchamps.


Die Mädchen von Marseille-Duchamps: Laura Fernandez, Caroline Gadarinian und Liza Aggoune (Foto: www.echecs.asso.fr).


WGM Marta Zielinska aus Polen und WGM Margarita Voiska aus Bulgarien - in Deutschland in der Frauen-Bundesliga beim Hamburger Schachklub aktiv. Beide mussten ihre Hoffnungen auf den Turniersieg nach der Niederlage gegen Mathilde Congui begraben.

Das 6. Open International de Marseille:
Im Open waren es in diesem Jahr 128 Teilnehmer - elf Großmeister und vierzehn Internationale Meister sowie zahlreiche weitere Spieler über ELO 2200 und viele Amateure und Jugendliche traten an. Unsere kleine Reisegruppe wurde vor der ersten Runde vom Auslosungssystem überrascht, dem sogenannten "systeme accéléré" oder "accelerated swiss".
Auf der Homepage von Swiss-Chess findet sich dazu folgende Definition: "Beschleunigtes Paaren im Schweizer-System: Die Paarungsermittlung im Schweizer-System kann (...) mit einem beschleunigtem Verfahren (Accelerated Pairings) vorgenommen werden (nur FIDE-Modus). Die Startgruppe kann dabei in eine (wie bisher), in zwei, drei oder vier Untergruppen unterteilt werden. Es werden für jede Gruppe Pseudopunkte vergeben, so dass diese Einteilung auch in der 2. Runde Auswirkungen hat. Ab der dritten Runde wird wieder "normal" gepaart."
In Marseille wurde erst ab der achten Runde wieder normal gepaart, so dass es schon früh zur Begegnung der Titelträger untereinander kam. Dadurch musste sich so mancher Titelträger von hinten wieder an die Tabellenspitze herankämpfen, um noch in die Preisränge zu kommen. Prominentestes Beispiel GM Vladimir Epishin, der in den ersten beiden Runden gegen die IM's Dimitar Marholev und Merijn van Delft über Remisen nicht hinauskam und in der dritten Runde sogar gegen Freddie van der Elburg aus den Niederlanden (ELO 2274) verlor. Nach diesem katastrophalen Start, kämpfte er sich aber dann noch auf 6 Punkte und den 12. Platz.


Rechts: Turniersieger GM Aleksandr Karpatchev, der mit 4 aus 4 startete, dann ein paar Remisen einstreute und in der sechsten Runde den entscheidenden Punkt gegen die Nr. 3 des Turniers, den jungen dänischen IM Davor Palo, machte. Danach genügten Remisen in den Schlussrunden, um den Turniersieg festzuhalten. Links: GM Vladimir Epishin konnte einem schon leid tun, da er weder im Open noch hier im Blitzturnier die vorderen Plätze erreichen konnte.


Die Inderin Subbaraman Vijayakshmi, hier beim Blitzturnier, ist Internationaler Meister mit ELO 2412. Sie spielte ein hervorragendes Turnier und war immer in der Spitzengruppe zu finden. Niederlagen in der sechsten Runde gegen GM Glenn Flear und der neunten Runde, gegen GM Stanislav Savchenko, warfen sie allerdings auf den 17. Platz zurück.


Analyse I: GM Glenn Flear und GM Mark Hebden analysieren mit IM Subbaraman Vijayakshmi, die trotz ihrer Niederlage noch lachen kann!


Analyse II: IM Merijn van Delft, WGM Marta Zielinska und Freddie van der Elburg im Schatten vor dem Spielsaal.


Analyse III: Sven Bakker überprüft gemeinsam mit IM Oleg Gladyszev, warum er seine Gewinnstellung nicht verwerten konnte. Rechts kiebitzt mit skeptischem Blick GM Mikhail Invanov.


Analyse IV: WGM Margarita Voiska und WGM Marta Zielinska analysieren eine Partie aus dem WGM-Turnier, GM Aleksandr Karpatchev und IM Milan Mrdja kiebitzen.


Blitzfinale: Der junge französische IM Aurelien Dunis unterliegt unglücklich GM Alexei Barsov.



Die Turniersieger:


Turniersieger: GM Aleksandr Karpatchev


2. Platz für GM Mark Hebden


3. Platz IM Davor Palo


4. Platz IM Aurelien Dunis aus Frankreich

Die Kinder:


Quentin Friburger und Erwin Rakotonia


Hung Noireaut und Caroline Gadarinian, alle vom Schachklub Marseille-Duchamps.

Weitere Fotos:


Blick vom Hauptbahnhof, der Gare Saint-Charles hinunter in die Stadt.


Den Arc de Triomphe gibt es auch in Marseille: Er wurde im 19. Jahrhundert zu Ehren Ludwigs des 18. gebaut.


Die Canebière: Weltberühmter Prachtboulevard im 19. Jahrhundert, vom dem Glanz ist heute aber nicht mehr so viel übrig und die üblichen Billigketten breiten sich aus.


Die Börse von Marseille.


Enge Gasse in der Altstadt und der Befestigungsturm St. Jean im Hafen.


Darf natürlich in keinem richtigen provenzalischem Gericht fehlen: L'Ail, der Knoblauch!


Eine "Hundehitze" - aber eine Abkühlung im Brunnen hilft!

Eva Maria Zickelbein



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