Urlaubsgrüße aus Tripolis

29.06.2004 – Der amerikanische Wissenschaftsjournalist, Autor und Schachliebhaber Paul Hofmann ist vor allem deshalb nach Libyen gefahren, um dort von der FIDE- K.O.- Weltmeisterschaft zu berichten. Doch dann fand er plötzlich sogar seine Gelegenheit, selbst Schach zu spielen. Und seine Gegner waren solche, die durchaus Rang und Namen im internationalen Schachgeschehen haben. Na, wenn das kein Grund ist, es der Welt mitzuteilen. Hier sein Bericht: Mehr...

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Paul Hoffman lebt als Autor in Woodstock, New York. Zusammen mit dem kanadischen Meister Pascal Charbonneau besuchte er die Weltmeisterschaft in Libyen. Eigentlich wollte er von dort berichten und hatte nicht gedacht, dass er selbst zum Schach spielen kommen würde. Doch es kam anders. Hier sein Bericht:



Die neue Weltmeisterin der Frauen Antoaneta Stefanova wollte in Libyen ihren Titel feiern, musste dann aber erfahren, dass die Einnahme von Bier oder Wein in Tripolis verboten ist.



Doch sie fand noch einen Weg, den Abend auf angemessene Weise zu verbringen und spielte simultan gegen 14 Libyer.



Einige Irritationen entstanden dadurch, dass die Organisatoren einen Spieler vom simultan ausschlossen, weil sie meinten, er sei einfach noch zu jung...



Der amerikanische Journalist Paul Hofmann, in traditionelle Tracht gewandet, sprang für einen Einheimischen ein und



erreichte bald eine bequeme Position, was daran lag,

dass sein Freund und Sekundant Pascal Charbonneau ihn ordentlich vorbereitet und dann mit krachendem Nirvana in Stimmung versetzt hatte.

Paul mag es nicht, wenn Frauen ihm den Rücken zukehren.



Deshalb versank er in tiefes Grübeln,



wenn auch nicht so tief, wie Alexander Ivanov, hier im Bild.



Das originelle Spiel von Paul motivierte Pascal, der Partien bis zum Ende interessiert zu folgen.

Nachdem Paul einen Bauern gewonnen hatte, geriet Antoaneta in Rage und setzte den Raum in Brand. Paul akzeptierte ihr Remisangebot, damit sie sich wieder beruhigte und er noch rechtzeitig zum Abendessen gehen konnte.



Schachzar Kiran Illymshinov verlangte eine Revanche in Namen von Stefanva, war aber von Pauls Königsgambit und seinem geistreichen Spiel sehr beeindruckt. Paul war jedoch durch die Bekundungen auf dem T-Shirt

seines Sekundanten so irritiert, dass er rasch Remis anbot, dafür aber mit einer Einladung zu Kasparov gegen Wen-auch-immer belohnt wurde.

Text by Paul Hoffman
Photos by Pascal Charbonneau and Paul Hoffman

 

 

 



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