Der Wettkampf zwischen Ediz Gürel und Jorden van Foreestumfasste sechs klassische Partien, zwei Schnellschachpartien (Chess960) und vier Blitzpartien, insgesamt also zwölf Begegnungen. Für die FIDE-Wertung wurden nur die klassischen Partien eingereicht.
Die klassische Bedenkzeit betrug 90 Minuten für 40 Züge, gefolgt von 30 Minuten für den Rest der Partie, mit einem Zeitzuschlag von 30 Sekunden ab dem ersten Zug. Die Freistilpartien wurden mit einer Bedenkzeit von 15 Minuten plus 10 Sekunden gespielt, während im Blitzschach eine Bedenkzeit von 3 Minuten plus 2 Sekunden galt.
Die Wertung erfolgte gewichtet: Die Punkte aus den klassischen Partien wurden verdreifacht, die aus den Freistilpartien verdoppelt und die aus den Blitzpartien einfach gewertet. Der Spieler mit der höheren Gesamtpunktzahl nach diesem System wurde zum Sieger erklärt. Der Gesamtpreispool betrug 2.500 € – 1.500 € gingen an den Sieger und 1.000 € an den Zweitplatzierten.

Dank der Unterstützung des nationalen Verbandes sind nun zwei türkische Spieler unter den Top Fünf der Juniorenweltrangliste vertreten: Yagiz Kaan Erdogmus (2., 14 Jahre) und Ediz Gürel (4., 17 Jahre). | Foto: Türkischer Schachverband
Der klassische Teil begann mit einem Sieg von van Foreest mit Weiß. Gürel konterte umgehend und gewann ebenfalls mit Weiß. Nach der dritten Partie ging Van Foreest nach einer hart umkämpften Partie wieder in Führung. Die vierte Partie endete nach einem strategisch ausgeglichenen Kampf remis, sodass der Gesamtstand des Wettkampfs 2,5:1,5 für van Foreest lautete.
Der niederländische Großmeister baute seine Führung in der fünften Partie aus. Gürel konnte mit Schwarz trotz zähen Widerstands das Gleichgewicht nicht halten – eine spannende Begegnung, in der van Foreest die Entscheidung seines Gegners, kurz zu rochieren, bestrafte.
Der klassische Teil endete mit einem weiteren Sieg für van Foreest. Nach sechs Partien im klassischen Schach stand es 4,5:1,5 für ihn. Aufgrund der dreifachen Gewichtung der klassischen Partien ergab sich daraus ein deutlicher Vorsprung in der Gesamtwertung: Van Foreest erhielt 13,5 Punkte, Gürel 4,5.

Beginn der fünften Partie. | Foto: Türkischer Schachverband
Der letzte Tag, der 17. Februar, begann mit zwei Freestyle-Schnellpartien. In der ersten errang van Foreest die Initiative und baute seinen Vorteil zu einem vollen Punkt aus. Die zweite Partie endete remis, sodass der Schnellschach-Minimatch mit 1,5:0,5 für ihn ausging. Da die Ergebnisse im Schnellschach doppelt zählten, erhöhte sich der Gesamtstand des Matches auf 16,5:5,5 für den Niederländer.
Der Wettkampf endete mit vier Blitzpartien. Die ersten beiden Partien endeten remis, van Foreest gewann die dritte und vierte. Somit endete der Blitzwettbewerb mit 3:1 ebenfalls zu seinen Gunsten. Insgesamt endete der Wettkampf über zwölf Partien mit einem 9:3-Ergebnis für van Foreest. Nach der gewichteten, offiziellen Wertung ergaben sich für Gürel 6,5 Punkte und für van Foreest 19,5 Punkte – ein wirklich klarer Sieg.

Das Spiel fand im Green Park Hotel in Ankara statt. | Foto: Türkischer Schachverband