Vincent Keymer im neuen "New in Chess Magazine"

von Johannes Fischer
23.06.2021 – Das New in Chess Magazine gilt als eine der besten Schachzeitschriften der Welt. Sie erscheint acht Mal im Jahr, wirbt mit dem Motto "Enjoy the Best Game. Ever." und wird laut Cover von "Vereinsspielern in 118 Ländern gelesen". Jede Ausgabe hat einen Umfang von 106 Seiten und jede Ausgabe ist lesenswert, aber für Fans von Vincent Keymer hält das aktuelle Heft ein besonderes Highlight bereit. Denn in der Kolumne "Just Checking" gibt der jüngste Großmeister, den Deutschland je hatte, mit Hilfe eines Fragebogens knapp, pointiert, souverän und gelegentlich witzig Auskunft über sich. | Foto: Georgios Souleidis (Archiv)

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Just Checking: Vincent Keymer

Keymer verrät unter anderem "welches Getränk ihm ein Lächeln aufs Gesicht zaubert",  (Jasmintee), was sein Lieblingsfilm ist ("The First Grader", ein relativ unbekannter Film über einen 84-jährigen Nigerianer, der in diesem hohen Alter zur Schule gehen möchte, um lesen zu lernen), welche drei Personen er zum Abendessen einladen würde ("Asterix, Obelix und einen Römer") und spricht natürlich auch über Schach.

Schachspieler zu sein ist für ihn "eine Menge harter Arbeit und Entschlossenheit" und seine "größte Angst" ist es, "vor einer wichtigen Partie zu verschlafen". Und die bislang beste Partie, die er je gespielt hat, ist seiner Meinung nach Keymer-Gelfand, Isle of Man 2018.

 

Vincent Keymer gegen Boris Gelfand, Isle of Man 2018 | Foto: John Saunders

Vincent Keymer spricht im Interview über seinen Sieg gegen Gelfand und seine Chancen, Weltmeister zu werden

Georgios "The Big Greek" Souleidis wirft einen genaueren Blick auf die Partie

Insgesamt ein lesenswertes und angenehm überraschendes Interview des 16-jährigen, der mit einer aktuellen Elo-Zahl von 2591 zur Zeit auf Platz 13 der deutschen und auf Platz 281 der Weltrangliste liegt.

Natürlich enthält das aktuelle Heft noch eine ganze Reihe anderer interessanter Artikel. Zum Beispiel überlegt Mark Glukhovsky, wie groß die Chancen sind, dass Ian Nepomniachtchi Magnus Carlsen beim Weltmeisterschaftskampf im November vom Thron stößt, Judit Polgar verrät, was sie von Kasparov gelernt hat während Jan Timman vom Talent Praggnanandhaas schwärmt. Nicht zu vergessen die detaillierten und mit Analysen von Spitzenspielern garnierten Berichte über die Top-Turniere der letzten Monate.

Cover der aktuellen Ausgabe von New in Chess

Zum aktuellen Heft...


Johannes Fischer, Jahrgang 1963, ist FIDE-Meister und hat in Frankfurt am Main Literaturwissenschaft studiert. Er lebt und arbeitet in Nürnberg als Übersetzer, Redakteur und Autor. Er schreibt regelmäßig für KARL und veröffentlicht auf seinem eigenen Blog Schöner Schein "Notizen über Film, Literatur und Schach".

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