Vor 100 Jahren: Nimzowitsch schreibt Schachgeschichte

von Johannes Fischer
14.04.2026 – Vor 100 Jahren, am 14. April 1924, endete in Dresden ein Weltklasseturnier, mit dem der Dresdener Schachverein sein 50-jähriges Jubiläum feierte. Souveräner Sieger war Aron Nimzowitsch: Er holte 8,5 Punkte aus 9 Partien und hatte am Ende 1,5 Punkte Vorsprung vor Alexander Aljechin, der ein Jahr später Weltmeister werden sollte. In der zweiten Runde des Turniers spielte Nimzowitsch eine Partie, die Schachgeschichte schrieb.

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In dieser Partie verbindet Nimzowitsch Verteidigung und Gegenangriff mit einem originellen Manöver und liefert eine Modellpartie der Nimzo-Indischen Verteidigung. Zugleich illustriert er strategische Motive wie Hemmung, Blockade und Prophylaxe, die heute selbstverständlich sind, aber damals neu waren.

Eine wirklich bemerkenswerte Partie, die im Laufe der Zeit zahllose Schachspieler begeistert hat. Als unmittelbare Anerkennung für seine Leistung erhielt der asketische Nichtraucher für diese Partie den 1. Schönheitspreis: 5000 Gildehof Zigaretten.

Stehend: Akiba Rubinstein, Friedrich Sämisch, Savielly Tartakower, Christof Jobst, Max Blümich, Lajos Steiner, Frederick Yates, Sitzend: Aaron Nimzowitsch, Alexander Aljechin, Otto Krüger, Walther von Holzhausen, Paul F. Johner. | Quelle: Der Jubiläums-Schachkongress zu Dresden, Ostern 1926: Festschrift des Dresdner Schachvereins, Walter de Gruyter & Co. | Fotoquelle: nimzowitsch.net

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Johannes Fischer, Jahrgang 1963, ist FIDE-Meister und hat in Frankfurt am Main Literaturwissenschaft studiert. Er lebt und arbeitet in Nürnberg als Übersetzer, Redakteur und Autor. Er schreibt regelmäßig für KARL und veröffentlicht auf seinem eigenen Blog Schöner Schein "Notizen über Film, Literatur und Schach".
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