Vor 130 Jahren: Tarrasch gewinnt den 6. Deutschen Schachkongress in Breslau

von Johannes Fischer
28.07.2019 – Vor 130 Jahren, am 28. Juli 1889, endete in Breslau der 6. Deutsche Schachkongress. Siegbert Tarrasch gewann das Internationale Meisterturnier, Emanuel Lasker das Hauptturnier. Mit diesen Erfolgen machten sich beide, Tarrasch und Lasker, auf den Weg in die Weltspitze, der eine als Amateur, der andere als Profi.

Mega Datenbank 2019 Mega Datenbank 2019

Die ChessBase Mega Database 2019 ist die exklusive Schachdatenbank für höchste Ansprüche. Über 7,6 Mill. Partien aus dem Zeitraum 1560 bis 2018 im ChessBase Qualitätsstandard. Mit über 72.000 kommentierten Partien beinhaltet die Mega 2019 die weltweit größte Sammlung hochklassig kommentierter Partien.

Mehr...

Erfolg durch Selbstkritik: Tarrasch gewinnt in Breslau 1889

Der Deutsche Schachbund wurde 1877 in Leipzig gegründet, und schon zwei Jahre später, 1879, und ebenfalls in Leipzig, organisierte der neugegründete Schachbund den 1. Deutschen Schachkongress. Diese Schachkongresse wurden zu einer Tradition internationaler Turniere, in denen die deutschen Teilnehmer um den Titel des Landesmeisters spielten. Der 6. Kongress des Deutschen Schachbundes fand vom 14. bis 28. Juli 1889 in Breslau statt und war stark besetzt.

Offizielle Weltranglisten gab es damals noch nicht, aber laut Weltrangliste vom Oktober 1888, die der amerikanische Statistiker Jeff Sonas auf Grundlage historischer Elo-Zahlen erstellt hat, gehörten sechs der insgesamt 18 Teilnehmer in Breslau 1889 zu den zehn besten Spielern der damaligen Zeit.

Jeff Sonas: Weltrangliste Oktober 1888

   Spieler  Historische Elo-Zahl     Alter 
 #1   Wilhelm Steinitz   2752     52y5m 
 #2   Isidor Gunsberg   2736     33y11m 
 #3   Joseph Blackburne   2730     46y10m 
 #4   George Mackenzie   2685     51y7m 
 #5   Miksa Weiss   2679     31y3m 

 #6   Curt von Bardeleben   2678     27y7m 
 #7   Amos Burn   2661     39y10m 
 #8   Berthold Englisch   2640     37y3m 
 #9   Emil Schallopp   2638     45y2m 
 #10   Johann Berger   2630     43y6m 

 #11   Jackson Showalter   2623     28y8m 
 #12   James Mason   2623     38y11m 
 #13   Siegbert Tarrasch   2617     26y7m 
 #14   Fritz Riemann   2612     29y9m 
 #15   Louis Paulsen   2597     55y9m 

 #16   Eugene Delmar   2594     47y1m 
 #17   Jacques Mieses   2594     23y8m 
 #18   Emanuel Schiffers   2583     38y5m 
 #19   Samuel Lipschütz   2572     25y3m 
 #20   Semyon Alapin   2569     31y11m 

Doch das Turnier war nicht nur stark besetzt, sondern hatte auch ein straffes Programm: gespielt wurde täglich von morgens um 9 bis 13 Uhr und nachmittags von 16 bis 20 Uhr. Die Spieler hatten eine Bedenkzeit von einer Stunde für 20 Züge, nach vier Stunden Spielzeit wurde die Partie abgebrochen und am Nachmittag des nächsten Tag fortgesetzt. So spielten die Teilnehmer entweder zwei Partien am Tag oder nur eine Partie am Vormittag, um dann nachmittags eventuelle Hängepartien zu beenden. Sonntags war Ruhetag. Dem Turniersieger winkte ein Preisgeld von 1.000 Goldmark, nach heutigem Wert etwa 5.500 Euro.

Dieser Preis ging an einen Überraschungssieger: Dr. Siegbert Tarrasch, laut Jeff Sonas damals die Nummer 13 der Welt. Tarrasch war der erste deutsche Spieler, der einen Deutschen Schachkongress gewinnen konnte, denn in den fünf vorhergehenden Schachkongressen hatten die internationalen Teilnehmer stets die Nase vorn gehabt.

Tarrasch spielte von Anfang bis Ende des Turniers souverän und blieb als einziger Teilnehmer ungeschlagen. Mit 13 Punkten aus 17 Partien hatte er am Ende 1,5 Punkte Vorsprung vor dem Engländer Amos Burn, der mit 11,5 Punkten aus 17 Zweiter wurde.

Schlussstand

Rg. Name 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 Pkt.
1 Siegbert Tarrasch   ½ 1 ½ ½ ½ 1 1 1 1 1 ½ ½ ½ 1 1 ½ 1 13.0 / 17
2 Amos Burn ½   1 ½ 1 1 ½ ½ ½ ½ 1 ½ 1 1 ½ 0 1 ½ 11.5 / 17
3 Jacques Mieses 0 0   ½ 1 ½ ½ 0 1 ½ 0 1 1 1 1 1 ½ 1 10.5 / 17
4 Johann Hermann Bauer ½ ½ ½   ½ 0 ½ 1 ½ ½ 1 1 1 ½ 0 ½ ½ 1 10.0 / 17
5 Louis Paulsen ½ 0 0 ½   1 1 1 0 0 1 1 1 1 0 0 1 1 10.0 / 17
6 Curt Von Bardeleben ½ 0 ½ 1 0   ½ 1 1 ½ 0 ½ 1 1 1 1 0 ½ 10.0 / 17
7 Isidor Gunsberg 0 ½ ½ ½ 0 ½   ½ ½ 1 1 0 1 1 1 0 1 1 10.0 / 17
8 Joseph Henry Blackburne 0 ½ 1 0 0 0 ½   0 1 0 1 1 0 1 1 1 1 9.0 / 17
9 James Mason 0 ½ 0 ½ 1 0 ½ 1   1 ½ 0 0 ½ 1 1 ½ 1 9.0 / 17
10 Johann Nepomuk Berger 0 ½ ½ ½ 1 ½ 0 0 0   1 1 1 ½ ½ ½ ½ ½ 8.5 / 17
11 Emil Schallopp 0 0 1 0 0 1 0 1 ½ 0   0 0 ½ 1 1 1 1 8.0 / 17
12 Johannes Metger ½ ½ 0 0 0 ½ 1 0 1 0 1   ½ ½ ½ 0 ½ 1 7.5 / 17
13 Johannes Minckwitz ½ 0 0 0 0 0 0 0 1 0 1 ½   1 0 1 1 1 7.0 / 17
14 Alexander Fritz ½ 0 0 ½ 0 0 0 1 ½ ½ ½ ½ 0   ½ 1 1 ½ 7.0 / 17
15 Max Harmonist 0 ½ 0 1 1 0 0 0 0 ½ 0 ½ 1 ½   0 1 ½ 6.5 / 17
16 Simon Alapin 0 1 0 ½ 1 0 1 0 0 ½ 0 1 0 0 1   0 ½ 6.5 / 17
17 Emanuel Stepanovich Schiffers ½ 0 ½ ½ 0 1 0 0 ½ ½ 0 ½ 0 0 0 1   1 6.0 / 17
18 George Hatfeild Gossip 0 ½ 0 0 0 ½ 0 0 0 ½ 0 0 0 ½ ½ ½ 0   3.0 / 17

Partien

 

Tarraschs Sieg war noch überraschender, wenn man bedenkt, dass er bei seinem letzten Turnier vor Breslau, beim Nationalen Meisterturnier in Leipzig 1888, mit 2 Punkten aus 8 Partien noch Vorletzter geworden war. Doch wie Tarrasch in seinem Buch 300 Schachpartien schreibt, führte dieser Misserfolg führte bei ihm zu einer geänderten und gesünderen Einstellung zur Partie und seinem eigenen Spiel:

Daß mein Leipziger Resultat nicht meiner wahren Spielstärke entsprach, war mir klar. Um so mehr brannte ich vor Begierde, die Scharte auszuwetzen. Ich hatte nicht lange zu warten. Ein halbes Jahr nach dem Leipziger Turnier ... fand der sechste Kongreß des Deutschen Schachbundes statt, und zwar in meiner Vaterstadt Breslau. ... Mit ganz anderen Ideen als früher ging ich in den Kampf. In früheren Turnieren ... hatte ich mich ans Brett gesetzt mit der Überzeugung, daß die Partie für mich gewonnen sei. Jetzt wiederholte ich mir vor jeder Partie immer und immer wieder, daß, wenn ich eine gute, sichere Eröffnung wählte und recht sorgsam mit Aufbietung aller Kraft spielte, es keineswegs ausgemacht sei, daß mein Gegner gewinnen müsse. Hatte ich meine Gegner früher unterschätzt, so war ich jetzt eher geneigt, sie zu überschätzen. Hatte ich früher öfters waghalsige Experimente in den Eröffnungen gemacht, so behandelte ich jetzt gerade diesen Teil der Partie mit besonderer Sorgfalt. Hatte ich den Remisschluß geradezu verachtet, so war es mir jetzt klar, daß, selbst wenn ich stets den allerstärksten Zug machen und geradezu ideal spielen könnte, dies doch keineswegs den Gewinn der Partie zur Folge haben müßte, sondern nur das Remis, falls nicht mein Gegner sich irgend eine Blöße gäbe, daß also der Remisschluß bei beiderseitig korrektem Spiel eine Notwendigkeit sei. Alle diese Grundsätze waren die Früchte meiner Leipziger Niederlage, und diese Ausnützung meiner Niederlage verhalf mir zum Siege.“ (Siegbert Tarrasch, Dreihundert Schachpartien: Ein Lehrbuch des Schachspiels für geübte Spieler, Edition Olms Zürich 1981, Nachdruck der dritten Auflage Gouda 1925, S. 202-203.)

Die Stabilisierung seines Spiels und Stils geht übrigens einher mit der Stabilisierung von Tarraschs Lebensverhältnissen. Als er 1889 in Breslau an den Start ging, war Tarrasch 27 Jahre alt, hatte in Berlin und in Halle erfolgreich Medizin studiert, nach Abschluss des Studiums geheiratet und war 1887 nach Nürnberg gezogen, um dort als Arzt zu praktizieren. Tarrasch war also mehr denn je Amateur, aber dennoch bildete sein Turniersieg in Breslau den Auftakt zu einer ganzen Reihe von Erfolgen in starken internationalen Turnieren. 1890 gewann Tarrasch den 6. Kongress des Britischen Schachverbands in Manchester, 1892 wurde er beim 7. Schachkongreß in Dresden zum zweiten Mal deutscher Meister und weitere zwei Jahre später, 1894, beim 8. Deutschen Schachkongress in Leipzig, holte er seinen dritten Titel.

Mit diesen Erfolgen etablierte sich Tarrasch als einer der besten Spieler der damaligen Zeit und schon 1890 hatte der Schachclub von Havanna Tarrasch eingeladen, gegen den amtierenden Weltmeister Wilhelm Steinitz in der kubanischen Hauptstadt einen Kampf um die Weltmeisterschaft zu spielen. Tarrasch hatte dieses Angebot mit Verweis auf seine berufliche Tätigkeit als Arzt abgelehnt, aber wird diese Absage später vermutlich bedauert haben, denn eine Chance, um die Weltmeisterschaft zu spielen, hatte er erst 18 Jahre später, beim WM-Kampf gegen Emanuel Lasker 1908. Doch zu diesem Zeitpunkt hatte Tarrasch den Zenit seiner Laufbahn bereits überschritten und er verlor den Weltmeisterschaftskampf gegen Lasker klar mit 3 zu 8 bei fünf Remis.

Besonders bitter für Tarrasch dürfte gewesen sein, dass Lasker, als er 1894 Weltmeister wurde, zwar in Wettkämpfen gegen die besten englischen Spieler seine Stärke gezeigt hatte, aber in internationalen Turnieren damals noch weit weniger Erfolge vorweisen konnte als Tarrasch.

Der Beginn einer glänzenden Karriere: Lasker gewinnt das Hauptturnier in Breslau 1889

Der 6. Deutsche Schachkongress war allerdings auch ein Meilenstein in Laskers Schachkarriere. Der am 24. Dezember 1868 geborene Lasker war damals 20 Jahre alt, studierte Mathematik und erzielte mit seinem Sieg Hauptturnier den ersten größeren Erfolg seiner Schachlaufbahn. Zuvor hatte er lediglich das kleine Berliner Kaiserhofturnier gewonnen. Über Laskers Spiel und Abschneiden beim Hauptturnier in Breslau schreibt Dr. Robert Hübner:

Es gab 20 Teilnehmer an dieser Veranstaltung. Sie wurden auf zwei Gruppen zu je zehn Spielern verteilt. Beide Sektionen führten ein Rundenturnier durch; jeweils die ersten vier qualifizierten sich für die Siegergruppe. In einem abermaligen Rundenturnier wurde der neue Meister ermittelt. Lasker gewann seine Vorgruppe ganz überlegen. ... Im Finalturnier hatte Lasker mehr Mühe. ... Lasker begann mit 4 aus 4, verlor aber die beiden letzten Partien, zunächst gegen Emil Ritter von Feyerfeil und dann noch in der Schlussrunde gegen Adolf Steif. ... In seinen Jugendjahren hatte Lasker in seinen Turnieren häufiger Mühe, den Abschluss günstig zu gestalten. ... Diesen Mangel hat Lasker später vollständig überwunden.“ (Robert Hübner, „Zu den Anfängen von Laskers Schachlaufbahn“, in: Emanuel Lasker: Denker, Weltenbürger, Schachweltmeister, Hrsg. Richard Forster, Stefan Hansen, Michael Negele, Berlin: Exzelsior Verlag, S. 415-416)

Trotz seiner beiden Niederlagen in den Schlussrunden des Turniers teilte sich Lasker am Ende mit von Feyerfeil den ersten Platz. Mit viel Glück. Denn in der entscheidenden Partie zwischen von Feyerfeil und Lipke in der letzten Runde des Finales, in der von Feyerfeil nur ein Remis brauchte, um das Hauptturnier zu gewinnen, ging es nicht mit rechten Dingen zu.

In der Partie war nach 52 Zügen laut Notation folgende Stellung entstanden:

 

Hier spielte Weiß in der Partie den eigentlich unmöglichen Zug 53.Tf2-h2. Dazu heißt es im Turnierbuch:

53.Tf2-h2 So steht deutlich geschrieben in dem der Turnierleitung eingereichten Manuskripte des Herrn Lipke, und daß hier nicht ein bloßer Notationsfehler vorliegt, geht aus dem weiteren Verlauf der Partie hervor. Kurzum, der weiße h-Bauer, der bisher weder geschlagen worden ist, noch auch selbst gezogen hat, ist plötzlich spurlos verschwunden. Die Erklärung dieses befremdlichen Umstandes liegt freilich nicht ferne. Nach dem 40. Zuge von Schwarz (möglicherweise auch ein paar Züge später) wurde die Partie abgebrochen und erst am Nachmittag wieder aufgenommen. Anstatt die Schlußstellung vom Vormittag, wie es sich gehört, durch Nachspielen der ganzen Partie herbeizuführen, baute man dieselbe sogleich aus dem Gedächtnis auf, und so konnte es geschehen, daß das einsame Bäuerlein auf h2 vergessen wurde.“ (Der sechste Kongress des Deutschen Schachbundes, Breslau 1889, herausgegeben von H.v. Gottschall, J. Metger und H. Seger, Leipzig, Verlag von Veit & Comp., 1890, Nachdruck der Edition Olms 1983, S. 261.)

Ob Weiß die Partie mit dem Bauern auf h2 gehalten hätte, weiß man nicht, aber ohne den Bauern verlor von Feierfeil chancenlos und musste sich den ersten Platz mit Lasker teilen. Die anschließende Entscheidungspartie gewann Lasker.

 

Mit diesem Sieg im Hauptturnier gewann Lasker ein Preisgeld von 300 Goldmark und qualifizierte sich für das Meisterturnier des 7. Deutschen Schachkongresses. Der fand drei Jahre später, 1892, in Dresden statt, aber Lasker verzichtete auf die Teilnahme. Tatsächlich nahm Lasker nach 1889 an keinem einzigen Deutschen Schachkongress mehr teil. Allerdings scheint Lasker der Sieg im Hauptturnier motiviert zu haben, sein Glück in einer Schachkarriere zu suchen. Schon Ende August spielte Lasker ein internationales Turnier in Amsterdam, wo er Zweiter hinter Amos Burn wurde, und Anfang 1890 unterbrach Lasker sein Mathematikstudium, um nach England zu gehen, wo er als Schachprofi lebte. Vier Jahre später war er Weltmeister.

Emanuel Lasker 1895

Master Class Band 5: Emanuel Lasker

Auf dieser DVD zeigen unsere Autoren alle Facetten des Spiels von Emanuel Lasker, der von 1884 bis 1921 Weltmeister war, länger als jeder andere vor oder nach ihm: Eröffnungen, Strategie, Taktik und Endspiele!

Mehr...




Johannes Fischer, Jahrgang 1963, ist FIDE-Meister und hat in Frankfurt am Main Literaturwissenschaft studiert. Er lebt und arbeitet in Nürnberg als Übersetzer, Redakteur und Autor. Er schreibt regelmäßig für KARL und veröffentlicht auf seinem eigenen Blog Schöner Schein "Notizen über Film, Literatur und Schach".
Discussion and Feedback Join the public discussion or submit your feedback to the editors


Diskutieren

Regeln für Leserkommentare

 
 

Noch kein Benutzer? Registrieren

Rainbow66 Rainbow66 28.07.2019 11:52
1000 Goldmark konnte man zu Kaisers Zeiten in 50 goldene 20-Mark-Münzen zu je 7,96 g umtauschen. Jede Münze enthielt 90 % = 7,16 g Feingold. Das ergibt 358 g Feingold. Beim heutigen Goldpreis von EUR 41,- pro Feingramm ergeben 1000 Goldmark demnach EUR 14.678,-.
Bei Betrachtung der Kaufkraftverhältnisse war das ein ansehnliches Sümmchen.
Um 1900 kosteten 1 kg Roggenbrot 23 Pfennige, 1 Mandel (15 Stück) Eier 73 Pfg., 1 Zentner Kartoffeln 2,63 Mark, 1 Liter Bier 24 Pfg; 1 Stuhl 3,75 Mark; ein Herrenanzug, den noch die Enkel tragen konnten, 10 - 70 Mark.
Quellen: Wiki, Geld und Kaufkraft ab 1871 und eigene Familie
Ach ja, ein Standardbrief kostete 10 Pfennige (nach dem ersten Weltkrieg 20 Pfg.). Die Post kam ZWEIMAL täglich bis an die Wohnungstür, auch wenn die im 3. Stock lag. Das habe ich noch miterlebt und frage mich manchmal, wie ein solcher Preis bei so viel Personal und so wenig Technik möglich war.
1