10.11.2025 – Am 9. November 1985 gewann Kasparov die 24. Partie des Weltmeisterschaftskampfes gegen Anatoly Karpov und wurde der 13. Weltmeister. Der erste WM-Kampf zwischen den beiden Spielern wurde abgebrochen, weil er nach 48 Partien kein Ende gefunden hatte. Die Neuansetzung wurde mit geänderten Regeln gespielt. Um den Titel zu gewinnen, musste Kasparov 72 Wettkampfpartien gegen Karpov spielen. | Fotos: Tass Archiv
neu: ChessBase Magazin 225
Schachfestival Prag 2025 mit Analysen von Aravindh, Giri, Gürel u.a. „Special": 27 höchst unterhaltsamen Miniaturen. Eröffnungsvideos von Werle, King und Ris. 10 Eröffnungsartikel mit neuen Repertoireideen. u.v.m. Das ChessBase Magazin bietet erstklassiges Trainingsmaterial für Vereinsspieler und Profis! Weltklassespieler analysieren ihre Glanzpartien und erklären Ihnen die Ideen hinter den Zügen. Eröffnungsspezialisten präsentieren die neuesten Trends in der Eröffnungstheorie und spannende Ideen für Ihr Repertoire. Meistertrainer in Sachen Taktik, Strategie und Endspiel zeigen Ihnen genau die Tricks und Techniken, die man als erfolgreicher Turnierspieler braucht! Lieferbar als Download (inkl. Heft als pdf-Datei) oder als Heft mit Download-Key per Post.
Im Lieferumfang enthalten: CBM #225 als „ChessBase Book“ für iPad, Tablet, Mac etc.! books.chessbase.com
Ihr persönlicher Schachtrainer - Egal, ob Sie Ihre ersten Schritte in die Welt des Vereinsschachs machen oder bereits auf Turnierniveau spielen: Mit FRITZ trainieren Sie effizienter, intelligenter und individueller als je zuvor.
FRITZ ist mehr als nur eine Schach-Engine – es ist eine Trainingsrevolution! Egal, ob Sie Ihre ersten Schritte in die Welt des Vereinsschachs machen oder bereits auf Turnierniveau spielen: Mit FRITZ trainieren Sie effizienter, intelligenter und individueller als je zuvor.
In diesem Kurs macht Großmeister Ganguly das Rechnen zu einer trainierbaren Fähigkeit – mit einem klar strukturierten Lernpfad für jedes Spielniveau.
39,90 €
Vor 40 Jahren: Garry Kasparov wird Weltmeister
Am 9. November 1985, fast auf den Tag genau vor 40 Jahren, durfte Garry Kasparov sich endlich als Weltmeister feiern lassen. Er ist der Spieler, der mit Sicherheit das längste Match spielen musste, um den Titel von seinem Vorgänger Anatoly Karpov zu erobern. Nicht weniger als 72 Wettkampfpartien waren nötig, um den Titel zu gewinnen, verteilt auf zwei Wettkämpfe, von denen der erste abgebrochen werden musste, da er kein Ende zu finden schien.
Der damals gerade einmal 19-jährige Kasparov hatte im September 1982 das Interzonenturnier gewonnen, mit einem deutlichen Vorsprung von 1,5 Punkten vor Alexander Beliavsky, und sich so für die Kandidatenwettkämpfe qualifiziert. Im Viertelfinale im März 1983 besiegte Kasparov Beliavsky klar mit 6:3. Doch dann durfte er im Halbfinale gegen Viktor Kortschnoj nicht antreten, weil die FIDE das Match in die USA gelegt hatte, und nach dem NATO-Doppelbeschluss (Aufrüstung mit Mittelstreckenraketen) und der Intervention der Sowjetunion in Afghanistan im Dezember 1979 die Beziehungen zwischen der Sowjetunion und dem Westen, besonders den USA, auf einem Tiefpunkt waren.
Kasparov hatte das Kandidatenhalbfinale kampflos verloren, aber sein Unterstützer Heydar Alijew, erst KGB-Chef in Aserbaidschan und dann Mitglied des Politbüros der KPdSU, sorgte dafür, dass der Wettkampf doch noch stattfinden konnte. Kasparov besiegte Kortschnoj (7:4) und gewann auch das Kandidatenfinale gegen Vasily Smyslov (8,5:4,5). Damit war er Herausforderer.
Im September 1984 begann der Weltmeisterschaftskampf zwischen Anatoly Karpov und Garry Kasparov. Gespielt wurde in der repräsentativen Säulenhalle des Gewerkschaftshauses in Moskau. Es galten noch die alten Regeln aus der Fischer-Zeit: Sieger sollte sein, wer als erster Spieler sechs Siege erspielt hatte. Das Ende des Wettkampfs war also offen.
Der junge Kasparov begann ungestüm, holte sich aber beim routinierten Karpov eine blutige Nase. Nach neun Partien stand es schon 4:0 für Karpov. Kasparov änderte nun seine Matchstrategie und spielte auf Abwarten und begann, Karpovs Eröffnungen zu kopieren. Es folgte eine ewig lange Remisserie. In der 27. Partie punktete Karpov noch einmal zum 5:0. In der 32. Partie gelang Kasparov der erste Sieg, doch vom möglichen Matchgewinn war er meilenweit entfernt. Es folgte eine weitere ewig lange Remisserie. Kasparov gewann dann die 47. und 48. Partie.
In Moskau war man über den nicht enden wollenden Wettkampf nicht glücklich. Die Säulenhalle war zu lange belegt und wurde für andere Angelegenheiten von Rang gebraucht. Im Hintergrund des Wettkampfs rumorte es. Das Match wurde in ein Hotel am Stadtrand verlegt, und FIDE-Präsident Campomanes wurde aus Dubai herbeigerufen, wo er Verhandlungen für die Schacholympiade 1986 geführt hatte. Schließlich wurde der Wettkampf am 8. Februar 1985 beim Stand von 5:3 abgebrochen. Kasparov witterte eine Verschwörung, weil er gerade zwei Partien gewonnen hatte, und Karpov war ebenfalls unzufrieden, weil er ja noch mit 5:3 führte. Ein Sieg noch und er wäre Weltmeister geblieben.
Andrang auf den Weltmeisterschaftskampf in Moskau | Foto: Tass Archiv via Douglas Griffin
Trotz erheblicher Widerstände wurde der Wettkampf neu angesetzt und begann beim Stand von 0:0. Die Regeln hatte die FIDE nun geändert. Der neue Wettkampf war auf 24 Partien angesetzt. Der Herausforderer musste am Ende mehr Punkte aufweisen. Dem Titelverteidiger reichte ein Unentschieden zur Titelverteidigung. Außerdem erhielt er das Recht auf Revanche.
Auch der Wiederholungswettkampf fand in Moskau statt, diesmal im Tschaikowsky-Theater. Kasparov hatte sich unter anderem mit Wettkämpfen im Juni 1985 in Hamburg vorbereitet. Er gewann einen Trainingswettkampf gegen Robert Hübner mit 4,5:1,5, spielte einen Schaukampf gegen 32 Schachcomputer (32:0), verlor aber ein Uhrensimultan gegen eine Auswahl des Hamburger SK mit 3,5:4,5. In Belgrad spielte Kasparov noch einen Trainingswettkampf gegen Ulf Andersson, den er mit 4:2 gewann.
Der Wiederholungswettkampf gegen Anatoly Karpov begann am 3. Juni. Diesmal startete Kasparov mit einem Sieg in der ersten Partie, verlor aber die vierte und fünfte Partie und lag wieder hinten.
Foto: Kasparov.com
In der 11. Partie glich er aus, in der 16. Partie ging er in Führung, und in der 19. Partie am 24. Oktober erhöhte er den Vorsprung. In der 22. Partie konnte Karpov den Rückstand mit einem Sieg verkürzen. Aber am 9. November stellte Kasparov den alten Vorsprung mit einem Sieg in der 24. und letzten Partie wieder her und war der neue Weltmeister, der 13. Weltmeister in der Geschichte des Schachs.
Kasparov bekommt Blumen | Foto: Foto: Tass Archiv via Douglas Griffin
Garry Kasparov ist nicht nur einer der besten Schachspieler der Welt, er ist auch ein ausgezeichneter Schachtrainer. Im Rückblick auf seine Karriere zeigt der 13. Weltmeister eine Auswahl seiner besten Partien - mit auch heute noch verblüffenden Ideen
Auf dieser DVD geht ein Expertenteam Karpovs Spiel auf den Grund. In über 7 Stunden Videospielzeit (jeweils komplett deutsch und englisch) beleuchten die Autoren vier wesentliche Aspekte von Karpovs Spielkunst.
Auf dieser DVD geht ein Expertenteam Kasparovs Spiel auf den Grund. In über 8 Stunden Videospielzeit beleuchten die Autoren Rogozenko, Marin, Reeh und Müller vier wesentliche Aspekte von Kasparovs Spielkunst: Eröffnung, Strategie, Taktik und Endspiel.
Ihr persönlicher Schachtrainer - Egal, ob Sie Ihre ersten Schritte in die Welt des Vereinsschachs machen oder bereits auf Turnierniveau spielen: Mit FRITZ trainieren Sie effizienter, intelligenter und individueller als je zuvor.
„Matt macht Laune!“ – Taktiktraining mit Oliver Reeh, „Normale Züge reichen nicht!“- Andy Woodward analysiert seine Partie gegen Magnus Carlsen, „Ein moderner Nimzo-Inder“ – Andrei Volokitin weiht Sie in „sein“ System ein u.v.m.!
„Matt macht Laune!“ – Taktiktraining mit Oliver Reeh, „Normale Züge reichen nicht!“- Andy Woodward analysiert seine Partie gegen Magnus Carlsen, „Ein moderner Nimzo-Inder“ – Andrei Volokitin weiht Sie in „sein“ System ein u.v.m.!
IM Harald Schneider-Zinner zeigt Ihnen die wichtigsten Motive und Muster erfolgreicher Qualitätsopfer: vom klassischen Zerstörungsopfer auf c3 oder f6 über Botwinniks Vorpostenopfer bis hin zu Petrosjans legendären defensiven Qualitätsopfern.
Im Schach führt kein Weg an sauberem Rechnen vorbei. Deshalb ist das verbessern der Fähigkeit sich Varianten im Kopf vorzustellen oder taktische Motive und Muster wiederzuerkennen unerlässlich. Lernen sie zudem ortgeschrittene Techniken wie das hin- und h
Dieser kompakte Kurs wurde speziell für die Turnier- und Onlinepraxis entwickelt. Statt Sie mit endlosen Varianten zu überfordern, konzentriert er sich auf die wichtigsten Zugfolgen, typische Pläne und wiederkehrende taktische Motive.
Slawisch- und Halbslawisch Powerbase 2026 ist eine Datenbank und enthält insgesamt 11766 Partien aus der Mega 2026 bzw. der Correspondence Database 2026, davon sind 1136 kommentiert.
Für das Slawisch- und Halbslawisch- Powerbook 2026 wurde der Ratingschnitt erneut auf 2400 festgesetzt. 2,24 Mill. Partien aus dem Maschinenraum von Schach.de überschreiten diese Schwelle, dazu kommen über 130.000 von Menschen gespielte Partien.
9,90 €
Wir verwenden Cookies und vergleichbare Technologien, um bestimmte Funktionen zur Verfügung zu stellen, die Nutzererfahrungen zu verbessern und interessengerechte Inhalte auszuspielen. Abhängig von ihrem Verwendungszweck können dabei neben technisch erforderlichen Cookies auch Analyse-Cookies sowie Marketing-Cookies eingesetzt werden. Hier können Sie der Verwendung von Analyse-Cookies und Marketing-Cookies widersprechen. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Ihre Einstellungen zu Cookies für diese Website
Wir verwenden Cookies und vergleichbare Technologien, um bestimmte Funktionen zur Verfügung zu stellen, die Nutzererfahrungen zu verbessern und interessengerechte Inhalte auszuspielen. Abhängig von ihrem Verwendungszweck können dabei neben technisch erforderlichen Cookies auch Analyse-Cookies sowie Marketing-Cookies eingesetzt werden. Analyse-Cookies und Marketing-Cookies werden eingesetzt, solange Sie nicht durch eine entsprechende Einstellung widersprechen. Bitte beachten Sie, dass Ihre Auswahl dazu führen kann, dass die Funktionalität des Angebots beeinträchtigt wird. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Technisch erforderliche Cookies
Technisch erforderliche Cookies: Damit Sie navigieren und die Basisfunktionen bedienen können sowie zur Speicherung von Präferenzen.
Analyse-Cookies
Damit wir feststellen können, wie Besucher mit unserem Angebot interagieren, um die Nutzererfahrungen zu verbessern.
Marketing-Cookies
Damit wir relevante Inhalte und interessengerechte Werbung anbieten und auswerten zu können.