Vorbildliche Meisterschaften

13.07.2010 – Die US-Meisterschaften im Schach setzen Maßstäbe: Ein attraktives Spiellokal, ein hoher Preisfonds, Live-Übertragung der Partien und Live-Kommentare auf der Webseite - das scheint die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei den US-Frauen- und Juniorenmeisterschaften zu inspirieren. Besonders bei den Frauen ist der Kampfgeist verblüffend. Dieses Jahr gab es in drei Runden erst ein Remis, rechnet man die letztjährige US-Frauenmeisterschaft hinzu, war es das erste nach 30 entschiedenen Partien in Folge. Gespielt haben es Anna Zatonskih und Irina Krush, die jetzt nach drei Runden mit je 2,5 Punkten an der Spitze liegen und ihrer Favoritenrolle gerecht werden. Mit 3 aus 3 führt bei den Junioren hingegen ein Außenseiter: Mit einer Elo-Zahl von 2304 liegt Warren Harper 258 Elo-Punkte hinter Turnierfavorit Ray Robson.Turnierseite...Tabelle, Partien, Bilder...

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In der dritten Runde der US-Frauenmeisterschaften 2010 ging eine bemerkenswerte Serie zuende: 30 Partien in Folge, seit der sechsten Runde 2009, hatte es bei US-Frauenmeisterschaften kein Remis gegeben. Beendet wurde diese Serie durch Anna Zatonskik und Irina Krush, den Favoritinnen der diesjährigen Meisterschaft. Allerdings nach einer scharfen, kämpferischen Partie, in der Krush gleich in der Eröffnung zwei Bauern opferte und ihre Gegnerin unter Druck setzte. Zatonskih gab das Material zurück und es kam zu Zugwiederholung. Nach drei Runden liegen Krush und Zatonskih damit mit je 2,5 Punkten gemeinsam an der Spitze.

Zatonskih-Krush zum Nachspielen...


Irina Krush


Anna Zatonskih in typischer Haltung, allerdings stammt dieses Foto aus Runde zwei.

Es blieb übrigens das einzige Remis der dritten Runde. Dieser Kampfgeist bei den Damen kommt nicht von ungefähr. Neben dem Prestige geht es auch um Geld. Der Preisfonds der diesjährigen US-Meisterschaft ist höher als je zuvor. Für den ersten Platz gibt es $16.000, für den zweiten $12.000, für den dritten $9.000 und selbst die zehntplatzierte wird noch $2.000 mit nach Hause nehmen können.






Nicht immer ist Kampf angesagt: Anna Zatonskih, Tatev Abrahamyan, Sabina Foisor und Alisa Melekhina bei der Eröffnungsfeier.

US-Juniorenmeisterschaften

Die Junioren bekommen nicht ganz so viel Geld wie die Damen, aber auch dort ist der Preisfonds recht üppig. Der Sieger erhält $3.000 und einen Laptop, der Zweite $2.000, der Dritte $1.500 und für den zehnten Platz gibt es immerhin $250.

Anders als bei den Damen haben die Favoriten im Juniorenturnier größere Schwierigkeiten. So liegt nach drei Runden mit Warren Harper (Elo 2304) ein Außenseiter mit 3 aus 3 an der Spitze. Mit 2,5 aus 3 sind ihm Zhao Parker und Ray Robson allerdings dicht auf den Fersen.


Führt überraschend: Warren Harper


Blicken mehr oder weniger optimistisch in die Zukunft: Die bemerkenswert gut gekleideten Junioren Zhao Parker (links) und Ray Robson (rechts).





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