Computer Chess
Anfang der 1980er Jahre treffen sich einige Computer Nerds zu einem
Schachcomputer-Turnier. Die Programmierer, darunter Michael Papageorge (Myles
Page), der Neuling Peter Bishton (Patrick Reister) und dessen Mentor Martin
Beuscher (Wiley Wiggins) bringen ihre eigenen Maschinen in Koffern mit, lassen
ihre selbst entwickelten Programme nach der Eröffnung des Turniers durch den
verschrobenen Schachmeister Henderson (Gerald Peary) gegeneinander spielen. Sie
philosophieren dabei über künstliche Intelligenz und Schach im Allgemeinen und
fragen sich zum Beispiel, ob es Schach auch ohne Computer geben kann.
Derweil spielen die Programme Partien entsprechend ihren Algorithmen. Dann
entwickeln die Dinge sich jedoch ganz anders und die Situation gerät außer
Kontrolle.

Trailer:
Für den Autor und Regisseur war die Realisierung des Films Computer Chess
eine Zeitreise in die eigene Vergangenheit. Er berichtet im Interview, wie er
sich in seiner Kindheit damit beschäftigt hat, zusammen mit seinem Vater ein
Texas Instruments-Gerät zu programmieren - am Ende der tagelangen Bemühungen
wanderte ein Punkt quer über den Bildschirm.
Video-Interview mit Andrew Bujalski:
Die Anfänge des Computerschachs
Die offizielle Seite zum Fim Computer Chess bietet für Fans einige Gimmicks,
z.B. frühere Computerschachpartien.
Im ersten aufgezeichneten Wettkampf zwischen Computern besiegte 1966 das
Programm "Kaissa" des Moskauer Instituts für theoretische und experimentelle
Physik (ITEP) auf einem sowjetischen M-2 Computer das Programm "Kotok-McCarthy"
(oder: A chess playing program for the IBM 7090 computer"), entwickelt von
Studenten der Standford University, mit 3:1.

Aland Kotok, re., mit Gordon Bell, 1964

John McCarthy
Das Match wurde per Telegraph gespielt und dauerte neun Monate. "Kaissa"
gewann 1974 auch die erste Computer Schachweltmeisterschaft in Stockholm.
Kotok-McCarthy bei
Wikipedia...
Chessprogramming Wiki...
Game 1
War denn die Computerschachszene wirklich so "speziell", wie sie im Film
Computerschach dargestellt wird? Bei Youtube kann man folgenden Beitrag des
Deutschen Fernsehens über die Computer-WM 1986 finden.
Bericht von der Computer WM 1986
Realität und Fiktion
Wir haben in unserem Bildarchiv nachgeforscht und Fotos von den wirklichen
Computerschach-Weltmeisterschaften mit der Darstellung im Film verglichen. Wie
vermutet, sind die Charaktere im Film völlig überzogen, es gibt so gut wie keine
Ähnlichkeit mit der Wirklichkeit.

So wird es im Film gezeigt

Völlig überzogene Darstellung

Die Wirklichkeit sah ganz anders aus

Das offizielle Plakat
Huch, die Schrift ähnelt ja verblüffend stark der Titelschrift der
Computerschachzeitschrift...

COMPUTER CHESS
Von Andrew Bujalski
Produziert von Houston King and Alex Lipschultz
92 Minuten, Analog Video, USA, 2013
Filmstaret 7. November 2013
Computer Chess: Offizielle Seite
mit Download...
Interview mit Bujalski im Standard...
Review bei
Slant Magazine...
Ankündigung bei Kinonews...