Wolfgang von Kempelen - Zwei Maschinen

01.02.2007 – Im Rahmen der transmediale.07 wird am kommenden Samstag (3.Februar, 15 Uhr) in der Berliner Akademie der Künste ein Vortrag über Wolfgang von Kempelens Automaten gegeben. Brigitte Felderer, Jakob Scheid und Ernst Strouhal (Wien) präsentieren und erläutern die beiden bekanntesten Hinterlassenschaften des österreichischen Ingenieurs, den Schachautomaten und die Sprechmaschine, Grundlage des späteren Telefons. (Wolfgang von Kempelen - Zwei Maschinen, Akademie der Künste, Berlin, 15.00 Uhr, Plenarsaal, Pariser Platz, Vortrag, Eintritt € 5,-/ermäßigt 3,-, Mit transmediale-Festivalpass Eintritt frei).Akademie der Künste...Mehr...

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Wolfgang von Kempelen - Zwei Maschinen
 

Die Sprechmaschine und der schachspielende Automat des Baron von Kempelen (1734-1804) Vortrag und Präsentation von Brigitte Felderer, Jakob Scheid und Ernst Strouhal (Wien) Einführung und Moderation Siegfried Zielinski.

Von den vielen bescheidenen Spuren, die Wolfgang von Kempelen, Gelehrter und Beamter am Hof Maria Theresias, in der Geschichte hinterlassen hat, sind seine Sprechmaschine und sein Schach spielender Androide die deutlichsten geblieben.


Nachgebaute Mechanik des 18.Jh.

1769 präsentierte Kempelen einen mechanischen Schachspieler in orientalischem Kostüm. Der "Schachtürke" entwickelte sich zu einer der großen Techniksensationen des 18. Jahrhunderts. Aber nur scheinbar hatte ein Automat von der Ratio Besitz ergriffen, denn im Inneren verbarg sich ein Mensch.

Die Geschichte der Bewahrung und Aufdeckung des Geheimnisses und dem Agieren des Menschen in der Maschine wird wieder und wieder erzählt - bis hin zum Wettkampf von Garry Kasparov gegen den Schachcomputer Deep Blue. Kempelens Sprechmaschine hingegen folgte aufklärerischen Ideen und sollte Gehörlosen eine vernehmbare Stimme verleihen. Dabei war Kempelen davon überzeugt, dass sich die Konstruktion sprechender Maschinen am Vorbild des menschlichen Artikulationsapparats zu orientieren hätte.

Kempelens 1791 erschienene Schrift über den Mechanismus der menschlichen Sprache zählt zu den Anfängen der Experimentalakustik.

Im Zentrum der Veranstaltung steht die Kempelen-Box mit Nachbauten der beiden Maschinen, die zwischen 1999 und 2001 an der Universität für angewandte Kunst Wien entwickelt und gebaut wurde. Vorführung der Kempelen-Box und Demonstration der Sprechmaschine und des Schachautomaten durch Brigitte Felderer, Jakob Scheid und Ernst Strouhal. (Susanna Poldauf, Lasker-Gesellschaft)

 

Akademie der Künste, Berlin
15.00 Uhr, Plenarsaal, Pariser Platz, Vortrag

transmediale.07
Wolfgang von Kempelen - Zwei Maschinen
Die Sprechmaschine und der schachspielende Automat des Baron von Kempelen (1734-1804)
Vortrag und Präsentation von Brigitte Felderer, Jakob Scheid und Ernst Strouhal (Wien)
Einführung und Moderation Siegfried Zielinski
Eintritt € 5,-/ermäßigt 3,-, Mit transmediale-Festivalpass Eintritt frei


transmediale

Die transmediale ist das größte Festival für Kunst und die kreative Anwendung digitaler Medien in Deutschland. Die 20. Ausgabe des Festivals, das als VideoFilmFest 1988 begann, findet unter dem Motto "unfinish!" - Schlachtruf und Fluch der künstlerischen Arbeit mit digitalen Medien - statt. Mit "unfinish!" stellt die transmediale.07 die Frage der Endlichkeit und lotet Möglichkeiten aus, scheinbar abgeschlossene Prozesse wieder zu öffnen.
Der Medientheoretiker Friedrich Kittler und der kanadische Politikwissenschaftler Arthur Kroker sind Keynote-Sprecher in der Konferenz, die sich dem aktuellen Thema widmet. Der australische Medienkünstler Stelarc präsentiert sein aktuelles Projekt "1/4 Scale Ear". Das dritte Ohr, eine aus menschlichen Zellen gezüchtete Prothese, ließ er sich in den Arm einsetzen.

Die "unfinish!"-Ausstellung am Hanseatenweg zeigt Werke von David Rokeby, Herwig Weiser, Kurt d'Haeseleer, Moon Na, u.a. Der Wettbewerb prämiert herausragende künstlerische Positionen der digitalen Medienkunst – der transmediale Award 2007 wird am 3. Februar verliehen. Nominiert für den Preis wurden Arbeiten von Herman Asselberghs (Proof of Life), Tim Shore (Cabinet) und Antoine Schmitt (still living).
Zum Jubiläum erscheint ein Registerband "TM x 20 - REGISTER, 20 Jahre transmediale", herausgegeben von der transmediale, Berlin.

Informationen unter www.transmediale.de
 

 

 

 

 



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