World Cup: Ponomariov gewinnt Halbfinal-Stichkampf

von ChessBase
08.12.2009 – Ruslan Ponomariov entschied heute beim World Cup in Khanty-Mansiysk den Halbfinal-Stichkampf gegen Vladmir Malakhov mit 3:1 für sich. Dabei hatte der Ukrainer jedoch einige bange Minuten zu überstehen. Zunächst war Malakhov mit den schwarzen Steinen spielend in Führung gegangen, wobei ihm einmal mehr seine Hauptwaffe, der Chebanenko-Slawe, zur Seite stand. Auch in der zweiten Partie stand der Russe zunächst hoch überlegen und im höheren Sinne auf Gewinn. Nach einigen Ungenauigkeiten wendete sich jedoch das Blatt und Ponomariov glich aus. Die nächsten beiden Partien entschied der frühere FIDE-Weltmeister dann ebenfalls für sich.Turnierseite...Partien, Impressionen...

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World Cup, Runde 6
Name NAT G1 G2 R1 R2 R3 R4 B1 B2 B3 B4 B5 B6 B7 B8 B9 B10 SD Tot

Semifinal Match 01

Karjakin, Sergey UKR 0 0                               0
Gelfand, Boris ISR 1 1                               2

Semifinal Match 02

Ponomariov, Ruslan UKR ½ ½ 0 1 1 1                       4
Malakhov, Vladimir RUS ½ ½ 1 0 0 0                       2

Anmerkungen von Michael Kopylov

Als zweite Finalist steht jetzt ukrainischer GM Ruslan Ponomariov fest. In sehr spannenden Tiebreak zeigte er wieder starke Nerven und setzte sich gegen Vladimir Malakhov durch.

1. Partie

Eine sehr kämpferische Slawisch-Partie, wieder mit 4...a6, - Malakhov ist einer der weltbesten Experten. Nach ziemlich ausgeglichener Eröffnung erobert Schwarz plötzlich die Initiative am Damenflügel, wohin der weiße König rochiert hatte. Mit 30...Tab8!? (allerdings erzwungen) opfert Schwarz den Springer für zwei Bauern, alle weißen Figuren verlieren in der Folge jedoch die Koordination und sind bald gefesselt und unbeweglich. Letztendlich müsste Ponomariov den geopferten Springer zurückgeben und die Partie in einruhiges Turmendspiel überleiten, wo Schwarz einen Bauer mehr hatte, dafür aber einen passiven Turm.
In der Schlussphase hat Malakhov bewiesen, dass er nicht nur ein großer Eröffnungtheoretiker ist. Exzellente Endspieltechnik gehört ebenso zur seinen Stärke. 1-0 für Malakhov.

2. Partie

In der Grünfeldverteidigung (System mit 5.Ld2) versuchte Ponomariov mit einem Baueropfer das Spiel zu verschärfen. Das Opfer war allerdings unkorrekt und führte zu großem Vorteil von Weiß nach der Eröffnung. Zu diesen Zeitpunkt scheint es, dass das Finale nach Gelfand - Malakhov aussieht Aber nach dem Damentausch verlor hat Weiß irgendwie den roten Faden, verspielte den ganzen Vorteil und geriet bald in Schwierigkeiten, was von Ponomariov sehr präzise ausgenutzt wurde. 1-1

3. Partie
Eine Eröffnungskatastrophe für Vladimir. Das Schock der letzten Partie war offenbar sehr groß Der schwarze König steht sich zu lange im Zentrum und nach 21. Le6! hat Weiß entscheidenden Angriff entwickelt. Im Endspiel mit zwei Bauern mehr war Ruslan nicht mehr zu stoppen. 2-1 für Ponomariov.


4. Partie

Das Spiel unter dem Motto „Alles oder Nichts!“ hat bei Vladimir nicht funktioniert.
3-1 für Ponomariov.

Morgen ist ein Ruhetag in Sibirien und das Finale Ponomariov – Gelfand beginnt am Donnerstag, den 10.12 um 11 Uhr.


 

Runde 6 Stichkampf

Runde 6.2

Runde 6.1

Runde 1 bis 5


Die erste Hürde schon mal überstanden


Malakhov nervös




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