World Cup: Zwei Remis zum Auftakt der Halbfinals

von André Schulz
26.09.2019 – Zum heutigen Auftakt des Halbfinales beim World Cup in Khanty-Mansiysk endeten beide Partien eher unspektakulär mit der Teilung des Punktes. Morgen versuchen dann Yu Yangyi und Teimour Radjabov, mit den weißen Steinen gegen Ding Liren und Maxime Vachier-Lagrave mehr herauszuholen.| Fotos: FIDE

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Die beiden Tiebreaks gestern zwischen Maxime Vachier-Lagrave und Levon Aronian sowie Yu Yangyi und Nikita Vitiugov verliefen dramatisch. Aronian verpasste in der zweiten Schnellschachpartie eine Gewinnmöglichkeit, verlor stattdessen die Partie und schied damit aus. 

Im zweiten Match des Tiebreak-Tages schenkten sich Maxime Yu Yangyi und Nikita Vitiugov nichts. Erst in einer fahrigen Armageddon-Partie fiel die Entscheidung zugunsten des Chinesen, der mit Weiß eigentlich schon jenseits von Gut und Böse stand, dann aber doch noch gewann. Nach vielen Spieltagen und sechs anstrengenden Tiebreak-Partien waren die Spieler müde.

Halbfinale, erste Partie

 

Im Halbfinale spielen nun Maxime Vachier-Lagrave gegen Teimour Radjabov und Ding Liren gegen Yu Yangyi. Heute wurde die erste von zwei langen Partien gespielt

In beiden Partien konnten die beiden Weißspieler, Vachier-Lagrave und Ding, aus ihrem Anzugsvorteil jedoch nichts herausholen.

Yu Yangyi bei der Arbeit

Ding wählte mit Weiß die Englische Eröffnung. Nach frühem Damentausch stand Schwarz sehr bequem.

 

Schwarz spielte 16...Sc4 und Se3. Weiß musste um Ausgleich kämpfen.

Trainer Xu Jun

Auch im zweiten Halbfinale war es eher Schwarz, Teimour Radjabov, der den Vorteil auf seiner Seite hatte.

Teimour Radjabov marschiert

 

Die Schlussstellung. Schwarz könnte mit 31...f5 auch noch ohne großes Risiko weiterspielen, gab sich aber dem Remis zufrieden.

Eteri Kublashvili sorgt für Farbe

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Themen: World Cup 2019

André Schulz, seit 1991 bei ChessBase, ist seit 1997 der Redakteur der deutschsprachigen ChessBase Schachnachrichten-Seite.
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Pemoe6 Pemoe6 30.09.2019 10:28
Dann machen sie eben ihre dreimalige Stellungswiederholung.
Don Claudio Don Claudio 27.09.2019 01:18
Der World Cup zeigt wieder einmal, dass die 30 Züge-Regel Blödsinn ist. Es werden einfach 31 Züge einer bekannten Variante gespielt und dann Remis vereinbart. Das eigrntliche klassische Turnier wird im Blitzschach entschieden, milde gesagt, ist das wenig sinnvoll. Die Partien sollten bis zum absoluten Ende gespielt werden, bzw. bis eine tatsächlich theoretische Remisstellung erreicht ist. Falls nämlich einmal über 60 Züge gespielt wurden, sah man nicht selten, dass auch SuperGM's Fehler machen.
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