Württemberg mit Hattrick

von Thomas Marschner
24.06.2019 – Die Mannschaftsmeisterschaften der Landesverbände für Frauen haben eine lange Tradition. Sie werden seit 1979 ausgetragen und fanden meist in Braunfels statt. In diesem Jahr konnte das Team aus Württemberg zum dritten Mal in Folge den Titel gewinnen. Thomas Marschner berichtet. | Fotos: Thomas Marschner

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DFMM in Braunfels: Württemberg schafft Hattrick

Württemberg hat bei der deutschen Frauen-Mannschaftsmeisterschaft der Landesverbände in Braunfels den Hattrick geschafft und zum dritten Mal in Folge überlegen das Turnier gewonnen. Mit 5 Siegen aus 5 Runden verwies man die Mannschaft Bayerns auf Platz 2, die man im direkten Vergleich mit 5-3 schlug. Dritter wurde etwas überraschend die Mannschaft aus Schleswig Holstein vor unter anderem den deutlich höher eingeschätzten Mannschaften aus Sachsen, Baden und Hessen.

Eingang zum Spielsaal, dem Braunfelser „Haus des Gastes“

15 Mannschaften und 135 Frauen und Mädchen trafen sich zur diesjährigen Auflage der DFMM in Braunfels, dieses Jahr wurden außerdem erstmals alle Partien des Turniers live ins Internet übertragen. Dies führte zu einiger Arbeit für die Organisatoren, die am Samstagnachmittag den Spielsaal für das ebenfalls traditionelle Abendbüffet vorbereiten mussten und dann bis Sonntagmorgen wieder alle Bretter für die letzte Runde verkabeln mussten.

 

Nach dem Abendbüffet gab es auch wieder ein Blitzturnier für alle, es gewann Michelle Frank (Hessen) vor Marharyta Khrapko (Bayern) und Turnierleiter Wolfgang Fiedler und weiteren 33 Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

Niedersachsen-Württemberg 2, rechts Topscorerin Franziska Fröhlich in ihrer Partie gegen Marine Zschischang

Die Württemberger Damen schafften es zwar nur mit einem Rumpfteam auf das Mannschaftsfoto, das traditionell zwischen den Runden 2 und 3 aufgenommen wird, dafür war die Mannschaft aber am Brett hellwach. Diesmal fehlte zwar eine absolute Spitzenspielerin, aber die Mannschaft war von vorne bis hinten sehr ausgeglichen besetzt. Während der Sieg gegen Bayern recht knapp ausfiel, wurden die anderen Begegnungen alle ganz klar gewonnen, 30 Brettpunkte in 5 Runden sprechen eine deutliche Sprache. Nach dem Sieg gegen Bayern in Runde 3 gab es noch Siege gegen Rekordsieger Nordrhein-Westfalen mit 6,5-1,5 und gegen Sachsen mit 6-2. Topscorerin Württembergs war zum wiederholten Mal Simona Gheng aus Deizisau, die wie im Vorjahr alle 5 Partien gewinnen konnte. 5 Siege schaffte außerdem noch Alva Glinzner aus Schleswig Holstein an Brett 2 und trug damit entscheidend zur überraschenden Bronzemedaille für die Norddeutschen bei.

Angelika Valkova (Württemberg)

Gut verkaufte sich auch die junge 2. Mannschaft Württembergs, mit 5-5 Punkten wurde man Zehnter. Ein tolles Ergebnis erreichte Franziska Fröhlich mit 4/5 an Brett 1, erst in der letzten Runde verlor sie ihre erste und einzige Partie.

Toppartie Württemberg-Baden: WFM Zhuolong Li - WGM Jessica Schmidt

Einen Ehrenteller des DSB gab es für Sebastian Swoboda vom Ausrichter Braunfels, wo das Turnier ja schon seit vielen Jahren stattfindet, und wo es auch die kommenden Jahre weiterhin ausgetragen wird.

Schloss Braunfels

Endstand:

Mannschafts-Rangliste: Stand nach der 5. Runde 
Rang MNr Mannschaft TWZ At S R V Man.Pkt. Buchh Brt.Pkt
1. 1. Wuerttemberg 1 2036   5 0 0 10 - 0 31.0 30.0
2. 3. Bayern 1 1975   4 0 1 8 - 2 30.0 27.0
3. 7. Schleswig-Holstei 1837   3 1 1 7 - 3 25.0 24.0
4. 5. Sachsen 1913   3 0 2 6 - 4 30.0 22.5
5. 8. Thüringen 1852   3 0 2 6 - 4 27.0 21.0
6. 6. Baden 2000   3 0 2 6 - 4 26.0 22.0
7. 2. Hessen 1 1952   3 0 2 6 - 4 22.0 22.5
8. 4. Nordrhein-Westfal 1919   2 1 2 5 - 5 32.0 20.5
9. 9. Niedersachsen/Bre 1730   2 1 2 5 - 5 21.0 20.5
10. 12. Württemberg 2 1598   2 1 2 5 - 5 21.0 19.0
11. 10. Hamburg 1714   2 0 3 4 - 6 25.0 18.0
12. 15. SG Saarland_SH 1581   2 0 3 4 - 6 23.0 18.0
13. 11. Bayern 2 1651   2 0 3 4 - 6 18.0 21.0
14. 14. Hessen 2 1586   1 0 4 2 - 8 25.0 16.5
15. 13. Rheinland-Pfalz 1669   1 0 4 2 - 8 20.0 17.5

Partien:

 

 

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Bildunterschriften:


1060: Siegerpokale
1061: 
1068: 
1067: 




Dr. Thomas Marschner, Jahrgang 1967, ist Physiker und arbeitet in der Technologieentwicklung für die Herstellung von Solarmodulen. Er spielt seit fast 40 Jahren Schach, hat eine Elo von 2000 und spielt für seinen Heimatverein aus Eppstein im Taunus in der hessischen Verbandsliga. Er lebt in Schwäbisch Hall und berichtet bevorzugt aus der Schachbundesliga und der Frauenbundesliga. Außer Schach spielt er ebenfalls auf Verbandsebene Tennis, fotografiert gerne und betreibt unter www.thomas-marschner.de seine eigene Webseite.
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