Xu Xiangyu gewinnt den Rilton Cup

von Stefan Liebig
06.01.2026 – Mit einem Punkt Vorsprung gewann der an Nummer drei gesetzte Chinese Xu Xiangyu den über den Jahreswechsel in Stockholm ausgetragenen Rilton Cup. Insgesamt 19 Großmeister kämpften um den Titel des Traditionsturniers. Doch an Xu führte kein Weg vorbei: Lediglich gegen den Topgesetzten Anton Demchenko in Runde 5 und gegen Mahadevan Siva in der letzten Runde gab er einen halben Punkt ab. Und genau diese beiden Spieler verwies er auch auf die Plätze 2 und 3. Der österreichische U16-Spieler Lukas Dotzer wurde Sechster. | Foto: Turnierseite Rilton Cup, Abdel Rahman Sadeh

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Xu Xiangyu dominiert den Rilton Cup

Im Zentrum des über die Jahreswende in Stockholm ausgetragenen Schachfestivals stand das Traditionsturnier Rilton Cup, das zum 53. ausgetragen wurde. Teilnehmen durften Spieler ab einem Rating von 2200 sowie Spielerinnen ab 2100 und Jugendspieler. Sie spielten neun klassische Schachpartien im Modus 90 Minuten für 40 Züge + 30 Minuten für den Rest + 30 Sekunden pro Zug ab dem ersten Zug im Schweizer System. In die lange Liste der Turniersieger trugen sich so Spieler wie Jan Timman (1972 und 1973), Ilja Smirin (1989), Lars Bo Hansen (1994) und Radoslaw Wojtaszek (2008 und 2009) ein. Im vergangenen Jahr siegte der dieses Mal nicht teilnehmende Amin Bassem.

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Von den drei Favoriten mit einer Elo über 2600 überzeugten zwei: Xi Xiangyu (China/2601) gab lediglich zwei halbe Punkte ab und distanzierte Anton Demchenko (Slowenien/2631) um einen ganzen Punkt. Beide Spieler blieben ungeschlagen und trennten sich in Runde 5 unentschieden. Nicht so glatt verlief es für das dritte Elo-Schwergewicht Jon Ludvig Hammer. Der Norweger, mit Startranglistenplatz 2 und einer Elo von 2606 ins Turnier gegangen, landete am Ende auf dem für ihn enttäuschenden Platz 29 mit 5,5 Punkten. Er verlor in Runde 6 gegen den Dritten im Endklassement, IM Mahadevan Siva (Indien/2427), und in Runde 8 gegen den französischen IM Rajat Makkar (2396), der am Ende 17. wurde.

Eine starke Leistung lieferte das österreichische Nachwuchstalent Lukas Dotzer (2478) ab: Der U16-Spieler belegte am Ende als geteilter Fünfter den 6. Platz, lag damit nur einen halben Punkt hinter den Plätzen zwei bis vier und blieb dabei – abgesehen von der Niederlage gegen Demchenko – ungeschlagen. Mit dem Remis in der Schlussrunde gegen den Polen Krzystof Raczek (2489) sicherte er sich Rang 6 und 13 Elopunkte. In der Runde zuvor schlug er den Tschechen Bayarjavkhlan Delgerdalai (2376):

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Endstand nach 9 Runden:

Rg. Name Pkt.  Wtg1 
1 XU, Xiangyu 8 48,5
2 DEMCHENKO, Anton 7 50
3 SIVA, Mahadevan 7 45,5
4 DAI, Changren 7 44
5 XIE, Kaifan 6,5 46,5
6 DOTZER, Lukas 6,5 46
7 LI, Di 6,5 45,5
8 MESHKOVS, Nikita 6,5 45
9 SENGUPTA, Deep 6,5 45
10 RACZEK, Krzysztof 6,5 44
11 HEBERLA, Bartlomiej 6,5 42
12 RIEHLE, Marco 6,5 41,5
13 SARDANA, Rishi 6,5 40
14 ZHALMAKHANOV, Ramazan 6 49
15 BAUER, Christian 6 43,5
16 CIESLAK, Patryk 6 42
17 MAKKAR, Rajat 6 42
18 JAIN, Kashish Manoj 6 40,5
19 DIXIT, Nikhil 6 40
20 SEEMANN, Jakub 6 40

168 Teilnehmer

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Stefan Liebig, geboren 1974, ist Journalist und Mitinhaber einer Marketingagentur. Er lebt heute in Barterode bei Göttingen. Im Alter von fünf Jahren machten ihn seltsame Figuren im Regal der Nachbarn neugierig. Seitdem hat ihn das Schachspiel fest in seinen Bann gezogen. Höhenflüge in die NRW-Jugendliga mit seinem Heimatverein SV Bad Laasphe und einige Einsätze in der Zweitligamannschaft von Tempo Göttingen waren Highlights für den ehemaligen Jugendsüdwestfalenmeister.
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