27.06.2019 – Auf Twitter haben sich Giri und Carlsen schon so manchen Schlagabtausch geliefert und das verleiht ihren Partien einen besonderen Reiz. Doch in Runde 1 des Grand Chess Turniers in Zagreb hatte Giri nur wenig zu melden: er verlor mit Weiß nach nur 23 Zügen. Dieser Sieg von Carlsen war eine von vier Entscheidungen: Caruana überrannte Nakamura im Angriff, So schlug Ding Liren positionell und Nepomniachtchi gewann mit Schwarz gegen Anand. Karjakin und Mamedyarov trennten sich Remis, genau wie Vachier-Lagrave und Aronian. | Photo: Lennart Ootes / Grand Chess Tour
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GCT Zagreb, Runde 1
Magnus Carlsen ist klarer Favorit beim Turnier der Grand Chess Tour in Zagreb. Carlsen hat 2019 bereits sieben Turniere gewonnen, war vor Beginn des Turniers in 68 Partien in Folge ungeschlagen und ist mit einer aktuellen Elo-Zahl von 2875 die klare Nummer eins der Welt - Fabiano Caruana liegt mit einer Zahl von 2819 56 Punkte dahinter mit deutlichem Rückstand auf Platz zwei.
Und gleich in der ersten Runde des Turniers zeigte Carlsen, wie motiviert er ist. Er gewann mit Schwarz in nur 23 Zügen gegen Anish Giri, ein Sieg, der umso erstaunlicher ist, wenn man bedenkt, dass Giri als einer der sichersten und solidesten Spieler der Welt gilt.
A. Giri 0-1 M. Carlsen
In der Partie gegen Carlsen verzichtete Giri allerdings auf allzu viel Sicherheit. Er eröffnete mit 1.e4 und ließ sich auf Carlsens Sizilianer ein. Im siebten Zug wich Carlsen mit 7....d6 von den Hauptvarianten ab und kam mit der danach entstehenden komplizierten Stellung deutlich besser zurecht. Giri fand kein Konzept und geriet nach einem ungenauen Zug schnell in einen Mattangriff, den er nicht parieren konnte.
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1.e4c52.Nf3Nc63.Bb5e64.Bxc6bxc65.d3Ne76.h4h57.e5d6!?
Ein ungewöhnlicher Zug, den Carlsen nach der Partie als "Bluff" bezeichnete.
Als Hauptvariante gilt 7...f6. Aber wie Kasparov, der in Zagreb zu Gast war,
nach der Partie erklärte, führt 7...d6 zu einem Ungleichgewicht in der
Stellung und würde Carlsen erlauben, sein tiefes Schachverständnis zu
demonstrieren.8.exd6Ng69.Nfd2Bxd610.Nc4Be711.Nc3Ba612.Qf3Bxc413.Qxc6+Kf814.dxc4Nxh4Tatsächlich hat sich eine ungewöhnliche
Stellung ergeben. Der schwarze König kann nicht mehr rochieren, aber der
weiße König steht sehr viel unsicherer.15.0-0Nf516.Ne2?Diesen Zug
kritisierten Carlsen und Kasparov nach der Partie beide als schwach und zu
ungenau. Carlsen meinte, Weiß sollte zunächst einmal daran denken, seine
Entwicklung abzuschließen.Die Engines sehen das ähnlich und empfehlen16.Bf4oder16.Be3mit komplizierter Stellung mit ungefähr gleichen
Chancen.16...Rc817.Qa4Rc718.Bf4Rd719.c3g5!Schwarz nutzt das
verhaltene Spiel des Weißen energisch aus. Hier meinte Carlsen nach der
Partie, dass Schwarz bereits deutlich besser steht.20.Rad1Rxd121.Rxd1Qa8!Wie Giri nach der Partie zugab, hatte er diesen Zug übersehen. Schwarz
droht, mit seinem h-Bauern voranzugehen und die weiße Königsstellung
aufzureißen - und gegen diese Drohung ist Weiß erstaunlich hilflos.22.Bc7Giri hatte zu spät erkannt, dass Weiß nach22.Be5Qe4!23.Bxh8Nh4
in einen Mattangriff gerät. Nach24.f3Die beste Fortsetzung ist hier
laut Engines24.Nf4gxf425.Kf1Qxg2+26.Ke1Qg1+27.Kd2Qxf2+28.Kc1Qe3+29.Kc2Ng6und Schwarz steht auf Gewinn.Nach24.Kf1Qxg2+25.Ke1Nf3#kommt es zu einer seltenen Form des erstickten Matts.24...Qxe2
erwischt es Weiß wieder auf g2.22...h423.f3h3Und hier gab Giri
frustriert auf. Materiell befindet sich die Stellung noch im Gleichgewicht,
aber der schwarze Angriff ist zu stark - Weiß kann g2 und f3 nicht mehr
verteidigen.0–1
Eine vernichtende Niederlage für Giri, der im Interview nach der Partie selbstironisch und selbstkritisch meinte: "Carlsen ist wie ein Spiegel. Er zeigt einem die eigene Dummheit."
Garry Kasparov war zu Gast in Zagreb und spielte 1.e4 für Anish Giri | Foto: Lennart Ootes / Grand Chess Tour
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Eine weitere prestigeträchtige Begegnung in der ersten Runde war die Partie zwischen Fabiano Caruana und Hikaru Nakamura, die Caruana mit guter Vorbereitung und originellem Angriffsspiel gewann. In einer scharfen und theoretisch gut erforschten Variante des Damengambits brachte Caruana mit 19.Df5!? eine Neuerung, auf die Nakamura nicht die richtige Antwort fand und bald einem vernichtenden Angriff zum Opfer fiel.
Eine kurze Analyse nach der Partie: Fabiano Caruana und Hikaru Nakamura | Foto: Lennart Ootes / Grand Chess Tour
W. So 1-0 Ding Liren
Wesley So gewann nicht im Angriff, sondern mit positionellem Spiel. Er verzichtete kurz nach Abschluss der Eröffnungsphase auf ein schnelles Remis durch Zugwiederholung und vertraute auf die Kraft des Läuferpaars. Ding Liren gerät zunehmend unter Druck, den er mit einem dubiosen Opfer abschütteln wollte. Doch So ließ sich nicht irritieren, parierte alle Drohungen des Schwarzen, um anschließend seinen materiellen Vorteil in einen ganzen Punkt zu verwandeln.
Wesley So | Foto: Lennart Ootes / Grand Chess Tour
V. Anand 0-1 I. Nepomniachtchi
Einen schwarzen Tag erwischte auch Vishy Anand. Er geriet mit Weiß in einem Italiener nach der Eröffnung schnell auf Abwege und musste wenig später in einem damenlosen Mittelspiel eine trostlose Stellung verwalten. Ohne Erfolg: mit energischem Spiel gewann Nepomniachtchi schnell und souverän.
Maxime Vachier-Lagrave und Levon Aronian diskutierten einmal mehr die Vor- und Nachteile der Berliner Verteidigung. Die Partie endete nach 50 Zügen ohne größere Aufregung mit Remis.
Mehr Aufregung und ein kleines taktisches Feuerwerk gab es dafür beim Remis zwischen Shakhriyar Mamedyarov und Sergey Karjakin. Aber vermutlich war all das inszeniert, denn Mamedyarov und Karjakin kennen sich gut und haben schon zusammen gearbeitet und wahrscheinlich stand das hübsche Remis, zu dem es in der Partie kam, schon lange vorher fest.
Johannes FischerJohannes Fischer, Jahrgang 1963, ist FIDE-Meister und hat in Frankfurt am Main Literaturwissenschaft studiert. Er lebt und arbeitet in Nürnberg als Übersetzer, Redakteur und Autor. Er schreibt regelmäßig für KARL und veröffentlicht auf seinem eigenen Blog Schöner Schein "Notizen über Film, Literatur und Schach".
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