Zeit zum Denken

14.12.2012 – Schach, Go, Dame, Bridge und Chinesisches Schach - das sind die Disziplinen bei den SportAccord World Mind Games, die vom 12. bis 19. Dezember in Peking stattfinden. Spitzenspieler und Spitzenspielerinnen aus diesen Denksportdisziplinen sind nach Peking gekommen und machen die World Mind Games zu einer einzigartigen Veranstaltung. Auch beim Schach gibt es ein Weltklasseturnier. In zwei Gruppen (Männer und Frauen) treten jeweils 16 Topspieler bzw. Topspielerinnen im Schnell-, Blitz- und Blindschach gegeneinander an. Bei den Herren starten unter anderem Spieler wie Levon Aronian, Alexander Morozevich, Hikaru Nakamura, Alexander Grischuk oder Anish Giri, bei den Damen sind Spitzenspielerinnen wie Hou Yifan, Humpy Koneru, Zhao Xue, Alexandra Kosteniuk, Kateryna Lahno, Anna Muzychuk und Antoaneta Stefanova dabei. Einzige Teilnehmerin aus Deutschland ist Elisabeth Pähtz. In Begleitung ihrer Eltern reiste sie ein paar Tage vor Turnierbeginn ins Reich der Mitte, um den Jetlag zu überwinden und China kennenzulernen. Axel Eger berichtet.Turnierseite...Zum Bericht...

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Zwischen Vogelnest und Viertel der Gelehrsamkeit
Elisabeth Pähtz startet bei den Sport Accord Games in Peking
Text: Axel Eger, Fotos: Thomas Pähtz

Zum dritten Mal vertritt Elisabeth Pähtz die deutschen Farben bei den World Mind Games in China. 2008 fand im Nachgang der Olympischen Sommerspiele von Peking erstmals ein solches Treffen der Weltelite der Denksportler statt.

Neben den Schachturnieren gibt es Wettbewerbe im Go, Dame, Bridge und Chinesischen Schach. Aufgrund des unerwartet großen Interesses, die die damalige Premiere erfuhr, wurde die Meisterschaft im vergangenen Jahr unter dem Namen Sport Accord Games neu aufgelegt. Voraussichtlich wird sie auch 2013 und 2014 stattfinden.

Die Schachspieler müssen sich in drei Disziplinen beweisen: im Schnellschach (7 Runden), im Blitzen (15 Runden) und im Blindschach (7 Runden).

Sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen ist das Feld stark besetzt.

Auslosung der 1. Runde Männer:

Runde 1, 14.12.2012
Bd
SNo.
Name
Pts
Res.
Pts
Name
SNo.
1
1
GM Karjakin Sergey
0
0
GM Leko Peter
9
2
10
GM Morozevich Alexander
0
0
GM Aronian Levon
2
3
3
GM Grischuk Alexander
0
0
GM Giri Anish
11
4
12
GM Jobava Baadur
0
0
GM Kamsky Gata
4
5
5
GM Mamedyarov Shakhriyar
0
0
GM Fressinet Laurent
13
6
14
GM Bologan Viktor
0
0
GM Nakamura Hikaru
6
7
7
GM Radjabov Teimour
0
0
GM Wang Hao
15
8
16
GM Ding Liren
0
0
GM Ivanchuk Vassily
8

Auslosung der 1. Runde Frauen:

Runde 1, 14.12.2012
Bd
SNo.
Name
Pts
Res.
Pts
Name
SNo.
1
1
GM Koneru Humpy
0
0
GM Zhao Xue
9
2
10
IM Zatonskih Anna
0
0
GM Yifan Hou
2
3
3
GM Lahno Kateryna
0
0
GM Zhu Chen
11
4
12
IM Paehtz Elisabeth
0
0
GM Stefanova Antoaneta
4
5
5
GM Muzychuk Anna
0
0
GM Cmilyte Viktorija
13
6
14
GM Danielian Elina
0
0
GM Kosteniuk Alexandra
6
7
7
GM Cramling Pia
0
0
GM Socko Monika
15
8
16
IM Khotenashvili Bela
0
0
GM Harika Dronavalli
8

.


Antoaneta Stefanova (links) und Alexandra Kosteniuk (rechts)

Um den durch sieben Stunden Zeitunterschied zu Deutschland unvermeidlichen Jetlag bis zum Beginn des Turniers zu überwinden, reiste Elisabeth Pähtz bereits sechs Tage zuvor nach Peking. Dort bezog die Erfurterin, die im vergangenen Jahr Platz zwei im Blindschach belegt hatte, im Spielerhotel Continental Grand Hotel Quartier.

Das moderne Hotel liegt im ehemaligen Olympiaviertel in der Nähe des berühmten Stadions „Vogelnest“. Hier sind die Teilnehmer der Mind Games untergebracht und – im Falle von Elisabeth - auch die Betreuer: Mutter Anne und Vater Thomas komplettieren den Familienausflug ins Reich der Mitte, zu dem sich möglicherweise auch noch Thomas jr. hinzugesellen wird. Pähtzens Sohnemann lebt und forscht seit geraumer Zeit in China.

Die Tage bis zum ersten Zug am Schachbrett nutzte die Erfurterin zum ausgiebigen Kennenlernen von Land und Leuten. So sah der chinesische Countdown aus:

7. Dezember
Besuch im Viertel der Gelehrsamkeit (kann schließlich nie schaden) und Besichtigung des Lama- und Konfuziustempels.


Elisabeth Pähtz zwischen Säulen der Gelehrsamkeit im Konfuziustempel

Auf dem Weg zum Konfuziustempel haben die Deutschen chinesisches Schach spielende Männer entdeckt.


Spieler und Kiebitze

Nach einem abendlichen Besuch der Geisterstraße endete der Tag mit dem Genuss der ersten Original Pekingente.


In der Geisterstrasse

8. Dezember
Beim Besuch der verbotenen Stadt war es verboten kalt. Minus sieben Grad und ein eisiger Wind!


Bei manchen Schachturnieren muss man sich warm anziehen.


Die Verbotene Stadt

9. Dezember
Besuch des Himmelsaltars - hier treffen sich alltäglich Chinesen zum Singen, Tanzen und Spielen.





10. Dezember
Ausflug zum „Great Wall" – zur Chinesischen Mauer.



Der Ausflug entpuppte sich bald als Kaffeefahrt mit ein paar Schmankerln. Den Gästen wurde gezeigt, wie aus Jadesteinen Schmuck und Skulpturen entstehen. Anschließend gab es prompt jede Menge Kaufangebote. Dennoch war die Mauer ein wahrer Höhepunkt. Anderthalb Stunden reichten zwar nicht, um einen ganzen Abschnitt abzulaufen, doch der höchste Mauerpunkt wurde erklommen.



Von dort fuhren die drei zu den Ming-Gräbern. Die Erfurter besichtigten die sechste von 17 Grabstätten.



Später ging es in eine Seidenfabrik und zu einer Fußmassage. Die Seidenfabrik verließen sie um mehrere 100 Euro leichter. Eine finnische Studentin und Elisabeth feilschten und kauften schöne (sogar für Allergiker geeignete) Seidenbettwäsche.

11. Dezember


Besuch des Beihaiparkes mit...


...Großmeister Sergej Karjakin.


Beihaipark





Karjakin war mit seiner Freundin ebenfalls früher angereist und schon am 6. Dezember angekommen. Das Wiedersehen musste gefeiert werden. Gemeinsam ging es ins Nudel-Spezialitätenrestaurant. Für Pähtzens eine Wiederholungstat.


Essen auf chinesische Art: GM Sergej Karjakin

12. Dezember
Umzug ins Spielerlokal und Einkaufsbummel durch einen der größten „Fake-Märkte" in Peking. Handeln gehört hier zum guten Ton.

13. Dezember.
Besuch der Sommerresidenz des Kaisers mit Anna Muzychuk. Freilich wäre der wunderbare Garten im Frühjahr oder Sommer ein noch größeres Vergnügen gewesen.

Impressionen der Eröffungsfeier, die eine bunte Mischung aus Tanz, Theater und Magie bot




























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