Zentrale Bundesliga-Endrunde: Zwei Interviews

von André Schulz
12.10.2021 – Ab Donnerstag dürfen sich die Schachfreunde über die zentralen Endrunden der Bundesliga in Berlin freuen. Möglich wurde das Event durch die Organisatoren der SF Berlin und die finanzielle Unterstützung von UKA, Grenke und d-fine. In zwei Interviews erfährt man etwas über die Macher im Hintergrund.

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Ab Donnerstag wird im Hotel Maritim proarte in der Berliner Friedrichsstraße die zweite Hälfte der unterbrochenen Bundesliga-Saison 2019-2021 ausgetragen. Sieben Runden stehen an, die im Verlauf von vier Tagen durchgeführt werden, an drei Tagen mit Doppelrunden. Die OSG Baden-Baden und die SG Hockenheim liegen beide ohne Verlustpunkt an der Spitze der Tabelle und liefern sich einen Zweikampf um den Titel.

Die zentrale Durchführung von Bundesligarunden, am liebsten zum Ende der Saison, wertet die Bundesliga auf und macht aus den Wettkämpfen mit lokaler Bedeutung ein großes bundesweites Sportevent. Berlin mit einer lebendigen Schachszene und großer Schachhistorie ist der ideale Austragungsort dafür.

Auch im Spätsommer des Jahres 2021 ist die Corona-Pandemie noch nicht völlig überwunden und zu den Bundesligaendrunden sind nur 50 Zuschauer pro Tag zugelassen. Wer auf der sicheren Seite sein will, nimmt am besten an einem der Rahmenturniere teil, der Berliner Betriebsmeisterschaft und der Berliner Hochschulmeisterschaft.

Die Schachfreunde Berlin mit ihrem Vorsitzenden Jörg Schulz haben das Event schon mehrfach ausgerichtet und werden dabei unter anderem von Gernot Gauglitz und seiner Windenergiefirma UKA finanziell unterstützt.

Gernot Gauglitz war in seiner Jugend in der DDR ein sehr aktiver Schachspieler. In den 1980er Jahren war er mehrfacher Teilnehmer an den Finalturnieren um die DDR-Landesmeisterschaft. Außerdem nahm er an internationalen Turnieren, vor allem in Ungarn teil. Nach der Wende spielte Gernot Gauglitz, der den Titel Internationaler Meister trägt, für Dresden in der zweiten und ersten Bundesliga, auch noch in jüngerer Zeit. Seine letzte Bundesliga-Partie stammt aus der Saison 2018/19.

Seit 2011 fördern Gernot Gauglitz und seine Firma UKA mit vielen Projekten das Schach in Deutschland.

Die Berliner Schachfreunde veröffentlichten auf ihrer Turnierseite ein Interview mit dem schachbegeisterten Unternehmer, in dem er sein Engagement erklärt:

"In meiner Jugend war Schach mein Leben/Beruf und das Schachspielen hat verschiedene Eigenschaften ausgeprägt, welche mir bis heute helfen, gute unternehmerische Entscheidungen zu treffen. Hinzu kommt, dass ich einen Teil des Jahres in den USA verbringe und dort ist es üblich, dass ein erfolgreicher Unternehmer etwas der Gesellschaft zurückgibt und ich habe mich in dieser Hinsicht für Schach entschieden."

In einem weiteren Interview äußert sich Jörg Schulz zur Organisation der Endrunden in Berlin, jetzt schon im vierten Jahr, und zur Finanzierung des Events.

Turnierseite der BL-Endrunde...


André Schulz, seit 1991 bei ChessBase, ist seit 1997 der Redakteur der deutschsprachigen ChessBase Schachnachrichten-Seite.

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