Zu Ehren Vugar Gashimovs...

18.04.2014 – Am Sonntag beginnt in Shamkire das Vugar Gashimov-Gedenkturnier, mit einem top besetzten A-Turnier und einem nicht weniger stark besetzten B-Turnier. Neben internationalen Spitzenspielern wie Carlsen, Caruana, Nakamura und Karjakin treten die früheren Nationalmannschaftskollegen von Gashimov an. Heute besuchten die Spieler das Grab von Gashimov in Baku. Mehr...

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Zu Ehren Vugar Gashimovs…


Vom 20-30.April finden im aserbaidschanischen Shamkire zwei Superturniere zu Ehren des kürzlich und viel zu jung verstorbenen aserischen Nationalspielers Vugar Gashimov statt.

Vugar Gashimov war nicht nur einer der stärksten Schachspieler des Landes, er gehörte auch zu absoluten Weltspitze. Sein beste Platzierung in der Weltrangliste war der sechste Rang. Gashimov liebte taktisch verwickeltes Spiel, spielte gerne auf Angriff und galt im Besonderen als Spezialist der Benoni-Eröffnung. Außerhalb des Schachbrettes war er ein freundlicher und bescheidener junger Mann, der sich mit seinem offenen und ehrlichen Charakter viele Freunde gemacht hatte.

Bereits in den frühen Jahren seiner Schachkarriere hatte Gashimov immer wieder mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen, die er jedoch durch sein kämpferisches und optimistisches Wesen lange Zeit meisterte.

2008 gelang ihm schließlich der Durchbruch in die absolute Weltspitze. Nur ein Jahr später verhalf er durch einen spektakulären Schlussrundensieg bei den Mannschaftseuropameisterschaften in Novi Sad dem aserbaidschanischem Team zu Gold und sorgte damit für den bis dato größten Erfolg in der Schachgeschichte des Landes.

 

 

 

 

Gashimovs gesundheitliche Probleme, ursprünglich als Epilepsie fehldiagnistiziert, waren von einem Gehirntumor verursacht. Nach einer Operation in Deutschland schien der Großmeister auf dem Weg der Besserung, doch kurz nach seinem letzten Turnier in Wijk an Zee 2012 erlitt er einen Rückfall, von dem er sich nicht mehr erholte. Am 11. Januar 2014 starb Vugar Gashimov in einer Klinik in Deutschland.

Schon gestern trafen die Teilnehmer des Gashimov-Gedenkturniers in Baku ein.

Die Spieler waren im Excelsior-Hotel untergebracht

Die Altstadt von Baku

Das Theater

Das Museum

Der Qiz Qalasa (Jungfrauenturm)

Souvenirs


Vor dem Weiterflug nach Shamkire besuchten Teilnehmer und Organisatoren die Grabstätte von Vugar Gashimov und gedachten ihres früheren Kollegen und Freundes, mit dem viele der Teilnehmer spannende Partien gespielt haben. Auch die Grabstelle von Heydar Alliev, Staatsgründer und Vater des amtierenden Präsidenten. 

Ein eigener Schachbus-Shuttle

Die Besucher mit Carlsen Junior und Senior und Peter Heine Nielsen in der Mitte

Berühmte Persönlichkeiten

Gashimovs Grabstelle

Gedenkminute am Grab von Vugar Gashimov

 

Radjabov legt Blumen nieder

Auch am Grab von Heydar Aliev wurde ein Kranz niedergelegt

Neben absoluten Topspielern wie Weltmeister Magnus Carlsen, Hikaru Nakamura, Fabiano Caruana und Sergey Karjakin, werden auch im B-Turnier mit dem amtierenden Europameister Alexander Motylev und Etienne Bacrot Supergroßmeister am Start sein.

Sergey Karjakin, Galiya Kamalova

Zudem nimmt die aserische Nationalmannschaft um Teimour Radjabov, Shakhriyar Mamedjarov und Co. sowohl im A als auch im B-Turnier teil.

Mamedov, Radjabov, Safarli

Die Schachwelt darf auf viele spannende Partien hoffen. Viele werden dabei sicher an Vugar Gashimov denken, der in diesem Kreis so vermisst wird.

 

 

 

 


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Andifant Andifant 18.04.2014 11:32
Bobby Fischer hat für die Popularität des Schachs unendlich viel beigetragen.Er hätte sich ein Gedenkturnier trotz seiner kautzigen politischen Ansichten zum Ende seines Lebens ,tausendmal verdient.Amerika hatte Ihn nach dem Spassky Wettkampf in Jugoslawien ,um die ganze Welt gehetzt,sein ganzes Hab und Gut Zuhause in Amerika versteigert bzw.konfisziert und gestohlen.Sein ganzer Hass auf das amerikanische System mit dem bekannten dahinterstehenden Machtgefüge,ist dadurch erklärlich und auch zu verstehen.1972 ,im Kalten Krieg war es den Amis äußerst recht,daß er es mit den Russen aufnehmen konnte.Nun hat er ein verwahrlostes Grab in der Einöde Islands.Das hat er sich bei Gott nicht verdient.
Andifant Andifant 18.04.2014 11:07
Genau
Alpha Phoenicis Alpha Phoenicis 18.04.2014 10:33
Vugar Gashimov in allen Ehren, aber Bobby Fischer ist seit über sechs Jahren nicht mehr am Leben. Wann gibt es endlich irgendwo auf der Welt ein stark besetztes Fischer-Memorial?
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