Zum Pool aufwärts

06.04.2005 – Der Pool ist eines der wichtigsten Einrichtungen in den Hotels von Dubai. Gerne werden diese auf den Hoteldächern eingerichtet. Das macht Sinn, denn in der Höhe weht eher einmal ein kühles Lüftchen. Lebensmüde brauchen auch nicht vom Hoteldach springen. Ebenso effektiv ist ein Sonnenbad auf dem Dach. In der Spitzenpartie der zweiten Runde beim Dubai Open piesackte Rauf Mamedov Kiril Georgiev, der sich mit knapper Not ins Remis rettete. Andreas Albers schickt seinen Tagesbericht und hat für alle Deutschen eine gute Botschaft: Es gibt Winkel auf der Welt, da glaubt man noch an uns (Foto). Offizielle Seite mit Livepartien...Schach am Golf...

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4.-13. April 2005

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Die Spreu trennt sich vom Weizen
Von Andreas Albers 


Die Siegertrophäe

Ein leichter Wind liegt über der Stadt und macht die Hitze einigermaßen erträglich, aber auch so ist das einzige, was man in den Mittagsstunden tun kann, ein Sprung ins kühle Nass des Pools, über den hier jedes Hotel verfügt.


Der Hotelpool ist...


... wie der Blick zum Rand schon ahnen lässt...


...ziemlich weit oben.

Das Sonnenbaden danach sollte man allerdings auch mit Sonnenlichtschutzfaktor 25 kräftig dosieren. Zumal, wenn man am Nachmittag noch einigermaßen vernünftig Schach spielen will. Im letzten Jahr entschieden sich nach ein paar Runden eine Handvoll Großmeister, das Turnier nicht mehr mit voller Kraft zu spielen und sich statt dessen in die orientalische Welt Dubais und deren Nachtleben zu stürzen.

Man wird sehen, wer dieses Jahr die Motivation hat "voll durchzuziehen". Bis jetzt war schon der Start bei einigen etwas holprig. Gerade einmal 16 der 149 Teilnehmer können nach zwei Runden noch eine weiße Weste für sich beanspruchen.

Die Remisen an den ersten 8 Brettern sind aber nicht alle der aufkommenden Ferienstimmung zuzuschreiben. Der junge Azerbaidschaner Rauf Mamedov versuchte auf der Bühne am Spitzenbrett allerhand gegen Weltklasse-Mann Kiril Georgiev.

Dieser versank immer wieder in tiefes, von Kopfschütteln begleitetes Nachdenken und war am Ende heilfroh, ins Unentschieden zu entkommen.



Auch ansonsten wurde fleißig gekämpft, alleine das Feld ist wirklich sehr ausgeglichen.


Glaubt an Deutschland: Laith Kasib aus dem Irak


Ghaem Maghami, Irans Nr.1


GM Mohamad Al-Modiahki


Mikhail Kobalia

 

 

Morgen bekommt Viorel Iordachescu seine Chance, den Platz an der Sonne zum ersten Mal zu verteidigen. Mit Schwarz gegen Abjiht Kunte aus Indien wird dies aber erneut alles andere als leicht. Einen starken Eindruck macht wieder einmal die georgische Mannschaft. Vier der sechs Spieler haben beide Partien gewonnen.

Ebenfalls Anspruch auf den inoffiziellen Mannschaftstitel erheben die Chinesen, deren 13 Spieler(innen) erst eine einzige Partie verloren haben. Die Spitzengruppe bilden also vier Georgier, drei Chinesen, unter ihnen Bu Xiangzhi,


Bu Xiangzhi

...drei Ukrainer, sowie jeweils zwei Vertreter aus Moldawien und Armenien. Komplettiert von Gadir Guseinov (Azerbaidschan) und eben Abjiht Kuntew (Indien).

Für Verwunderung sorgte heute ein anderer. Vladimir Akopian ist doch in der Stadt und hat vermutlich den Urlaub hier vorgezogen, was man ihm nur schwer vorwerfen kann. Dass man Urlaub und Schach zumindest als Amateur bestens verbinden kann, zeigen zum einen die beiden Jungs von den Faroer-Inseln und auch ihr neuer Freund Benjamin Hoareau.


Benjamin Hoareau, Seychellen

Martin Poulsen schaute etwas verwundert drein, als er erfuhrt, dass es tatsächlich noch andere hübsche Ferieninseln außerhalb des Atlantiks geben sollte.


Poulsen vs Moradiabadi

Benjamin kommt von den Seychellen und schlug sofort einen Urlaubstauglichkeitstest der beiden Inselgruppen vor. Ich wüsste wohl schon, wem ich meine Stimme geben würde.


Andreas Albers aus Dubai

 

 



Themen: Dubai Open 2005
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