25.07.2026 – Die deutsche Meisterschaft wurde entschieden: Leonardo Costa ist deutscher Meister in der offenen Kategorie mit 6/9. Mit jeweils 5,5 Punkten folgen ihm Bennet Hagner (2. Platz) und Luis Engel (3. Platz) in der Tabelle. Deutsche Meisterin der Frauen wurde Jana Schneider mit 7/9. Ihr folgen Lara Schulze (2. Platz) und Sarah Papp (3.Platz) auf dem Podium. Leonardo Costa reichte ein Remis gegen Dmitrij Kollars für den ersten Platz. Jana Schneider setzte sich mit einem Sieg gegen Kateryna Dolzhykova durch. | Fotos: Finn Engesser
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Im Interview mit dem Deutschen Schachbund verriet Leonardo Costa, dass er ein Schachjahr vorhabe. Die Deutsche Meisterschaft zu beginnen scheint ein guter Start für ein solches Schachjahr zu sein.
Vor der letzten Runde war Leonardo Costa noch punktgleich mit Luis Engel, beide hatten einen halben Punkt Abstand auf Bennit Hagner auf Platz 3. Luis Engel verlor mit Weiß gegen Alexander Donchenko und Bennit Hagner spielte mit Schwarz Remis gegen Tobias Kügel. Damit reichte Costa das Remis gegen Dmitrij Kollars für den Turniersieg. Der Sieg mit Schwarz am Vortag gegen Bennet Hagner war für Leonardo Costa wichtig, dadurch reichte am letzten Spieltag das Remis.
Leonardo Costa vs. Dmitrij Kollars | Foto: Finn Engesser
Leonardo Costa 0,5 - 0,5 Dmitrij Kollars
Luis Engel berichtete, dass er sich am Ende seines Schachjahres befinden würde. Dieses krönt er sich nun mit dem 3. Platz. Der Hamburger Großmeister verlor nur zwei Partien, eine gegen Leonardo Costa (2. Runde) und eine gegen Alexander Donchenko (letzte Runde). Mit 5,5 Punkten aus 9 Partien kann er stolz auf sein Ergebnis sein.
Wer im Laufe des Turnieres besonders mit seiner Performance überraschte, war Bennet Hagner, der das Turnier auch mit 5,5 Punkten aus 9 Partien beendete. Durch die bessere Feinwertung erreicht er den zweiten Platz und wurde so aus dem Stand Vizemeister. Bennet Hagner hatte sich durch seine Platzierung beim Kandidatenturnier des Vorjahres für die diesjährige Meisterklasse qualifiziert. Matthias Blübaum erzählte im Livestream im Gespräch mit Kommentatorin Katharina Reinecke, dass er sich von den Ergebnissen von Leonardo Costa und Luis Engel nicht überraschen lassen hat, aber dass niemand mit der Leistung von Bennet Hagner rechnen konnte! Vor der letzten Runde fehlte ihm noch ein halber Punkt für eine GM-Norm. Diesen erreichte er in der Partie gegen Tobias Kügel in Runde 9. Zum deutschen Meister reichte es in diesem Jahr für den Internationalen Meister noch nicht, aber die Zukunft wird ihm noch viele Türen offenhalten.
Leonardo Costa - Deutscher Meister 2026 - über seine Partie!
Partieanalyse mit Leonardo Costa | Video: Deutscher Schachbund
Nach seiner bitteren Niederlage am Vortag gegen Georg Braun beendete Alexander Donchenko das Turnier mit einem Sieg gegen Luis Engel. Alexander Donchenko war auch der einzige Spieler, der Leonardo Costa einen ganzen Punkt gekostet hatte.
Rasmus Svane überraschte in der letzten Runde mit einem Sizilianer. Der Kampf um den einzigen Sieg in diesem Turnier lag für ihn in der Luft. In der Partie gegen Georg Braun in Runde 9 sollte es dann auch so kommen. Nach 8 Remis gewann Rasmus Svane eine Partie.
Georg Braun 0 - 1 Rasmus Svane
Während Jana Schneider in der Meisterklasse der Frauen ungeschlagen Erste (mit 7/9) wurde, wurde Rasmus Svane ungeschlagen 6. (mit 5/9). Außer Svane und Schneider mussten alle weiteren in der offenen Meisterklasse und in der Meisterklasse der Frauen mindestens eine Niederlage erleiden.
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Die drei Spieler mit einer Elo über 2600 (Donchenko, Kollars, Svane) erreichten jeweils 5 Punkte und sicherten sich so die Plätze 4 bis 6. Die drei jüngeren Spieler, die nach 2000 geboren wurden, überholten sie und erreichten Platz 1, Platz 2 und Platz 3; die restlichen Spieler reihten sich hinter Donchenko, Kollars und Svane ein. Niclas Huschenbeth (7. Platz) und Dennis Wagner (8. Platz) konnten jeweils vier Punkte auf ihr Punktekonto verbuchen. Tobias Kügel erreichte den 9. Platz mit 3 Punkten und Georg Braun nimmt den 10. Platz mit 2 Punkten ein.
Tobias Kügel zeigte im Verlaufe des Turniers, dass auch er nicht unterschätzt werden sollte. Er erreichte 6 Remis und verlor nur drei Partien. Er hielt Remis gegen den neuen deutschen Meister Leonardo Costa, und auch Rasmus Svane und Niclas Huschenbeth bissen sich die Zähne an ihm aus als sie eigentlich gegen den Internationalen Meister gewinnen wollten.
Georg Braun kann besonders stolz auf seinen Sieg gegen Alexander Donchenko in Runde 8 sein. Außerdem spielte er Remis gegen Dmitrij Kollars und Tobias Kügel.
Rasmus Svane über seine Partie
Rasmus Svane mit Katharina Reinecke und Matthias Blübaum | Video: Deutscher Schachbund
Rasmus Svane besprach seine Partie erst mit Katharina Reinecke als Teil des SchachdeutschlandTV-Livestreams, nach dem Turnier besprach er die Partie auch noch auf seinem eigenen YouTube-Account.
Jana Schneider wird ungeschlagen Deutsche Meisterin
Jana Schneider war die einzige Spielerin in der Meisterklasse der Frauen, die keine Partie verlor. Vor diesem Hintergrund wird klar, weshalb gerade sie die Meisterklasse der Frauen gewann. 5 Siege, 4 Remis, insgesamt erreichte sie 7 Punkte aus 9 Partien. Damit hatte sie einen halben Punkt mehr als Leonardo Costa als Sieger in der offenen Meisterklasse. Aber auch ihr war die Konkurrenz dicht auf den Fersen. Lara Schulze wird als Vizemeisterin mit 6,5 aus 9 gekrönt. Platz 3 geht an Sarah Papp mit 6 Punkten. Sie und Elo-Favoritin Dinara Wagner beendeten das Turnier punktgleich, doch Sarah Papp hatte die bessere Feinwertung vorzuweisen.
In diesem Videokurs dreht sich alles um das Thema Entwicklungsvorsprun: Wie entsteht ein Entwicklungsvorsprung und wie kann man ihn verwerten? Wie kann man den gegnerischen Entwicklungsvorsprung neutralisieren?
Ein Kuriosum der letzten Runde: In allen fünf Partien des Frauenturniers gewannen die Spielerinnen mit den weißen Figuren. Vor der letzten Runde hatten Jana Schneider und Dinara Wagner gemeinsam die Tabelle angeführt. Ihre direkten Verfolgerinnen waren Lara Schulze und Kateryna Dolzhykova. In der letzten Runde wurde dann die Meisterschaft unter diesen vier Spielerinnen entschieden. Lara Schulze besiegte Dinara Wagner und eröffnete so die Möglichkeit für Jana Schneider durch einen Sieg gegen Kateryna Dolzhykova alleinige Tabellenführerin zu werden. Das Duell zwischen diesen beiden Spielerinnen dauerte am längsten an, die Partien in der offenen Meisterklasse waren zu diesem Zeitpunkt schon entschieden. Am Ende konnte Jana Schneider die Partie für sich entscheiden.
Schneider gegen Dolzhykova – die letzte Partie entscheidet | Foto: Finn Engesser
Nur bei Lisa Sickmann und Charis Peglau wurde der direkte Vergleich relevant. Bei allen anderen Fällen von gleicher Punktzahl in der offenen Meisterklasse und in der Meisterklasse der Frauen entschied die Sonneborn-Berger-Wertung über die Platzierung, da die direkten Begegnungen in diesen Fällen in Remis endeten.
Alle Partien - Meisterklasse der Frauen
Schachgipfel
Am heutigen Samstag wurde die letzte Runde in den Meisterklassen und in den Kandidatenturnieren der deutschen Meisterschaft ausgetragen. Am Sonntag folgen die Deutschen Meisterschaften (Offenes Turnier und Frauenturnier) im Blitzschach. Turnierbeginn: 10 Uhr.
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Martina GerdtsMartina Gerdts studierte portugiesische und spanische Sprachwissenschaft und arbeitet heute als Sprachdozentin und schreibt über Schach und Sprachen. Einmal für ein Turnier in Paris mit Schach angefangen, ist sie heute als Spielerin aber auch durch ihr Engagement neben dem Brett und ihre schreibenden Aktivitäten im Schach aktiv.
25.07.2026 – Bennet Hagner, IM, Elo von 2451 Elopunkten, wurde in Runde 8 von Leonardo Costa besiegt, wodurch Hagner sich nun auf Platz 3 mit einem halben Punkt Abstand hinter Costa und Engel befindet und doch weiter mit um den Meistertitel spielt. In der Tabelle folgen ihm Kollars, Svane und Donchenko (je mit einer Elo >2600). Bei den Frauen führen Jana Schneider (2277) und Favoritin Dinara Wagner (2409) das Feld an. Schneider konnte durch einen Sieg gegen Charis Peglau aufholen. Wagner spielte Remis gegen Sarah Papp. Foto: Finn Engesser
20.07.2026 – Für die größte Überraschung in Runde 3 des Masters beim Schachgipfel in Dresden sorgte der 18-jährige Bennett Hagner: Er überspielte Alexander Donchenko, die Nummer 1 der Setzliste, und gewann verdient. Die spektakulärste Partie der Runde gelang jedoch Leonardo Costa (Bild): Er opferte erst eine Figur, dann eine Qualität und gewann am Ende mit Hilfe seiner starken Springer. Mit je 2,5 Punkten aus 3 Partien teilen sich Hagner und Costa auch die Tabellenführung. Im Frauenturnier hat die Favoritin Dinara Wagner mit ihrem zweiten Sieg in Folge die alleinige Tabellenführung übernommen. | Foto: Frank Binding / Deutscher Schachbund (Archiv)
Nach 1.d4 c5 2.d5 g6 3.c4 Lg7 ergibt für Schwarz eine interessante positionelle Möglichkeit, wenn Weiß hier mit dem natürlichen Zug 4.Sc3 fortsetzt. Schwarz kann nämlich mit4...Lxc3 Weiß einen hässlichen Defekt in seiner Bauernstruktur verschaffen. Dabei gibt Schwarz zwar seinen Fianchetto-Läufer auf, erhält aber auch eine Reihe von Vorteilen und einen klaren strategischen Plan. Oft wird nach dem Wiedernehmen auf c3 (5.bxc3) mit 5...f5 fortgesetzt, wodurch Schwarz das weiße Spiel im Zentrum mit e2-e4 unterbindet. Da der in die USA ausgewanderte starke georgische Großmeister Romandzindzichashvili gerne so spielte, wird diese Verteidigung Dzindzichashvili-Indisch, bzw. kurz: Dzindzi-Indisch genannt. Heute wenden auch starke Spieler wie Radoslaw Wojtaszek und Hikaru Nakamura sie gelegentlich an. Kenneth Nahnsen hat sich mit dieser interessanten Eröffnung intensiv auseinandergesetzt und stellt die wichtigsten Ideen und Varianten in sieben Video-Lektionen mit einer Gesamtlaufzeit von ca. 60 Minuten vor. Mit Dzindzi-Indisch können Sie ihren Gegner ohne große Vorbereitung von Anfang an in die Defensive drängen.
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Wenn du eine Alternative zu Slawisch oder dem Damengambit suchst, bietet dir die Tschigorin-Verteidigung genau das, was moderne Turnierspieler brauchen.
„Angreifen mit Dh5!!“ – Taktiktraining mit Oliver Reeh, „6…g5 – wer nicht wagt, der nicht …“ – Le Quang Liem kommentiert einen seiner Siege aus Biel, „Grischuks Geniestreich“ – Petra Papp zeigt eine Überraschung in der Kan-Variante u.v.m.!
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