... und täglich grüßt das Murmeltier: Wieder war Schluss für Elisabeth Pähtz gegen Bibisara Assaubayeva. Dieses Mal im Halbfinale. Wieder lautete das Finale Assaubayeva gegen Muzychuk.

Fiona Steil-Antoni assistiert dem jungen Talent bei der Ausführung des Eröffnungszuges bei der Partie zwischen Mariya Muzychuk (l.) und Bibisara Assaubayeva. | Foto: WR Chess
Der Unterschied jedoch: Im Rapidfinale am Dienstag gewann Assaubayeva gegen Mariya Muzychuk. Im Blitzfinale spielte sie gegen deren Schwester Anna – doch dazu später mehr.
Assaubayeva spielte am Mittwoch aber zum Auftakt bereits wieder gegen ihre Finalgegnerin vom Dienstag. Sie gewann erneut gegen Mariya Muzychuk. Am Ende hieß es 2:2 und die Armageddon-Partie musste entscheiden. Assaubayeva gewann mit Weiß und sollte im Halbfinale auf die Siegerin der Begegnung Pähtz gegen Humpy Koneru treffen. Pähtz setzte die Inderin konsequent durch ihr sehr schnelles Spiel unter Druck und zog verdient mit 3:1 ins Halbfinale ein.

Elisabeth Pähtz (l.) schied im Blitzen extrem unglücklich gegen Bisara Assaubayeva aus. Gegen die Kasachin war auch tags zuvor im Rapidturnier Endstation. | Screenshot Live-Übertragung
Auch gegen Assaubayeva spielte die Deutsche beeindruckend schnell und gut. Sie hatte die schnelle Entscheidung nach drei Partien in der Hand. Doch dann passierte dies:
Die vierte Partie war aus Pähtz´ Sicht nicht leicht, doch sie verteidigte sich gut mit Schwarz und die Partie endete Remis. Wie tags zuvor musste eine Entscheidungspartie her: Im Armageddon (ohne Inkrement bis Zug 60) verlor Pähtz gegen Assaubayeva, die mit 4:04 Minuten die schwarzen Steine erhielt. Pähtz spielte mit 5 Minuten. Im Gegensatz zu den Partien zuvor, konnte Pähtz nicht auf ihren klaren Zeitvorteil pochen. Assaubayeva übernahm nach der Eröffnung die Kontrolle und gewann souverän, womit sie ins Finale gegen Anna Muzychuk einzog.
Muzychuk hatte der Georgierin Nino Batsiashvili beim 3:0 im Viertelfinale keine Chance gelassen. Sie brauchte auch im Halbfinale nur drei Partien gegen Eline Roebers, die sie mit 2,5:0,5 ausschaltete.
Doch im Finale ging es für die Ukrainerin mit einer Niederlage los. In Partie 2 schlug sie aber mit Weiß erfolgreich zurück und glich mit einer starken Leistung zum 1:1 aus. Es folgte eine von beiden Seiten stark gespielte Partie, die folgerichtig Remis endete.

Bibisara Assaubayeva erreichte beide Finals in St. Tropez. | Foto: WR Chess
Die Spannung stieg also weiter an: Muzychuk zeigte auch in Partie 4 eine sehr konzentrierte Leistung und machte deutlich, dass sie sich unbedingt für das Finalturnier in Stuttgart qualifizieren wollte. Sie übernahm schnell die Initiative und stand hier bereits gut:


Nach den Ergebnissen von Blitz und Rapid war klar, dass Assaubayeva den Platz für das Finalturnier der WR Women´s Tour 2026 in Stuttgart erreicht hat. Knapp war es aber zwischen den beiden Muzychuk-Schwestern: Während Mariya im Rapidfinale war und im Blitzen in Runde 1 ausschied, lief es bei Anna genau umgekehrt. Da Anna ihr Finale aber gewinnen konnte, war sie am Ende klare Zweite in der Kombiwertung aus Rapid und Blitz und wird somit in Stuttgart mit von der Partie sein.

Finalistinnen für Stuttgart
Partien:
Acht Spielerinnen spielen am Dienstag, dem 25. August, ab 14 Uhr im Rapidturnier nach K.-o.-System gegeneinander und am Mittwoch, dem 26. August, ab 14 Uhr im Blitzturnier. Beim Rapid werden je zwei Partien pro Paarung gespielt, beim Blitzen jeweils vier Partien. Bei Punktgleichheit folgt eine Armageddon-Partie.
Die WR Women’s Chess Tour 2026 ist eine neue internationale Turnierserie für Spitzenspielerinnen, die vier Stationen auf vier Kontinenten umfasst: Asien, Amerika, Afrika und Europa. Gespielt wird jeweils ein K.-o.-Turnier in Rapid und Blitz, wobei beide Disziplinen in die Qualifikation einfließen. Die beiden erfolgreichsten Spielerinnen jeder Station qualifizieren sich für das Grand Final, das am 22. und 23. November in Stuttgart ausgetragen wird. Dort kämpfen acht Spielerinnen im K.-o.-Modus um den Gesamtsieg und ein Preisgeld von 40.000 US-Dollar.
