Die WR Women’s Chess Tour 2026 ist eine neue internationale Turnierserie für Spitzenspielerinnen, die vier Stationen auf vier Kontinenten umfasst: Asien, Amerika, Afrika und Europa. Gespielt wird jeweils ein K.-o.-Turnier in Rapid und Blitz, wobei beide Disziplinen in die Qualifikation einfließen. Die beiden erfolgreichsten Spielerinnen jeder Station qualifizieren sich für das Grand Final, das am 22. und 23. November in Stuttgart ausgetragen wird. Dort kämpfen acht Spielerinnen im K.-o.-Modus um den Gesamtsieg und ein Preisgeld von 40.000 US-Dollar.
Aktuelle Finalistinnen für Stuttgart
Die beiden letzten Plätze werden also in St. Tropez vergeben.
Beste Chancen haben dabei die beiden Finalisten des Rapid-Turniers Bibisara Assaubayeva und Mariya Muzychuk. Die sich heute weitere Punkte in der Kombiwertung und somit einen der beiden Plätze für Stuttgart sichern können. Das Finale gewann Assaubayeva gegen Muzychuk mit 2:0. Zuvor brauchte sie sowohl im Halbfinale gegen Nino Batsiashvili als auch im Viertelfinale gegen Elisabeth Pähtz jeweils den Sieg in der Armageddon-Entscheidung.

Der neue DSB-Präsident Paul Meyer-Dunker eröffnet die Partie Bibisara Assaubayeva gegen Elisabeth Pähtz (1. Partie Viertelfinale). | Foto: WR Chess
Für die deutsche Nationalspielerin geht es in Südfrankreich sicher auch darum, Spielpraxis für die Olympiade in Samarkand zu sammeln. Gegen die Kasachin hielt Pähtz gut mit: Die beiden regulären Rapid-Partien endeten jeweils in Turmendspielen. Pähtz konnte in der ersten Partie Gegenchancen in schlechter Stellung erspielen. Doch letztlich gewann Assaubayeva das Doppelturmendspiel. In der nächsten Partie gewann Pähtz dann mit Schwarz, indem sie ihre vorteilhafte Stellung von einem Endspiel mit vier Türmen in ein gewonnenes Endspiel mit nur noch jeweils einem Turm abwickelte.

Im Armageddon verlor Pähtz gegen Assaubayeva. | Foto: WR Chess
Die anschließende Armageddon-Partie spielte Pähtz mit Weiß. Ihren Zeitvorteil von 10 gegenüber 7:45 Minuten konnte sie dabei nicht verwerten. Schnell stand Assaubayeva besser und nach einem Fehler im 18. Zug gab Pähtz drei Züge später bereits auf.
Die Gewinnerin zeigte in der folgenden Runde erneut Nervenstärke und schaltete auch Nino Batsiashvili ebenfalls mit den schwarzen Steinen im Armageddon aus. Das Finale gewann sie deutlich mit 2:0 gegen Mariya Muzychuk, die zuvor 1,5:0,5 gegen Eline Roebers und per Armageddon im Halbfinale gegen Humpy Koneru – sie hatte zuvor Mariyas Schwester Anna aus dem Rennen geworfen – gewonnen hatte.


Mariya Muzuychuk (r.) verlor das Finale gegen Bibisara Assaubayeva und wurde Zweite. Hier steht sie neben Nino Batsiashvili, Deimante Daulyte-Cornette und Humpy Koneru (v.l.n.r.). | Foto: WR Chess
Partien:
Spielplan Blitz (3+2) am 26. August:
Runde - Zeit
1.1 - 15:00
1.2 - 15:15
1.3 - 15:30
1.4 - 15:45
1.5 - 16:00
2.1 - 16:30
2.2 - 16:45
2.3 - 17:00
2.4 - 17:15
2.5 - 17:30
3.1 - 18:00
3.2 - 18:15
3.3 - 18:30
3.4 - 18:45
3.5 - 19:00
Acht Spielerinnen spielen am Dienstag, dem 25. August, ab 14 Uhr im Rapidturnier nach K.-o.-System gegeneinander und am Mittwoch, dem 26. August, ab 14 Uhr im Blitzturnier. Beim Rapid werden je zwei Partien pro Paarung gespielt, beim Blitzen jeweils vier Partien. Bei Punktgleichheit folgt eine Armageddon-Partie.
