Von Etan Ilfeld
Der niederländische FM Zyon Kollen holte sich am letzten Sonntag des Jahres 2025 in Groningen seinen ersten Weltmeistertitel im Unterwasser-Schach und triumphierte bei der Ausgabe 2025 des Events – dem bisher größten Wettbewerb in dieser Disziplin.
Der 30-Jährige ging mit einer perfekten Bilanz von 5:0 in die sechste und letzte Runde und brauchte nur ein Unentschieden, um sich den Titel zu sichern, was ihm auch schnell gelang. Der ehemalige niederländische Meister im Unterwasser-Schach sagte, er wolle im nächsten Jahr unbedingt zurückkehren, um seinen Weltmeistertitel zu verteidigen. Jurrian de Graaf wurde Zweiter, Michel Timmer belegte den dritten Platz.
Die Meisterschaften waren gut besucht und aufgrund der begrenzten Verfügbarkeit von speziell angefertigten Unterwasser-Schachspielen auf 40 Teilnehmer begrenzt. Alle Spieler traten in einem offenen Turnier an.
Ein separater Weltmeistertitel für Frauen wurde an die 17-jährige Josephine Damen als bestplatzierte weibliche Teilnehmerin vergeben. Das bunt gemischte Teilnehmerfeld unterstrich die breite Anziehungskraft des Sports, da drei Zehnjährige neben erfahrenen Veteranen antraten.

Foto: Oscar Bos / Etan Ilfeld

Foto: Oscar Bos / Etan Ilfeld
Tauchschach ist eine Hybridsportart, die das traditionelles Schach mit Unterwasser-Schwimmen kombiniert. Die Spieler tauchen wiederholt zu einem unter Wasser liegenden magnetischen Schachbrett, um ihre Züge zu machen, und halten dabei den Atem an, bevor sie wieder auftauchen. Das Ergebnis ist ein Hochdruckwettkampf, bei dem es um Strategie, Ausdauer und Nervenstärke geht und der in kaltem Wasser mit beschlagenen Schwimmbrillen gespielt wird.
Der Sport wurde vom amerikanischen Schachmeister Etan Ilfeld erfunden und verwendet beschwerte, magnetisierte Figuren, um das Brett unter Wasser intakt zu halten. Jeder Zug wird nicht nur durch Berechnung, sondern auch durch Atemkontrolle bestimmt – so wird jedes Spiel zu einem Kampf sowohl gegen den Gegner als auch gegen den Sauerstoff.
Von großen internationalen Medien wie BBC und Reuters vorgestellt: