Dortmund, Runde 3: Leinier Dominguez setzt sich an die Spitze

von Johannes Fischer
17.07.2019 – Leinier Dominguez scheint beim Sparkassen Chess Meeting in Dortmund gut in Form zu sein. In Runde 3 gewann er gegen Titelverteidiger Ian Nepomniachtchi mit einer hübschen, taktischen Kombination und liegt jetzt mit 2,5 aus 3 alleine in Führung. Für den zweiten Sieg der Runde sorgte Liviu-Dieter Nisipeanu, der mit Schwarz gegen Daniel Fridman gewann. Kaido Kulaots und Radoslaw Wojtaszek trennten sich Remis, genau wie Teimour Radjabov und Richard Rapport. | Fotos: Georgios Souleidis

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47. Dortmunder Sparkassen Chess-Meeting, Runde 3

Die Spitzenpaarung der 3. Runde war die Begegnung zwischen Leinier Dominguez und Ian Nepomniachtchi. 2018 gewann Nepomniachtchi das Turnier in Dortmund und mit einer Elo-Zahl von 2775 liegt er auch 2019 auf Platz 1 der Setzliste. Auf Platz 2 der Setzliste folgt Dominguez mit 2760 Punkten, auf Platz 3 liegt Teimour Radjabov mit 2759.

Aber dieses Jahr sucht Titelverteidiger Nepomniachtchi, der zuletzt eine Reihe starker Turniere gespielt hatte, in Dortmund noch nach seiner Form. In Runde 1 verlor er gegen Richard Rapport, in Runde 2 gewann er gegen Kaido Kulaots, aber in Runde 3 hatte er gegen Dominguez wieder das Nachsehen.

L. Dominguez 1-0 I. Nepomniachtchi

Dominguez gilt als ruhiger, solider Spieler, aber als Spitzengroßmeister beherrscht er natürlich auch komplizierte taktische Stellungen gut. Das zeigte er gegen Nepomniachtchi, gegen den er in einer zweischneidigen Variante der Caro-Kann Verteidigung mit Hilfe eines hübschen taktischen Tricks in nur 25. Zügen gewann.

 

Titelverteidiger Ian Nepomniachtchi | Foto: Georgios Souleidis

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D. Fridman 0-1 L.-D. Nisipeanu

Im Duell der beiden deutschen Teilnehmer war Daniel Fridman zu ehrgeizig. In einer ausgeglichenen Stellung schwächte er seine Vorstellung mit einem riskanten Bauernvorstoß im Zentrum zu sehr und wurde danach rasch ausgekontert.

 

K. Kulaots ½-½ R. Wojtaszek

Radoslaw Wojtaszek gilt als ausgezeichneter Theoretiker und auch gegen Kulaots, der mit zwei Niederlagen ins Turnier gestartet war, kam er gut aus der Eröffnung heraus und konnte sich mit Schwarz sogar einen kleinen Vorteil sichern. Aber am Ende reichte es trotzdem nur zu einem Remis.

 

Gut vorbereitet: Radoslaw Wojtaszek | Foto: Georgios Souleidis

T. Radjabov ½-½ R. Rapport

Ein unspektakuläres Remis und Remis durch Zugwiederholung nach 28 Zügen - das ist die Bilanz der Partie zwischen Teimour Radjabov und Richard Rapport.

 

Ergebnisse der 3. Runde

 

Tabelle nach der 3. Runde

 

Partien

 

Turnierseite




Johannes Fischer, Jahrgang 1963, ist FIDE-Meister und hat in Frankfurt am Main Literaturwissenschaft studiert. Er lebt und arbeitet in Nürnberg als Übersetzer, Redakteur und Autor. Er schreibt regelmäßig für KARL und veröffentlicht auf seinem eigenen Blog Schöner Schein "Notizen über Film, Literatur und Schach".
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