Axel Eger geht in Rente

von André Schulz
15.03.2022 – Der deutsche Schachjournalismus verliert einen wichtigen Vertreter. Axel Eger, Sportredakteur der Thüringer Allgemeinen, verabschiedet sich in die Rente. Axel Eger, selber ein guter Schachspieler, hat in der TA unzählige Artikel über das Schachgeschehen veröffentlicht. Seine zweite Leidenschaft gilt dem Laufsport. | Foto: Schachbund

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"Wer's nicht im Kopf hat, hat's in den Beinen," lautet ein altes Sprichwort, das darauf anspielt, dass man manche Wege zweimal gehen muss, wenn man nicht vorher über sein Tun nachgedacht hat.

Axel Eger hat beides: Er hat es im Kopf und in den Beinen. Der begeisterte Langstreckenläufer war mit seinen unzähligen Beiträgen über das Schachgeschehen über Jahrzehnte ein kompetenter Leuchtturm im deutschen Schachsport-Journalismus. Schon 2003 erhielt er als Anerkennung den Deutschen Schachpreis des Deutschen Schachbundes.

Ursprünglich war Axel Eger eigentlich Lehrer für Mathematik und Physik, hatte neun Jahre lang im Schuldienst gewirkt, bevor er 1990 seine journalistische Laufbahn bei der Thüringer Allgemeinen begann, zunächst im Sport, dann im Politik-Ressort, im Lokalteil und schließlich wieder im Sport.

Dreieinhalb Jahrzehnte versorgte Axel Eger dabei die schachinteressierten Leser der Thüringer Allgemeinen Zeitung mit kompetenten Beiträgen über den nationalen und internationalen Schachsport. Er musste manchmal nicht weit schauen, um über erfolgreiche Schachspieler zu berichten. Mit Elisabeth Pähtz wuchs eine Weltklassespielerin in unmittelbarer Nähe auf. Ihre Laufbahn hat Axel Eger fast von der Wiege an verfolgt.

Für den langjährigen Vorsitzenden des Thüringer Sportjournalistenclubs war Schach nur eine von vielen Sportarten, über die es etwas zu berichten gab. Handballer, Rennrodler, Schwimmer und Läufer aus Thüringen durften sich ebenfalls über seine Berichte erfreuen. Dem Schach verlieh er aber durch seine regelmäßige Berichterstattung in der Thüringer Allgemeinen eine Bedeutung, die dem Schach tatsächlich auch zukommt. Das ist bei Weitem nicht überall so.

Irgendwann entdeckte Axel Eger seine Liebe zum Langstreckenlaufen, das er aktiv selber ausübte. Bei ChessBase hatten wir die Freude, Axel Eger zusammen mit seiner Frau Monika einmal im Jahr begrüßen zu dürfen. Immer zum Hamburg Marathon, bei dem Axel Eger selber viele Jahre mitlief, kam das Paar zu Besuch.

Im Mai 2021 feierte Axel Eger seinen 65. Geburtstag und da deutete sich schon an, dass er bald seinen beruflichen Zieleinlauf feiern wird. Im Frühling 2022 geht Axel Eger in seine wohlverdiente Rente.

Mit seinen Schachkünsten hatte es der Grand Seigneur der Thüringer Allgemeinen auch selber einmal in die Fachpresse geschafft. Sein Damenopfer aus der Partie Will -Eger (Landesklasse Thüringen 1998) fand den Beifall von Albin Pötzsch in dessen Kombi-Ecke von "Schach" und belegte beim Kombi-Wettbewerb den ersten Platz. Bravo!

Sein Sieg gegen Peter Köpcke aus dem Sektionsturnier von Medizin Erfurt ist auch nicht von schlechten Eltern:

 

 

Lauf-Ästhet und Edelfeder...

Deutscher Schachpreis für Axel Eger...

Axel Eger bei der Thüringer Allgemeinen...


André Schulz, seit 1991 bei ChessBase, ist seit 1997 der Redakteur der deutschsprachigen ChessBase Schachnachrichten-Seite.

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