Bücher

11.12.2009 – Einer der Vorzüge von Büchern gegenüber den elektronischen Medien besteht z.B. darin, dass sie nicht "booten" müssen. Der "Buchanwender" nimmt das Buch einfach in die Hand, schlägt den Deckel auf, und kann sofort darin lesen, ohne dass sich vorher noch irgendetwas "die Stiefel anziehen" müsste. Deswegen ist er auch einfach "der Leser". Natürlich könnte sich dies angesichts der marktgreifenden elektronischen Büchergeräte auch bald ändern. Vielleicht muss sich der bis dato analoge Buchnutzer dann daran gewöhnen, dass sein Buch erst einmal geladen werden muss (In der Zwischenzeit könnte er ein Buch lesen). Selbst der konservativste Buchfreund muss aber auch Vorteile digitaler Textausgaben zugeben: So wird das Lesegerät z.B. niemals schwerer oder dicker, ganz egal wie umfangreich die Lektüre ist. Wir haben uns ein paar aktuelle Analogbücher im traditionellen Stil angeschaut - teilweise wirklich "schwere" Lektüre.Bücher, z.B. bei Niggemann kaufen...Neun Bücher...

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Eröffnungen


Nick de Firmian et al.: Batsford's Modern Chess Openings

"Batsford's Modern Chess Openings" ist ein Handbuch der Eröffnungen. Auf 748 Seiten sind alle Schacheröffnung in tabellarischer Form aufgelistet, so wie man es von der normalerweise fünfbändigen und vielleicht bekannteren Opening's Encyclopaedia aus dem Informator-Verlag kennt - auch dort erschien gelegentlich eine einbändige "Kurzfassung". "Batsford's Modern Chess Openings" erschien in diesem Jahr in der 15ten Auflage in überarbeiteter und erweiterter Neufassung und geht auf ein 1911 erstmal von Griffith und White herausgegebenes Büchlein zurück. An späteren Auflagen arbeiteten so prominente Spieler wie Fine und Evans mit. Die aktuelle Version wurde vom US-amerikanischen Großmeister Nick de Firmian überarbeitet und ersetzt die 14.Auflage von 1999. Zehn Jahre Eröffnungsgeschichte zu sichten ist eine außerordentlich umfangreiche Aufgabe. De Firmian, der laut eigener Angabe über ein Jahr an diesem Buch gearbeitet hat, wurde in manchen Kapiteln von GM John Fedorowicz, IM Justin Sarker, IM Yuri Lapshun und John MacArthur unterstützt.

Den tabellarischen Eröffnungsübersichten sind jeweils Texteinführungen mit Diagramm voraus gesetzt, in denen die Hauptvarianten schon einmal vorgestellt werden. De Firmian gibt außerdem eine Einschätzung der einzelne Varianten, z.B. ob sie scharf oder ruhig sind und welcher Seite sie mehr versprechen. Der Leser erhält so Orientierungshilfe und kann sich überlegen, ob eine Beschäftigung mit der entsprechenden Eröffnung überhaupt lohnt.

Ob man gerne mit Eröffnungstabellen arbeitet, ist Geschmacksfrage. Mancher zieht sicher eine "normale" Einführung mit mehr erläuterndem Text vor, besonders wenn man sich erstmals mit einer Eröffnung beschäftigt. Auf der anderen Seite hat man hier ein eine komplette Übersicht zu allen Eröffnungen an der Hand, die inhaltlich in Bezug auf die angegebenen Varianten sicher gut genug ist, um damit im Vereinsturnier und auch in manchen Open zu bestehen.

Mich störte an der Informator-Enzyklopädie die immer umfangreicher werdenden Seiten mit Anmerkungen. Ein anderes Manko der Enzyklopädie waren aus meiner Sicht die kategorischen Urteile am Ende der Varianten. Jeder Variante wurde mit einem Symbolurteil versehen, ohne dass dieses Urteil begründet wurde.

Beide "Fehler" wurden in der Batsford's Modern Chess Openings vermieden. Die Tabellen sind klein genug, um die Anmerkungen auf höchstens zwei Seiten abzudrucken und Stellungsurteile werden nur dann flexibel eingesetzt, wenn sie sinnvoll sind und dann auch nicht in reduzierender Symbolsprache durchformalisiert. Das Urteil lautet hier z.B.: "a sharp position with roughly equal chances", was mehr über eine Stellung aussagt als ein Symbol.  Die Kolonnen verlaufen von oben nach unten, was für Enzyklopädie-Leser erst einmal ungewohnt ist (dort von links nach rechts). Dies hat aber den Vorteil, dass der Autor nicht durch den bald nahenden Buchrand gezwungen ist, an vielleicht unpassender Stelle zum Abschluss zu kommen. Es gibt zwar immer auch einen unteren Rand, aber Bücher sind ja meist hochformatig.

Wer "Alles" in ein Buch packen will, muss viel weg lassen - genau genommen besteht darin die Kunst. So sind viele Schlüsselvarianten enthalten, aber es fehlen eben auch manche gerade im Moment hochaktuellen Varianten. Mit etwa 18,- Euro ist das Preis-Leistungsverhältnis dieses Buches übrigens geradezu sensationell gut.

André Schulz

Nick de Firmian et al.: Batsford's Modern Chess Openings
Batsford Verlage, 2009, 748 Seiten, kartoniert, 15. bearbeitete und erweiterte Auflage 2009, 17,35 Euro


Jovanka Houska: Starting out  - the Scandinavian

Die englische Großmeisterin hat 2007 im gleichen Verlag ein ganz ausgezeichnetes Buch über die Caro-Kann Verteidigung veröffentlicht, das als Repertoire-Buch konzipiert einen kompletten Weg durch diese Eröffnung empfahl. Dabei griff die Autorin auf ihr eigenes Repertoire zurück, mit dem sie viele Erfolge erzielt hat. Hier folgt nun eine Monografie über die Skandinavische Verteidigung, die durch den Zug 1...d5 als Antwort auf 1.e4 gekennzeichnet ist und den Stier praktisch an den Hörnern packt, indem Schwarz sogleich den weißen Zentrumsbauern zum Abtausch zwingt.

Die Skandinavische Verteidigung gehört zu Gruppe der von der klassischen Literatur gering geschätzten Schacheröffnungen. Es sind Eröffnungen, die von alters her immer als minder bemittelt gegolten haben und die man nur mit schlechtem Gewissen spielen durfte. Jovanka Houska berichtet, dass sie Skandinavisch als Mädchen spielte und dass nach 1...d5 meist erstmal ein lautes abfälliges Schnauben die Antwort ihrer Gegner war. Heute sind viele dieser "minderwertigen" Eröffnungen von der Praxis voll rehabilitiert, besonders die Skandinavische Verteidigung.

Der Hamburger Großmeister Matthias Wahls war einer derjenigen Großmeister, der mit als erster die Skandinavische Verteidigung aus dem Aschenputtel-Dasein befreite und in seinen Partien, später auch in Buchform, nachwies, dass diese Antwort auf 1.e4 absolut gleichwertig ist. Wahls spielte nach 2.Sc3 vor allem 3...Da5. Seit Kurzem greift Sergey Tiviakov regelmäßig zum Skandinavier und wählt dann 3...Dd6 - mit sensationellen Ergebnissen. Neuerdings sieht man sogar Vladimir Kramnik auf Schnell- und Blitzschachturnieren mit diesem Zug experimentieren.

In Starting out - the Scandinavian, betrachtet die englische Großmeisterin beide Möglichkeiten von Schwarz im dritten Zug, 3...Da5 oder 3...Dd6, aber auch die Varianten nach 2...Sf6 und 3...Sxd5 sehr gründlich. Zu jeder Variante gibt es eine Einführung mit Erläuterungen der typischen strategischen oder taktischen Gegebenheiten. Dann wird der Theoriestand anhand von insgesamt über 70 Musterpartien vorgestellt und abgehandelt. Im Verlauf der Darstellung werden an vielen Stellen auch allgemein gültige Tipps zur Partieführung gegeben. An vielen Stellen weist die Autorin auf typische Gefahren hin, zeigt Fallen und erklärt strukturelle Erfordernisse.

Das Konzept der "starting out"-Reihe mit vielen Erklärungen auch für weniger erfahrene Spieler ist sehr überzeugend und die Bücher der Reihe bieten einen weitaus gründlicheren Einstieg als der Titel der Reihe zunächst vermuten lässt. Jovanka Houskas Buch zur Skandinavischen Verteidigung ist ein weiteres herausragendes Exemplar der Serie und wird die Skandinavische Verteidigung noch populärer machen, als sie ohnehin schon ist.

André Schulz

Jovanka Houska: Starting out - the Scandinavian
Everyman, 2009, 320 Seiten, kartoniert, in englischer Sprache, 17,95 Euro

 


Mihail Marin: The English Opening, Vol One

Die Arbeiten des rumänischen Großmeisters Mihail Marin zeichnen sich immer durch besondere Gründlichkeit aus. Das gilt in besonderem Maße auch für dieses Buch über die Englische Eröffnung. Auf knapp 480 Seiten präsentiert Marin im ersten Band der Monografie die nach 1.c4 e5 entstehenden Varianten. Zum gleichen Thema hat er übrigens vor einiger Zeit eine ebenso beispielhafte Eröffnungs-CD bei ChessBase publiziert.

In über 30 Kapiteln werden alle Varianten, die danach entstehen können ausführlich vorgestellt und auch in ihren strategischen Motiven behandelt. Dies umfasst das Englische Vierspringerspiel (mit Lb4 und Lc5), die Drachenvariante mit vertauschten Farben (Schwarz zieht d7-d5), die Keres-Variante (Schwarz zieht nach 3.g3 c6) den Botvinnik-Aufbau (Weiß zieht e4 und Se2) und die Varianten, in denen Schwarz sich analog der Königsindischen Verteidigung aufbaut.

Marin stellt auf gewohnt ausführliche Weise den Stand dieser Varianten nach 1.c4 e5 vor, wobei die Englischen Eröffnung sich ja in den Theorieurteilen nicht so schnell verändert wie andere Eröffnungen, und liefert vor allem eine ausgezeichnete zusammenhängende aktuelle Darstellung dieser beliebten Eröffnung. Mit der Vorstellung der Varianten ist immer auch eine ausführliche Erläuterung der Ideen verbunden.

Das Buch wurde in der sorgfältigen Aufmachung, inkl. übersichtlichem Variantenindex vorgelegt, die für diesen Verlag typisch ist. Von Russisch oder Slawisch frustrierte Weißspieler finden hier vielleicht ihr neues Glück.

André Schulz

 

 

Mihail Marin: The English Opening, Vol One
Quality Chess Verlag, 2009, 477 Seiten, 24,99 Euro.


Biographie


Forster, Hansen, Negele: Emanuel Lasker - Denker, Weltenbürger, Schachweltmeister

Eine Rezension dieses Werkes ist eigentlich kaum möglich, jedenfalls wenn vorausgesetzt wird, dass ein Rezensent dieses Buch auch nur in nennenswerten Teilen wirklich gelesen hat. Das wäre in der Kürze der Zeit seit Erscheinen schon zeitlich gar nicht möglich. Und eigentlich könnte auch nur eine Rezensentenmannschaft dem Heer der Autoren aus ganz unterschiedlichen Forschungsrichtungen Herr werden, das hier zu Felde geführt wurde, um dem einzigen deutschen Weltmeister im Schach zu huldigen.

Das Werk "Emanuel Lasker - Denker, Weltenbürger, Schachweltmeister", herausgegeben von Richard Forster, Stefan Hansen und Michael Negele ist eher ein mit Druckerschwärze in Holzscheiben geschlagenes Denkmal als ein "Buch". Das kann man nicht mal eben zum Schmökern vor dem Einschlafen mit ins Schlafzimmer nehmen. Es ist ein Forschungsbericht.

"Emanuel Lasker - Denker, Weltenbürger,
Schachweltmeister" wiegt knapp 3,5 Kilo und ist über 1000 großformatige Seiten dick. Nicht weniger als 24 Autoren haben sich mit mehr oder weniger umfangreichen Beiträgen zu ganz verschiedenen Themen beteiligt. Dabei beleuchten die Experten zum einen die verschiedenen Betätigungsfelder des vielseitig interessierten zweiten Schachweltmeisters und zum anderen die einzelnen Lebensstationen.

Den Anfang macht der Beitrag von Wolfgang Kamm (Autor der bemerkenswerten Tarrasch-Biographie) und Thomasz Lisowsski zur schlesischen Herkunft Laskers, seines familiären Ursprungs und seiner Verbindung zu den anderen bekannten "Laskers": dem Schach- (und Go-) Spieler Edward Lasker und dem Politiker Eduard Lasker. Tony Gilliam, John Hilbert, Roberto Mayor Gutierrez und Jesus Bayolo Gonzales, Peter de Jong und schließlich Issak und Wladimir Linder begleiten Laskers Lebensstationen bzw. Besuche in England, den USA, den Niederlanden, auf Kuba und in Russland.

Tony Preziuso (Aus der Schreibmaschine des Schachweltmeisters), Susanna Poldauf (Lasker und die Berliner Bohéme), Joachim Rosenthal (Der Mathematiker Emanuel Lasker), Bernd Gräfrath (Lasker als Philosoph), Egbert Meissenburg (Lasker- Bibliografie seines Schaffens), Karl Kadletz (Laskers Biograph Jaques Hannack), Wolfgang Angerstein (Laska- ein strategisches Verstandspiel), Robert van der Velde (Nicht nur Schach - Emanuel Lasker als Bridgespieler), Hans-Christian Wohlfarth (Lasker und Go), Ralf Binnewitz (Laskers Schachprobleme), Jürgen Fleck (Laskers Endspielstudien), Robert Hübner (Zu den Anfängen von Laskers Schachlaufbahn), Raj Tischbierek (Hastings 1895, Das Weltmeisterschaftsmatch Lasker-Tarrasch 1908, Laskers Comeback 1934 in Zürich), John Donaldson (Weltmeister ohne Titel), Viktor Kortschnoj (Drei Partien eines alten Meisters), Thomas Lemanczyk (Laskers Turnier- und Wettkampfpartien) und schließlich Michael Negele (Jenseits des Zufalls - Schach war doch das Leben) haben sich mit den verschiedenen Linien in Laskers Lebenslauf beschäftigt und vermitteln ein mehr als umfassendes Gesamtbild.

Dem reinen Schachfreund mag das Buch vielleicht in manchem zu umfangreich erscheinen. Doch die Aufsätze auch über schachferne Themen laden ein, sich auch einmal auf neuen Lesestoff über Mathematik, Philosophie, Literatur, Bridge oder Go einzulassen. Neben den inhaltsreichen Texten weiß das Werk auch durch eine Vielzahl von Fotos, Zeichnungen und anderem dokumentarischen Materialien zu überzeugen und vermittelt das Bild einer Zeit, die es nicht mehr gibt.

Wenn man überhaupt einen der vielen ausgezeichneten Beiträge herausstellen möchte, dann vielleicht Robert Hübners Analyse des Anfangs der Lasker'schen Schachkarriere. "Emanuel Lasker - Denker, Weltenbürger, Schachweltmeister" ein einzigartiges monumentales Werk, das in dieser Form sicher lange Zeit unerreicht bleiben wird.

André Schulz

Forster, Hansen, Negele: Emanuel Lasker - Denker, Weltenbürger, Schachweltmeister
Exzelsior Verlag, 2009, 1079 Seiten, Leinen, 114,- Euro


Erinnerungen


Genna Sosonko: Russian Silhouettes

Das Buch "Russian Silhouettes" von Genna Sosonko ist ein reines Lesebuch - keine einzige Schachpartie ist enthalten, kein Diagramm zu sehen. Sosonko beschäftigt sich nicht mit Schach, sondern mit Menschen, in derenen Leben das Schach eine wichtige Rolle gespielt hat - oder manchmal sogar der einzige Inhalt war. Erstmals erschien "Russian Silhouettes" im Jahr 2001, die vorliegende dritte Auflage erschien in einer erweiterten Ausgabe.

Sosonko portraitiert elf Schachspieler aus eigenen Erinnerungen oder Erzählungen anderer. Mit Ausnahme des von Raul Capablanca, der mit Hilfe einer Begegnung Sosonkos mit Capablancas Frau Olga skizziert wird, handelt es sich bei den portraitierten Spielern allesamt um Spieler aus der Sowjetunion. , denen Sosonko im Laufe seines Lebens begegnet ist.

Jedem Spieler ist ein eigenes Kapitel gewidmet, genau genommen sind es zwölf Portraits, denn am Anfange erzählt der Autor aus seinem eigenen Schachleben - wie er in St. Petersburg aufwuchs und später nach Amsterdam übersiedelte. In den weiteren Abschnitten lernt der Leser nun Mikhail Tal, Mikhail Botvinnik, Lev Polugaevsky, Efim Geller, Paul Keres, Raul Capablanca, Vladimir Zak, Semyon Furman, Alexander Koblenz, Alvis Vitolins und Gregory Levenfish näher kennen.

Nicht erst nach dem Zweiten Weltkrieg verschwand die Sowjetunion hinter einem eisernen Vorhang, der für Informationen kaum durchlässig war. Umso interessanter ist es, im Nachhinein von teilweise kuriosen Begebenheiten zu erfahren. Auch wenn es keine Notationen oder Diagramme gibt, lernt man man sogar etwas über das Schach. so von Mikhail Tal. - Warum er gerade den Bauern geopfert habe? Nun, der Bauern störte ihn eben -.

Zahlreiche Details werden in den Erinnerungen sichtbar: Tals Morphiumsucht wird erwähnt, sein Hang zum Alkohol und zum zügellosen Leben überhaupt, aber auch seine lebenslange Fußball-Leidenschaft. Wir erfahren über Lev Polguajevsky, dass er ein brillanter Analytiker war, aber im Urteil von Kortschnoj niemals wirklich erwachsen wurde, sondern eigentlich immer mit der Mentalität eines 15-Jährigen durch das Leben schritt. Von Alvins Vitolins berichtet Sosonko, dass dieser kein weiteres Leben neben dem Schach besaß. Schach war für diesen großartigen Taktiker, der so gut Blitz spielte, dass er sich oft mit Tal zum Spielen treffen konnte, das Einzige. Er blieb immer bei seinen Eltern wohnen und eines Tages merkte er wohl, dass Schach alleine zu wenig war. Mit dem Sprung von einer Eisenbahnbrücke setzte er seinem Leben ein Ende.

Pauls Keres hatte ganz besonders unter den politischen Widernisse seiner Zeit zu leiden. Erst war er Bürger des unabhängigen Estlands, dann war seine Heimat von der UdSSR besetzt, kurz danach marschierten die Deutsche ein und dann wurde Estland wieder in die UdSSR integriert. Keres geplante Flucht nach Schweden kurz vor dem Erscheinen der Roten Armee misslang und eigentlich drohten ihm 20 Jahre Sibirien, ein Schicksal, dass unzählige Esten, ebenso wie Letten und Litauer auch ereilte. Doch dank der Hilfe des neuen estnischen KP-Chefs durfte er weiter Schach spielen, wobei Keres zum Ende des Zweiten Weltkrieges kaum russisch sprach. Seine erste Fremdsprache war deutsch.

"Russian Silhoettes" beschäftigt sich mit vielen Spielern, die eigentlich gar keine Russen sind. Keres, Tal und Vitolins sind Balten. Geller und Zak sind Ukrainer. Und einige davon und andere stammten aus jüdischen Familien, die in Russland und auch noch in der Sowjetunion eine besondere Rolle spielt. Vielleicht wäre "Sovjet Silhoettes" der passendere Titel gewesen. Aus den Erinnerungen und Episoden entwickelt sich ein Bild dieser Schachspieler und mit jedem Lebensbild, das hier schemenhaft entsteht, erhält man auch einen immer intensiver werdenden Eindruck vom Leben in einem Staat, der den eigenen Bürgern gegenüber feindlich eingestellt waren. Großartiger, etwas melancholischer Lesestoff - nicht nur für Schachfreunde!

André Schulz

Genna Sosonko: Russian Shilouettes
New in Chess-Verlag, 2009, 222 Seiten,3. erweiterte Auflage, kartoniert, in englischer Sprache, 21,95 Euro

 


Aufgaben


Helmut Pfleger: Zeit-Schachspalten

Helmut Pfleger ist der große deutsche Schacherzähler der Gegenwart. Kaum jemand ist so wie er in der Lage, Geschichten und Anekdoten rund ums Schach und die großen Schachspieler gekonnt mit aktuellen Ereignisse des Schachlebens zu verknüpfen. Nur durch Zufall wurde Dr. Pfleger, eigentlich Mediziner, einst für das Fernsehen entdeckt. Für den Bayrischen Schulfunk moderierte der Arzt zunächst Sendungen über Biologie, Chemie und körperliche Fitness. Schließlich kamen die berühmten Schachsendungen hinzu, oft mit Vlastimil Hort als Co-Kommentator.

Aber auch mit der Feder ist Helmut Pfleger eine Ikone. Der inzwischen 66-Jährige bringt den Menschen Schach auf ganz unakademische und unterhaltsame Weise nahe und wird deshalb von Lesern und Redakteuren gleichermaßen geschätzt. Mit großem Fleiß und viel Energie beleuchtet der überzeugte Umweltaktivist und begeisterte Fußballspieler allwöchentlich die mehr oder minder aktuellen Vorgänge in seinen Kolumnen in der Welt am Sonntag, dem Deutschen Ärzteblatt oder der Zeit.

Die Zeit-Schachspalten erscheinen gelegentlich als Sammlung auch in Buchform, so in einer neuen 2009 veröffentlichten Ausgabe "Helmut Pfleger: Zeit-Schachspalten", 120 amüsante Aufgaben, in denen Kolumnen der Jahre 2005 bis 2008 für alle nachgedruckt sind, die entweder keine Gelegenheit haben, die wöchentlichen Original-Kolumnen zu lesen oder für Fans, die sich freuen dürfen, hier noch einmal eine umfangreiche Sammlung im Zusammenhang lesen zu können.

Die Geschichten werden portionsweise auf je einer Seite serviert, wobei eine "Schachmahlzeit" jeweils aus einer kleinen leichtfüßigen Betrachtung über das Leben und das Schach besteht und am Ende immer auf eine Aufgabe hinausläuft. Manchmal sind es besondere Ereignisse, die zur Sprache gebracht werden, manchmal werden Spieler portraitiert. So erfährt der Leser z.B. dass Boris Spassky es als besonderes Vergnügen empfindet, beim Hören des Namens von John Nunn, diesen beim Eisessen nachzumachen oder dass Olympiade-Veteran Bill Hook (17 Teilnahmen an Schacholympiaden) auch schon mit Stanley Kubrick gespielt hat oder auch, wie Ernst Jünger zum Schachspiel stand.

Pflegers Zeit-Schachspalten eignen sich ganz ausgezeichnet zum eigenen Lesevergnügen, aber natürlich auch als leichtfüßiges Geschenk für solche Zeitgenossen, die Schach schon mögen oder noch kennen lernen sollen.

André Schulz

Helmut Pfleger: Zeit-Schachspalten
Edition Olms, 2009, 136 S., kartoniert, 16,80 Euro

 


Partien:


Karsten Müller: Bobby Fischer - The career and complete Games of the American World Chess Champion

Eigentlich hätte ja Fischer selbst die Verpflichtung wahrnehmen müssen,  nach seinem Klassiker "My 60 memorable games" vielleicht auch noch einmal sein Gesamtwerk rückblickend zu betrachten. Doch leider hatte der 11. Weltmeister schon mit dem klassischen Schach abgeschlossen und so kam es nicht dazu. Nun hat sich Karsten Müller dieser Aufgabe angenommen und mit "Bobby Fischer: The Career und Complete Games of the American World Chess Champion" das Gesamtwerk vorgelegt. Natürlich gab es auch vorher schon einmal Sammlungen aller von Fischer gespielten Partien, aber noch niemals in einer vollständig kommentierten Ausgabe.

Bobby Fischer ist sicher einer der geheimnisumwittertsten Schachspieler überhaupt. "Unsere Marylin", nannte Anand den 11.Weltmeister gerne scherzhaft in Anspielung auf die Mystifizierung der früh gestorbenen amerikanischen Schauspielerin. Fischer wählte dabei allerdings einen Weg, der weniger gesundheitsschädlich ist. Er verschwand einfach aus der Öffentlichkeit. Nachdem er 1972 den Titel gewann, sah man ihn noch mit dem umgehängten Siegerkranz in Reykjavik in ein Flugzeug steigen - und dann war er einfach weg. Hin und wieder tauchte er mal wieder auf. Gerüchteweise ward Fischer mal hier mal dort gesehen. Aber für die Medien, und damit für Öffentlichkeit blieb Fischer verschwunden. Erst im Nachhinein erfuhr man, dass er 1975 noch in Verhandlungen um einen WM-Kampf gegen Karpov getreten war, sich später zeitweise in Deutschland aufgehalten hatte, dass er mit den Polgarschwestern Schach gespielt und sich auch mit Peter Leko getroffen hatte. Kürzlich wurden aus seinem Nachlass Fotoserien von verschiedenen Besuchen auf den Phillipinnen und in Japan veröffentlicht.

Im Jahr 1992 erschien Fischer dann unvermittelt in Sveti Stefan zum "Revanche-Wettkampf" gegen Spassky, den er gewann. Er nahm das Preisgeld und verschwand dann erneut bis 2004, als er in Japan verhaftet wurde. Dann zog er nach Island und erstmals konnte man hier seinen Aufenthaltsort sicher bestimmen.

In nur drei Stationen - jedenfalls für die Öffentlichkeit - hatte der Schachweltmeister sich vom 30-Jährigen im eleganten Anzug (1972) zum eher ungepflegten älteren Herren (1992) und schließlich zum unrasiertem Halbgreis (2004) verwandelt. Im Januar 2008 starb Fischer auf Island an den Folgen einer Nierenkrankheit.

Mit Karsten Müller hat sich nun ein besonders fleißiger Großmeister der Hinterlassenschaft angenommen und alle ernsthaften Partien (keine Simultanpartie, etc.) mit viel Sachverstand, Kenntnis der schon existierenden Kommentare und sicher auch mit Hilfe moderner Mittel durchgesehen und kommentiert. Das bekannte schachliche Werk Fischer beginnt mit der US-Amateurmeisterschaft, Lake Mohegan, New York 1955 - In der ersten Partie hat Fischer Schwarz und spielt die Königsindische Verteidigung, die der 12-Jährige hier zum Remis führt - und endet mit der 30sten Partie des "Revanche-Wettkampfes gegen Spasski, 1992, ebenfalls ein Königsinder, der ebenfalls, wie die erste Partie mit Fischer als Schwarzspieler remis endet - alles in allem 736 Partien (Eine Partie wurde kurz vor Drucklegung als a-Nummer noch eingefügt, deshalb endet die Aufzählung mit der Nummer 735). Heute vermag man gar nicht mehr zu glauben, dass es einmal eine Zeit gab, in der Schachwettkämpfe über mehr als 16 Partien geführt wurde.

Noch bemerkenswerter ist aber der Umstand, dass es überhaupt möglich ist, alle (!) Partien eines Spieler zu kommentieren, denn das setzt ja voraus, dass jede Partie ein Mindestmaß an Substanz enthält. Das ist bei Fischer der Fall. Höchstens zu Anfang seiner Karriere findet man auch mal ein paar Kurzremisen, ansonsten wird jede Partie ausgekämpft. Gibt es Kurzpartien, dann hat Fischer sie zumeist gewonnen.

Die Idee des Hamburger Großmeisters, alle Fischerpartien zu kommentieren, wäre allein schon deshalb großartig, weil sie Anlass bietet, noch einmal diesem großen Schachspieler in seinen Zügen und Partien zu folgen. Aber natürlich mach es mit den vielen treffenden Kommentaren, teils in Worten, teils in Varianten, viel mehr Spaß. Pflichtlektüre für alle Schachfreunde!

André Schulz

Karsten Müller: Bobby Fischer - The career and complete Games of the American World Chess Champion
Russell Enterprises, 2009, 408 Seiten, kartoniert, 31,95 Euro


Bent Larsen: Alle Figuren greifen an

Eines der ersten Bücher, welches mir empfohlen wurde, um es durchzuarbeiten, war eine Partiensammlung von Bent Larsen – „Ich spiele auf Sieg“.  Der damalige Trainer betonte dabei die Vokabel durcharbeiten, was das Buch für mich seinerzeit eher abschreckend machte. Heute verwende ich als Trainer ähnliche Vokabeln und Empfehlungen – vielleicht schrecke ich damit auch ab. Aber das ist ein anderes Thema.
 
Das Buch war in unserer Vereinsbibliothek und war auch bei der einen oder anderen Schachfreizeit dabei, wo dann auch jene Empfehlung ausgesprochen wurde. Ich blätterte ein bisschen darin herum, war aber zunächst nicht sonderlich beeindruckt. Kurz darauf lernte ich dann, dass Larsen derjenige war, der beim Wettkampf „UdSSR gegen den Rest der Welt“ locker gegen Spasskij in knapp 20 Zügen verlor. Auch seine Verlustpartie im Drachen gegen Fischer, die dieser in seinen "60 denkwürdigen Partien" darstellt sowie die Tatsache, dass er gegen eben jenen Fischer 0:6 verlor  gaben für mich, in meiner damaligen Naivität und Unreife, keinen Anlass, mich mit diesem „Feld-, Wald- und Wiesengroßmeister“ näher zu beschäftigen.
 
Jahre später, ich war um einige 100 DWZ-Punkte stärker und um einige Jahre reifer, gab mir mein wesentlich stärkerer Bruder den Tipp, doch einmal Larsen’s „Ich spiele auf Sieg“ zu lesen. Leider hatte sich ein Großteil der Vereinsbibliothek in Luft aufgelöst und ich konnte dieses Buches nicht habhaft werden. Mein Urteil über Larsen hatte ich bereits vorher revidiert. Immerhin wurde die Partie gegen Spasskij an Brett 1 der Weltauswahl gewonnen und Larsen machte 2,5/4 und der Wettkampf gegen Fischer war immerhin das Kandidatenturnier. Und die Aufnahme in eine Partiesammlung wie „Meine 60 Denkwürdigen Partien“ stellt allein schon eine Auszeichnung dar.
 
In den folgenden Jahren ist es mir nicht gelungen Larsen’s ich spiele auf Sieg in die Finger zu kriegen. Aber jetzt ist es wieder da, wenn auch in einer anderen Aufmachung und unter einem anderen Titel – und dadurch naturgemäß etwas umfangreicher.
 
Im Verlag SchachDepot veröffentlicht Larsen, redigiert von Christopher Lutz und Alfonso Romero Holmes, wieder seine Partiensammlung. Der Erste Band von „Alle Figuren Greifen An“ deckt die Jahre bis 1973 ab. Diesmal wird nicht abgewartet bis das Buch wieder „verdunstet“ ist.
 
Das Buch ist zunächst einmal ein „richtiges“ Buch. Fester Einband, gutes Papier, solide Aufmachung. Das Buch kann gemeinsam mit mir alt werden, und zwar nicht nur in meinem Bücherregal. Dass es aus diesem herauskommt, dafür steht der Inhalt.
 
Zunächst kommen, in chronologischer Reihenfolge, 74 Partien bis 1974. Larsen zeigt nur Gewinnpartien, denn, wie er offen zugibt, Bescheidenheit war noch nie eine seiner Stärken. Die Partien selbst sind in einer sehr ansprechenden Weise kommentiert. Viel Erläuterungen, aber kein „Geschwafel“. Man erfährt worum es geht und auch etliches über den sportlichen Hintergrund der Partie und die Motivation der Spieler während der Partie. Das ganze wird angereichert durch Varianten, welche die wichtigsten Fragen beantworten und von der Menge und der Tiefe her zu bewältigen sind. Eine gelungene Mischung, die einen Amateur wie mich nicht wie der sprichwörtliche „Ochs vor’m Berg“ stehen lässt, aber durchaus zum mitdenken und weiterdenken anregt. Von großem Vorteil erweist es sich hier, dass Larsen nicht nur ein überaus begnadeter Schachspieler ist, sondern auch hervorragend schreiben kann. Es macht einfach Spaß das Buch zu lesen. Andererseits kann man damit auch arbeiten und sicherlich seine Spielstärke nicht unerheblich steigern. Dies mag insbesondere für uns Amateure von Bedeutung sein, denn in Larsen’s Partien werden keine ellenlangen Buchvarianten abgespult, sondern man kommt gleich zur Sache und spielt eigenständig Schach. 
 
In diesem biographischen Teil vermisse ich ein bisschen etwas über den Menschen Bent Larsen. Man erfährt, etwas vereinfacht ausgedrückt, nur dass er in der danischen Provinz geboren ist, sein Studium zugunsten von Schach aufgab und das war es im Wesentlichen. Nun gut, eine ausführliche Lebensbeichte gehört vielleicht nicht in eine Partiensammlung hinein. Aber es hätte mich schon interessiert, wie er als Autodidakt, ohne fundiertes Training (zumindest lässt er nicht durchblicken wo er dieses bekommen hätte) es geschafft hat, auf gleichem Niveau wie die sowjetischen Spitzenspieler zu spielen. Vermutlich war es harte Arbeit, aber dies lässt er wohl nicht gerne durchblicken, denn sonderlich aufregend klingt das nicht.
 
Etwas mehr über den Menschen Bent Laren erfährt man im Aufsatzteil am Ende des Buches. Hier erzählt er über verschiedene Aspekte seines Lebens, über andere Schachspieler (insbesondere Fischer). Auch dieser Teil, indem Schach etwas in den Hintergrund rückt, profitiert von seiner Erzählkunst. Man legt das Buch ungern aus der Hand.
 
Alles in allem eine runde Sache. In der kommenden Weihnachtszeit ein nettes Präsent für viele Schachspieler. Nur, empfehlen Sie es zum Lesen und Spaß haben, nicht zum durcharbeiten (das ist keine wirkliche Empfehlung). Dann nimmt man es auch in die Hand und fängt – idealerweise – von selbst an mit Spaß an den Buch und den Partien zu arbeiten.

Martin Fischer
 

Bent Larsen: Alle Figuren greifen an
Verlag SchachDepot,
328 Seiten, kartoniert, € 29,80


Lehrbuch


 

Isaak Lipnitzky: Fragen der modernen Schachtheorie

Das Besondere an dem Lehrbuch von Issak Lipnitzky, "Fragen der modernen Schachtheorie" ist sein zeitloser Charakter. Geschrieben in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts, war es seiner Zeit so weit voraus, dass es auch heute keineswegs veraltet ist. Lange war das Buch nur in russischer Sprache erhältlich und im russischen Sprachraum ein absolutes Standardwerk, auf das sich viele andere Autoren gerne bezogen. Letztes Jahr gab es eine englische Übersetzung und dank des Quality Chess Verlages liegt das Buch nun auch aus dem Englischen übersetzt in deutscher Sprache vor.

Isaak Lipnitzky beschäftigt sich mit dem Schachspiel und seinen verschiedenen Aspekten, vor allem im Mittelspiel. Diese werden anhand von mehreren Musterpartien für jedes Thema kapitelweise abgehandelt. Typische Themen sind "Das Zentrum", "Das Zentrum vom Flügel her erobern", Stellungsbewertung", "Pläne in der Eröffnung", "Neubewertung von Mustern", insgesamt 16 Kapitel. Lipnitzky diskutiert dabei u.a. dauch die dogmatische und die konkrete Methode und stellt fest, dass Schach zumeist einen konkreten Ansatz erfordert, will man erfolgreich sein. Auch damit ist er sehr modern und nimmt vorweg, was eigentlich erst seit weniger als zehn Jahren durch die Erfolge der Schachprogramme tatsächlich zur allgemeinen Erkenntnis geworden ist: Schach ist ein ganz konkretes Rechenspiel.

Neben den inhaltlich interessanten Themen hat mir auch die wohltuende sachliche Sprache, jedenfalls in der deutschen Übersetzung von Guido Rothe, gefallen - weit weg vom pathetischen Schwulst, der sonst manchmal in älterer, besonders sowjetischer Schachliteratur zu finden ist. Quality Chess hat das Werk unter dem Titel "Schachklassiker" heraus gebracht, aber in Wirklichkeit ist Lipnitzky einfach zeitlos lehrreich.

André Schulz

Isaak Lipnitzky: Fragen der modernen Schachtheorie
Verlag: Quality Chess, 2009, 250 Seiten  24,95 Euro


 


 

Die vorgestellten Bücher wurden von folgenden Verlagen/ Personen zur Verfügung gestellt:

Schach Niggemann (Batsford's Modern Chess Openings, Jovanka Houska: Starting out - the Scandinavian, Mihail Marin: The English Opening, Vol One, Genna Sosonko: Russian Shilouettes, Isaak Lipnitzky: Fragen der modernen Schachtheorie

Stefan Hansen - Emanuel-Lasker-Gesellschaft (Forster, Hansen, Negele: Emanuel Lasker - Denker, Weltenbürger, Schachweltmeister)

Karsten Müller (Karsten Müller: Bobby Fischer - The career and complete Games of the American World Chess Champion),

Edition Olms (Helmut Pfleger: Zeit-Schachspalten)

Verlag SchachDepot (Bent Larsen: Alle Figuren greifen an)

 

 

 



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