12.07.2026 – Am zweiten Tag des Internationalen Schachfestivals Biel ließ Levon Aronian die Konkurrenz im Schnellschach hinter sich. Mit 4,5 Punkten aus 5 Runden im Masters dominierte er die Gruppe. Matthias Blübaum wurde geteilter Dritter zusammen mit Jose Eduardo Martinez Alcantara und Liem Le Quang (je 2/5). Der zweite Platz ging an Aydin Suleymanli (3 Punkte) und der sechste Platz ging an Yagiz Kaan Erdogmus (1,5 Punkte). Für die Gesamtwertung im Triathlon zählen Siege im Rapid 2 Punkte und ein Remis einen Punkt. | Foto: Biel Chess Festival
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Aronian führt im Schnellschach mit 4,5/5
Es war Aydin Suleymanli, der Levon Aronian von einem perfekten Score im Rapid abhielt. An Tag 2 des Internationalen Schachfestivals Biel begann der Triathlon im Masters und in der Generations Challenge. In fünf Runden wurde im Modus 15min+5sek/Zug ein Rundenturnier jeweils innerhalb der eigenen Gruppe gespielt. Beim Masters trat Levon Aronian als Sieger hervor. Mit 4,5 von 5 Punkten dominierte er die Gruppe im Schnellschach. Mit 4 Siegen und einem Remis werden die 4,5 Punkte im Schnellschach zu 9 Punkten in der Triathlon-Gesamtwertung umgerechnet. Zum Vergleich: Ein Sieg im klassischen Schach bringt schon 4 Punkte.
Erdogmus und Aronian haben vor Rundenanpfiff Spaß am Brett | Foto: Biel Chess Festival
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Aydin Suleymanli war nicht nur der einzige Spieler, der Aronian ein Remis abrang, er war nach Aronian auch der einzige Spieler, der im Rapid ungeschlagen blieb. Er erreichte vier Remis und einen Sieg gegen Liem Le Quang. Die 3 Punkte aus dem Schnellschach werden daher zu 6 Punkten in der Gesamtwertung umgemünzt. Letztendlich werden die Rapid-Punkte für die Gesamtwertung jeweils verdoppelt. Suleymanli befindet sich mit dieser Punktzahl auf Platz 2 hinter Aronian.
Am Vortag hatte Matthias Blübaum das Chess960-Turnier des Masters gewonnen und sich so einen Vorteil bei der Feinwertung für den Triathlon erarbeitet. Im Rapid reichte es nur für zwei Punkte (zwei Remis gegen Suleymanli und Jose Eduardo Martinez Alcantara und ein Sieg gegen Yagiz Kaan Erdogmus), die in der Gesamtwertung zu vier Punkten umgerechnet werden. Mit dieser Punktzahl teilt sich Blübaum den dritten Platz mit Martinez Alcantara und Liem Le Quang.
Auf Platz 6 befindet sich Yagiz Kaan Erdogmus, der einen Sieg und ein Remis in den fünf Runden erreichte. Damit befindet er sich aber nur einen halben Punkt hinter den drei Spielern auf Platz 3. In der Gesamtwertung ist dies ein Punkt Abstand, den er schon mit einem Remis im klassischen Schach (1,5 Punkte) mehr als aufgeholt haben würde.
Partienachbesprechung zwischen Le Quang und Martinez Alcantara | Foto: Biel Chess Festival
In der Gesamttabelle verschiebt sich die Reihenfolge aufgrund der Chess960-Ergebnisse etwas. Da nimmt Matthias Blübaum den alleinigen dritten Platz ein, während Martinez Alcantara sich auf Platz 4 befindet und Liem Le Quang auf Platz 5.
Ausgangspunkt der Aronian-Variante in der spanischen Partie (1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Lb5) ist der Zug 3...Sge7, der nach Carlo Cozio benannt wurde, einem italienischen Schachmeister aus dem 18. Jahrhundert.
Die Partie zwischen Erdogmus und Blübaum wurde durch einen Blunder Erdogmus' in Zug 28 entschieden. Vor seinem Zug hatte er mit Weiß Vorteil und hatte die Möglichkeit aktiv zu spielen und den Druck auf den gegnerischen König zu erhöhen. Durch einen passiven Zug gab er jedoch die Initiative ab.
Das Problem am Zug 28.Dg2 war, dass Schwarz 28...Dxb2 und nach 29.g6 (29.Sh6 hätte noch Fragen gestellt) 29...Dc1 spielte und Weiß ein Problem auf dem Feld f1 hatte.
Als Erdogmus den spielentscheidenden Zug 28.Dg2? ausführte, hatte Blübaum nur noch 15 Sekunden Bedenkzeit auf der Uhr und Erdogmus davor 10 Sekunden und danach 7 Sekunden. Das Inkrement von 5 Sekunden pro Zug hielt die Partie noch am Leben, aber Fehler wie diese sind unter diesen Umständen menschlich.
Yagiz Kaan Erdogmus vs. Matthias Blübaum | Foto: Biel Chess Festival
Enttäuschendes Partieende für Erdogmus | Foto: Biel Chess Festival
In diesem Videokurs werden die möglichen Aufstellungen, die Schwarz wählen kann, in allen Einzelheiten vorgestellt. Sie werden die wichtigsten Konzepte und Strategien lernen, um diese fantastische Eröffnung in Ihr Repertoire aufzunehmen.
Partien ACCENTUS Chess960 Generations Challenge (auch mit Partien von Masters-Spielern R.6 und R.7)
Video-Rückblick Tag 2 in Biel: Aronian opfert einen Turm!
Ein Rückblick mit GM Arturs Neiksans | Video: Biel Chess Festival
Programm Einladungsturniere (Masters & Generations Challenge)
Am Montag ist Ruhetag für die Spieler des Masters und der Generations Challenge. Es gibt einen Ausflug im Programm, spielerisch geht es am Dienstag ab 14 Uhr mit den ersten klassischen Partien weiter.
Sa
11. Juli
14:00 Uhr
Rapid-Turnier Fischer Random ACCENTUS
So
12. Juli
14:00 Uhr
Rapid-Partien der Masters & Generations Challenge
Mo
13. Juli
Spielfrei
Di-Sa
14.-18. Juli
14:00 Uhr
Klassische Partien der Masters & Generations Challenge
So
19. Juli
14:00 Uhr
Blitz-Partien der Masters & Generations Challenge
Mo
20. Juli
Spielfrei
Di-Do
21.-23. Juli
14:00 Uhr
Schlussrunden der Masters & Generations Challenge (Klassische Partien)
Fr
24. Juli
10:30 Uhr
Schlusszeremonie mit Preisverleihung und Apéro im Kongresshaus
ChessBase India im Interview mit Levon Aronian
Levon Aronian erzählt, wie er sich selbst zum Turnier einlud | Video: Himank Ghosh / ChessBase India
Angelika Valkova interviewt Blübaum über Chess960-Sieg
Blübaum selbstkritisch, aber glücklich über Chess960-Sieg | Video: Biel Chess Festival
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Martina GerdtsMartina Gerdts studierte portugiesische und spanische Sprachwissenschaft und arbeitet heute als Sprachdozentin und schreibt über Schach und Sprachen. Einmal für ein Turnier in Paris mit Schach angefangen, ist sie heute als Spielerin aber auch durch ihr Engagement neben dem Brett und ihre schreibenden Aktivitäten im Schach aktiv.
18.07.2026 – Die Turnierfavoriten Aronian und Lê trennten sich in Runde 4 des Masters mit einem Remis und führen so die Tabelle weiterhin an. Auch ihr erster Verfolger Süleymanli spielte Unentschieden gegen Erdogmus. In der Generations Challenge konnte Finek mit einem Sieg gegen Vaishali seinen Vorsprung noch ausbauen. Kosteniuk erkämpfte sich gegen Fineks ersten Verfolger Materia ein Unentschieden. Christian Glöckler spielte Remis in Runde 5 (MTO) und hat so nur einen halben Punkt Abstand auf den ersten Platz. | Fotos: Biel Chess Festival
11.07.2026 – Fünf Runden untereinander gegen die anderen Spieler des Masters, danach zwei Runden gegen Spieler der Generations Challenge, so lief das ACCENTUS Chess960-Turnier (Masters) ab. Nach sieben Runden führten Matthias Blübaum und Aydin Suleymanli die Tabelle mit je 4,5 Punkten an. Aufgrund der besseren Feinwertung hatte Blübaum jedoch die Nase vorn. Platz 3 ging an Jose Eduardo Martinez Alcantara. Das Feld war eng, zwischen Erdogmus auf Platz 5 und Blübaum auf Platz 1 gab es nur einen halben Punkt Abstand. Die Resultate dieses Turniers gelten als Tiebreak für den Triathlon im Masters. | Foto: Biel Chess Festival
Königsindisch-Fans, die zum Mar del Plata Angriff (7...Sc6) greifen, wenn Weiß das klassische System spielt (1.d4 Sf6 2.c4 g6 3.Sc3 Lg7 4.e4 d6 5.Sf3 0-0 6.Le2 e5 7.0-0), streben komplexe Stellungen mit beidseitigen Angriffen an offenen Flügeln an, in denen langfristige strategische Planung und taktische Aufmerksamkeit in kritischen Momenten gefragt ist. Computer wissen oft nicht, was in den entstehenden komplexen strategischen Stellungen zu tun ist, und das kommt Spielern entgegen, die gerne selber denken, anstatt lange theoretische Varianten auswendig zu lernen. Aber der zur Zeit moderne Bajonett-Angriff (9.b4) stört die schwarzen Pläne. Denn nach der schwarzen Hauptfortsetzung 9...Sh5 öffnet sich die Stellung und es kommt zu langen, forcierten Varianten, die man mit Computerhilfe analysieren kann. Diese DVD bietet ein gutes Mittel gegen den weißen Bajonett-Angriff: 9...a5! Dieser Zug führt zu gesunden Stellungen, in denen es nur wenig konkrete Varianten gibt und in der Strategie wichtiger als Taktik ist. Objektiv sind die Chancen ausgeglichen, aber wenn Schwarz die Stellung kennt, kann die Lage schnell kritisch für Weiß werden.
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Videos: Felix Blohberger präsentiert die Überraschungswaffe 4...a6 im Vierspringerspiel. Mihail Marin untersucht Englisch mit 1.c4 e5 2.g3 g6 3.d4 exd4 4.Dxd4 Sf6 5.Lg2 Sc6. Dazu gibt es die „Wundertüte“ mit 37 Analysen von Berg, Radjabov u.a.
Petroff oder auch Russisch genannt ist bekannt für ihre Solidität und strategische Vollkommenheit und war ein Grundpfeiler im Repertoire von Elite-Großmeistern wie Fabiano Caruana und Ian Nepomnjaschtschi bei Ihren Teilnahmen an Kandidatenturnieren.
Das Benkö-Gambit ist auf allerhöchstem Niveau zurück – und es ist leicht zu erkennen, warum. Schwarz opfert einen Bauern, um am Damenflügel die Initiative zu ergreifen, und erhält so anhaltenden Druck, aktive Figuren und offene Linien, die Weiß das Leben
Der Hyper-Accelerated Dragon ist schnell und scharf. Schwarz entwickelt seinen Läufer sofort nach g7 und kann oftmals d5 in einem Zug spielen und ein Tempo sparen.
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