Biel: Vachier-Lagrave schlägt Georgiadis

26.07.2018 – Nach schwachem Start verbesserte Maxime Vachier-Lagrave heute seinen Punktestand beim Schachfestival in Biel mit einem Sieg über Nico Georgiadis. Das Spitzenspiel zwischen Magnus Carlsen und Shakhriyar Mamedyarov endete remis, ebenso die Partie von Peter Svidler und David Navara. | Fotos: Simon Bohnenblust, Lennart Ootes

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Heute wurde im Bieler Accentus GM-Turnier die fünfte Runde ausgetragen, die letzte Runde des ersten Umgangs, bevor dann jeder gegen jeden in der Rückrunde jeweils eine weitere Partie spielt.

Blick von oben auf Biel

In seiner Partie gegen Nico Georgiadis brachte Maxime Vachier-Lagrave in der Englischen Eröffnung die Mikenas-Variante aufs Brett. Mit 9.Le2 folgte der Franzose einem Konzept, mit dem Daniil Dubov beim Tal Memorial in Moskau gegen Hikaru Nakamura erfolgreich war. Die Idee ist mit einem Bauernopfer verbunden. Im Unterschied zu Nakamura nahm der Schweizer das Angebot jedoch nicht an. Vachier-Lagrave erhielt trotzdem Entwicklungsvorsprung und konnte diesen dann in einen Bauerngewinn verwandeln. Im Endspiel vergrößerte Weiß dann seinen Vorteil sukzessive.

 

Schwarz nahm hier auf c5, verlor aber nach 36...Td8 den Turm (36...Kg7 37.Se6) und gab auf.

Vachier-Lagrave gegen Georgiadis

Auch Peter Svidler und David Navara betätigten sich in ihrer Partie in der Englischen Eröffnung, hier in der Vierspringervariante mit 4.e3. Die Variante ist in jüngster Zeit wieder modern geworden und wurde in den letzten Monaten einige Male in GM-Turnieren gespielt. Svidler und Navara folgten noch bis zum 18.. Zug einer Vorgängerpartie und befanden sich dann in einem nahezu ausgeglichenem Endspiel mit symmetrischer Bauernverteilung. Svidlers einziger allerdings nur akademischer Vorteil war der Besitz des Läuferpaares.

 

Navara provozierte in der Folge den Tausch der Bauern am Königsflüge, danach verflachte die Partie völlig und endete im 40. Zug mit der Punkteteilung.

Carlsen gegen Mamedyarov

Im Spitzenspiel der punktgleichen Tabellenführer traf Magnus Carlsen mit den weißen Steinen auf Shakhriyar Mamedyarov. Carlsen wählte in der Spanischen Partie einen Aufbau mit d3 und die Partie nahm dann den gleichen Charakter an, der auch für die unzähligen Partien typisch ist, die derzeit mit der "Modernen Variante" der Italienischen Partie gespielt werden.

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Carlsen kam am Damenflügel zu etwas Spiel und gewann dort einen Bauern, den er im Zentrum aber wieder einbüßte. Im Ergebnis war die Anzahl der Bauern gleich, Carlsen besaß aber immerhin auf der c-Linie einen Freibauern. Dies war für den Weltmeister ein guter Grund, auch bei reduziertem Material noch weiter auf Gewinn zu spielen. 

 

Nach dem 39.bxc4. 

Mamedyarov ließ aber nichts zu und nach dem Tausch der letzten Leichfiguren war dem Remis im Damenendspiel nicht mehr zu entkommen.

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