Der Hamburger SK hat mit der jungen Engländerin Bodhana Sivanandan (11) einen neuen nicht mehr so heimlichen Star in seinen Reihen. Das englische Supertalent hatte für den Hamburger Traditionsverein schon in der Frauenbundesliga gespielt und feierte am vergangenen Wochenende Premiere in der Zweiten HSK-Mannschaft in der Zweiten Bundesliga Nord.

Die Zweite Bundesliga ist nach der Reform nun in zwei Staffeln aufgeteilt. Nach dem Vorbild der ersten Liga spielen die Teams mit Reisepartnern zwei Wettkämpfe pro Wochenende.
Das Team des HSK reiste ins nahe gelegene Lübeck und trat dort im neuen Spiellokal des Lübecker SV gegen den Gastgeber und gegen Doppelbauer Turm Kiel an. Der Lübecker SV empfängt seine Gäste jetzt im Europäischen Hansemuseum im Burgkloster auf dem Lübecker Burghügel. Gespielt wird im alten Beichtsaal.
Am Samstag traf der HSK auf den Gastgeber, der sich nach dem Aufstieg ordentlich verstärkt hat und mindestens Ambitionen hat, die Klasse zu halten. Lübeck spielte mit drei Großmeistern, Bundestrainer Jan Gustafsson, Jonny Hector und Raj Tischbierek. Die Hamburger mussten mit nur einem GM auskommen, Nikolas Lubbe, und waren nach Eloschnitt eher der Außenseiter. Am Ende gingen die beiden Mannschaftspunkte erwartungsgemäß an Lübeck, doch auch der HSK hatte Chancen.
Lübeck startete mit Siegen von Raj Tischbierek und Raphael Lagunow. Es folgten zwei Unentschieden mit Bahne Fuhrmann gegen Jonny Hector und Bodhana Sivanandan gegen Levi Malinowsky. Merijn van Delft punktete dann für Hamburg.
Auch Malek Koniahli (HSK) hatte gegen Julijan Plenca gute Gewinnchancen, stellte die Partie dann aber ein. An Brett eins gewann schließlich Nikolas Lubbe noch das GM-Duell gegen Jan Gustafsson. Doch das reichte nicht mehr zum 4:4.

Im Parallelkampf unterlag Kiel klar mit 1:7 gegen Wolfhagen.
Am Sonntag kam der HSK dann zu einem 5:3-Sieg gegen Kiel. Nico Zwirs, Merijn van Delft, Jakob Weihrauch und auch Bodhana Sivanandan punkteten voll für Hamburg.
Mit den schwarzen Steinen wurde die Engländerin von einer sehr guten Eröffnung ihres Gegners überrascht und stand in der Vorstoßvariante der Caro-Kann-Verteidigung schlecht. Nachdem sie das Schlimmste überstanden hatte, nutzte sie im Doppelturmendspiel einige Fehler des Kielers zum erfolgreichen Konter.
Nico Zwirs zeigte gegen den Angriff seines Gegners in verwickelter Stellung eine überzeugende Verteidigung.
Merijn van Delft führte seinen Drachenaufbau auf klassische Weise zum Sieg.
Lübeck musste indes im Parallelkampf eine klare 2:6-Niederlage gegen das sehr starke ukrainisch-kasachische Team aus Wolfhagen (vier GMs) hinnehmen, das vermutlich Aufstiegsfavorit Nummer eins aus der Nordstaffel ist.

Merijn van Delft
Doppelpacker und Mannschaftskapitän Merijn van Delft hat auf der Seite des Hamburger SK zwei lebendige Wettkampfberichte veröffentlicht.
Mit bestem Dank an den Hamburger SK und Evi Zickelbein für die Unterstützung.

Stand nach zwei Runden
| Mannschaft | Sp | MP | BP | BW | |
|---|---|---|---|---|---|
| 1. | Sfr. Wolfhagen | 2 | 4 | 13 | 58 |
| 2. | SV Görlitz 1990 | 2 | 4 | 12 | 54½ |
| 3. | SV Mülheim Nord | 2 | 4 | 10 | 47 |
| 4. | USV TU Dresden | 2 | 4 | 9½ | 43½ |
| 5. | SV Werder Bremen II | 2 | 2 | 9 | 38 |
| 6. | Hamburger SK II | 2 | 2 | 8½ | 40½ |
| 7. | Lübecker SV | 2 | 2 | 6½ | 25½ |
| 8. | Bochumer SV 02 | 2 | 1 | 6½ | 33 |
| 9. | SK Kirchweyhe II | 2 | 1 | 6½ | 26 |
| 10. | SG Porz | 2 | 0 | 5½ | 19½ |
| 11. | Aachener SV | 2 | 0 | 5 | 26½ |
| 12. | SK Doppelbauer Turm Kiel | 2 | 0 | 4 | 20 |
Ergebnisse Runde 1
Ergebnisse Runde 2