Die Partie zwischen Vincent Keymer und Bogdan-Daniel Deac lässt sich durch positionelles langsames Spiel und einem kraftvollen Königsangriff charakterisieren. Beide Spieler zogen jeweils einen Springer während der Partie wieder auf ihre Startposition zurück, um diese umzupositionieren. An mehreren Stellen zog Bogdan-Daniel Deac seine Figuren vor und zurück und doch gab es keinen Ausschlag der Stellungsbewertung durch die Engine. Man könnte meinen, dass es ein Paradebeispiel für eine Remispartie wäre. Doch dann startete Vincent Keymer einen Königsangriff, der es in sich hatte. Er opferte zwei Bauern und richtete alle seine Figuren auf den gegnerischen König und gewann so.
Javokhir Sindarov konnte die Partie gegen Praggnanandhaa trotz einer Leichtfigur weniger auf dem Brett für einige Züge im Remisbereich halten. Zug 36 wurde ihm zum Verhängnis, da er hier nicht den Weg fand, über den er das Material wieder ausgleichen hätte können.

Praggnanandhaa besiegt Kandidatenturniersieger Sindarov | Foto: Lennart Ootes