In Runde 3 spielte Vincent Keymer mit Schwarz gegen Praggnanandhaa Rameshbabu. Gemeinsam mit Maxime Vachier-Lagrave hatten sie die Tabelle vor Runde 3 mit 1,5 Punkten angeführt. Das direkte Duell zwischen Keymer und Praggnanandhaa endete in einem Remis. MVL spielte gegen Javokhir Sindarov Remis, während Anish Giri gegen Alireza Firouzja und Jorden van Foreest gegen Bogdan-Daniel Deac gewann. Dadurch teilen sich fünf Spieler die ersten Plätze mit jeweils 2 Punkten nach drei Runden.
In der Partie zwischen Praggnanandhaa und Vincent Keymer erreichte der indische Großmeister mit den weißen Figuren eine Stellung mit einem Mehrbauern. Bis ins Turmendspiel Turm gegen Turm und Bauer zog sich die Frage, ob Praggnanandhaa den Mehrbauern verwerten konnte. Die Partie endete mit zwei blanken Königen und einem Remis.
Am Vortag hatte Vincent Keymer zwei Bauern für einen Königsangriff opfern können. Gegen Praggnanandhaa verhalfen ihm Bauernopfer zumindest für aktives Figurenspiel. Über ein Remis ging es jedoch nicht hinaus.
In Zug 68 spielten Anish Giri und Alireza Firouzja nur noch mit der Bedenkzeit, die durch das Inkrement pro Zug dazu kam. Firouzja kämpfte mit einem Läufer und drei Bauern gegen Giris Turm und zwei Bauern. Firouzja hätte noch einen Trick gehabt, ein Remis zu erreichen, fand diesen Weg mit der geringen Bedenkzeit jedoch nicht.
Mit der richtigen Zugreihenfolge hätte ein Mattnetz gedroht, wodurch Giri seinem Gegner hätte erlauben müssen, den b-Bauern (nach Le1 und einem weißen Turmzug) mit dem Läufer zu nehmen. Danach hätte Schwarz weiter für ein Remis kämpfen können.
Anish Giri vs. Alireza Firouzja | Foto: Lennart Ootes
Deac vs. Van Foreest: Schwarz punktet | Foto: Lennart Ootes