Tan Zhongyi hat Alice Lee in der vierten Runde des Cairns Cup in Saint Louis vorerst abgeschüttelt. Bis gestern führten die beiden gemeinsam. Doch während Tan ihre Partie gewann, musste Lee ihre erste Niederlage einstecken. Doch während Tans Bilanz beeindruckt, fragt man sich, was mit der Ex-Weltmeisterin Alexandra Kosteniuk los ist. Sie verlor auch ihre vierte Partie im Cairns Cup. Gegen Bibisara Assaubayeva gab sie bereits nach 23 Zügen auf.
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Was ist nur mit Alexandra Kosteniuk los? | Foto: Lennart Ootes
Runde 4 Ergebnisse:
In einer englischen Partie besiegte Tan Zhongyi die bislang noch sieglose Vaishali Rameshbabu. Während die Chinesin die Partie dominierte, kämpfte die Inderin wie so oft mit ihrer Zeitnot. In einer sehr wechselhaften Passage ab dem 28. Zug hätte die Partie durchaus kippen können. Beide Spielerinnen entschieden sich mehrfach für fragwürdige Züge. Doch Vaishali machte mehr und gewichtigere Fehler:
Tan hatte nach dieser Partie doppelten Grund zur Freude: Denn die punktgleiche Alice Lee verlor ihre Partie gegen Stavroula Tsolakidou in nur 29 Zügen.
Matt in 5 (alles andere verliert noch schneller):
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Der erste Sieg für Stavroula Tsolakidou kostete Alice Lee die Tabellenführung. | Foto: Lennart Ootes
Die dritte entschiedene Partie des Tages kann man schon dramatisch nennen: Alexandra Kosteniuk kam mit 0 aus 3 ans Brett. Gegen Bibisara Assaubayeva hatte sie sich sicher vorgenommen, solide zu spielen. Doch bereits nach 23 Zügen musste die Ex-Weltmeisterin ihrer Gegnerin gratulieren. Zwei Fehler – im 10. und im 18. Zug – waren einfach zu viel.
Assaubayeva baute ihren Eröffnungsvorteil noch etwas aus, bis der nächste Fehlgriff Kosteniuks die Partie bereits entschied:
Kosteniuk hat damit beim hochkarätig besetzten Cairns Cup in St. Louis nach vier Runden einen schmerzhaften Fehlstart hingelegt und steht mit leeren Händen auf dem letzten Platz – einen Punkt hinter der sicher ebenso unzufriedenen Vaishali. Kosteniuk unterlag Alice Lee, Carissa Yip, Divya Deshmukh und – wie gesehen – Bibisara Assaubayeva.
Die Partien zeigen unterschiedliche Ursachen für die Niederlagen. Gegen Alice Lee geriet Kosteniuk in ein schwieriges Endspiel, das Lee trotz zunächst vorhandener Verteidigungsmöglichkeiten schließlich gewann. Gegen Carissa Yip entstand nach der Eröffnung ebenfalls eine komplizierte Stellung, in der Kosteniuk ihre Verteidigung nicht halten konnte. Besonders früh geriet sie gegen Divya Deshmukh unter Druck: Die Inderin verschaffte sich bereits nach wenigen Zügen einen Eröffnungsvorteil und nutzte eine Ungenauigkeit Kosteniuks im zehnten Zug aus, die Partie dauerte allerdings noch bis zum 55. Zug. In der vierten Runde setzte sich Bibisara Assaubayeva schließlich in einer taktisch geprägten Kurzpartie erstaunlich schnell durch. Ob es Gründe außerhalb der Schachbretts gibt, ist Spekulation. Sicher dürfte sein, dass Kosteniuk dieses Turnier sicher schnell beenden und vergessen will.
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Carissa Yip und Divya Deshmukh ließen Tan Zhongyi durch ihr Remis davonziehen. Sie kämpften 68 Züge um den Sieg. Yip vergab ihre guten Siegchancen durch einen groben Fehler im 57. Zug. Schneller endete die Partie zwischen Humpy Koneru und Anna Muzychuk: Remis im 34. Zug.| Foto: Lennart Ootes