Carlsen spielt wieder klassisch

von Carlos Colodro
18.03.2026 – Magnus Carlsen hat in letzter Zeit nur noch selten Turniere mit klassischer Bedenkzeit gespielt, aber beim TePe Sigeman Turnier, das vom 1. bis 7. Mai in Malmö stattfindet, setzt er sich wieder für lange Partien ans Brett. Er trifft dabei auf ein starkes Feld mit Spielern wie Nodirbek Abdusattorov, Arjun Erigaisi, Yagiz Kaan Erdogmus, Andy Woodward und Zhu Jiner. | Bild: Carlsen und Abdusattorov beim Freestyle Grand Slam 2025 in Paris.| Foto: Lennart Ootes

Ihr persönlicher Schachtrainer. Ihr härtester Gegner. Ihr stärkster Verbündeter.
FRITZ 20: Ihr persönlicher Schachtrainer. Ihr härtester Gegner. Ihr stärkster Verbündeter. FRITZ 20 ist mehr als nur eine Schach-Engine – es ist eine Trainingsrevolution für ambitionierte Spieler und Profis. Egal, ob Sie Ihre ersten Schritte in die Welt des ernsthaften Schachtrainings machen oder bereits auf Turnierniveau spielen: Mit FRITZ 20 trainieren Sie effizienter, intelligenter und individueller als je zuvor.

Das TePe Sigeman ist ein Turnier mit acht Teilnehmern und klassischer Bedenkzeit. Gespielt wird im Elite Plaza Hotel am Gustav Adolfs Torg 49 im Stadtzentrum von Malmö. Remisvereinbarungen vor dem 40. Zug von Schwarz sind nicht erlaubt. Favorit ist natürlich Carlsen, der hier zum ersten Mal seit dem Tata Steel Masters 2023 außerhalb von Norwegen ein Rundenturnier mit klassischer Bedenkzeit spielt.

Carlsen ist dem Sigeman-Turnier seit langem verbunden, und schon 2004, als 13-Jähriger, nahm er daran teil. Damals hatte er noch eine Elo-Zahl von 2552 und landete mit 5½ aus 9 auf dem dritten Platz, einen halben Punkt hinter den beiden Turniersiegern Peter Heine Nielsen und Curt Hansen. Aber in Runde 6 gewann Carlsen mit Weiß gegen Nielsen, der später Sekundant von Carlsen wurde und maßgeblich zu mehreren Weltmeistertiteln des Norwegers beigetragen hat.

Frederic Friedel schrieb damals:

In den vergangenen zwei Jahren war in der norwegischen Schachszene immer wieder von diesem neuen Wunderkind die Rede. Mit dreizehn hat er bereits internationale Erfolge erzielt. Der amerikanische Großmeister und Kolumnist Lubosh Kavalek bezeichnete ihn sogar als „Mozart des Schachs“. Kurz vor diesem Turnier sicherte sich Carlsen den Großmeistertitel. Er spielt kompromisslos auf Gewinn und ist auch in der Eröffnung sehr gut vorbereitet – obwohl er kaum über das Brett reicht. Er dürfte schnell zum Publikumsliebling werden; die Veranstalter hoffen, ihn künftig regelmäßig begrüßen zu können.

Sigeman & Co Chess Tournament 2004

Quelle: Turnierseite

Carlsen hat seit Norway Chess in Stavanger im vergangenen Juni kein klassisches Turnier mehr gespielt. Die nächste Ausgabe von Norway Chess – inzwischen in Oslo – beginnt rund drei Wochen nach dem Turnier in Malmö.

Zu seinen wichtigsten Rivalen zählt Nodirbek Abdusattorov aus Usbekistan, Sieger des jüngsten Tata Steel Masters und Gewinner des TePe Sigeman-Turniers 2024.

Zum Teilnehmerfeld gehören außerdem der indische Spitzengroßmeister Arjun Erigaisi, Jorden van Foreest aus den Niederlanden, das türkische Nachwuchstalent Yagız Kaan Erdogmus, Schwedens Nummer eins Nils Grandelius, der US-Amerikaner Andy Woodward, Sieger des Tata Steel Challengers, sowie die chinesische Nachwuchsspielerin Zhu Jiner.

Turnierchef Johan Berntsen betonte, dass Carlsen seine Teilnahme ohne besondere Forderungen oder Bedingungen zugesagt habe.

Player Rating Country
1 Magnus Carlsen 2840 Norway
2 Nodirbek Abdusattorov 2771 Uzbekistan
3 Arjun Erigaisi 2745 India
4 Jorden van Foreest 2729 Netherlands
5 Yagiz Kaan Erdogmus 2687 Türkiye
6 Nils Grandelius 2666 Sweden
7 Andy Woodward 2631 United States
8 Zhu Jiner 2578 China

Turnierseite


Carlos Colodro stammt aus Bolivien und ist Spanisch-Philologe. Seit 2012 arbeitet er als freier Übersetzer und Autor. Schach, Literatur und Musik sind seine großen Leidenschaften.
Diskussion und Feedback Senden Sie Ihr Feedback an die Redakteure