20.04.2021 – Bei seiner gestrigen Banterblitzserie gegen die Challengers, 20 junge Spieler, hatte der Weltmeister den Nachwuchs gut im Griff. Zwei Niederlagen musste Magnus Carlsen aber doch hinnehmen. Und Vincent Keymer nahm dem Weltmeister einen halben Punkt ab.
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In der Julius Baer Challenge Tour treten junge Spieler, je zehn männliche und weibliche, in einer Turnierserie gegeneinander an. Die Idee ist es, den jungen Talenten in den jetzt so schwierigen Zeiten Wettkampfpraxis zu verschaffen, aber auch, weibliche Talente mehr zu fördern, indem man sie in den Wettbewerb mit den jungen männlichen Spielern schickt.
Um den Ehrgeiz der jungen Spieler noch zusätzlich etwas zu befeuern trat Magnus Carlsen gestern Abend in einer Banterblitz (Gewätzblitz) nacheinander gegen alle 20 Challenger an. So hatten die Talente also Gelegenheit, einmal gegen den Weltmeister zu blitzen. Auch zwei der Coaches, die die Talente in dieser Wettbewerbsserie unterstützen, nutzen die Gelegenheit zu einer Blitzpartie gegen den weltbesten Spieler, nämlich Anna Muzychuk und Artur Kogan.
Der Befund war am Ende eindeutig, aber - der Weltmeister konnte nicht alle Partien für sich entscheiden. Zweimal musste Magnus Carlsen dem jungen Gegner zum Sieg gratulieren und einmal entkam er der Niederlage durch hartnäckigen Wiederstand und gab einen halben Punkt ab.
Die beiden Weltmeisterbezwinger waren der Inder Nihal Sarin und der US-Amerikaner Awonder Liang, wobei Letzterem das Glück zur Seite stand. Und als Fastbezwinger ging Vincent Keymer immerhin mit einem halben Punkt vom virtuellen Brett.
Carlsen gegen Nihal
Gegen Nihal Sarin war Carlsen schon in der Eröffnung durch eine ungeschickte Abwicklung in Nachteil geraten. Der junge Inder legte hier nach.
Carlsen ist hier in eine ungünstige Variante der Nimzoindischen Verteidigung geraten. Der weiße Doppelbauer auf der c-Linie ist eine dauerhafte Schwäche. Und ohne Damen hat Weiß nur wenig Gegenspiel.
Den Weltmeister im Griff gehabt und einen halben Punkt erzielt - da kann man nicht meckern. Aber Carlsen hätte die Partie mit Schwarz mit Sicherheit gewonnen.
Gegen Awonder Liang stand Carlsen klar besser. Die Partie entglitt ihm dann in ein gleich stehendes Damenendspiel. Am Ende überschritt der Norweger wohl die Zeit.
Eine fantastische Leistung von Magnus Carlsen, denn unter den jungen Gegnern waren eine Reihe von Supertalenten, die alle schon großes Schachverständnis haben und auch an der Maus sehr flink sind. Und die beiden Coaches wurden auch vom Weltmeister verspeist.
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