Ciao, Italia!

12.09.2009 – "Ende gut - alles gut!", "Mit einem blauen Auge davongekommen" oder doch "Filiz im Glück" - Bernd Rosen, der die deutsche Delegation bei der Jugendeuropameisterschaft in Fermo begleitet hat, ist sich nicht ganz sicher, welches Fazit er am Ende des Turniers in seinem Abschlussbericht ziehen soll. Außerdem berichtet er über küssende Lokalpolitiker, improvisierte Feiern und einen guten Endspurt der deutschen Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Turnierseite...Zum Bericht...

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Viva Italia! Abschlussbericht von der Jugendeuropameisterschaft in Fermo / Italien
Text und Fotos: Bernd Rosen


Filiz Osmanodja mit Bernd Vökler und Bernd Rosen

Bei der Suche nach einem Motto für diesen Rückblick auf die Jugendeuropameisterschaft drängen sich mehrere Überschriften auf: "Ende gut - alles gut!" passt ebenso gut wie "Mit einem blauen Auge davongekommen", am passendsten scheint mir aber doch "Filiz im Glück". Denn ausgerechnet in der letzten Runde des Turnier erlitt unsere verbliebene Anwärterin auf Edelmetall gegen die Polin Maria Leks einen schlimmen Rückfall in ihre alte Schwäche Zeitnotkrankheit und musste schnell die zweite Niederlage im Turnier hinnehmen.

Doch keine ihrer Konkurrentinnen um den zweiten Platz konnte diese Steilvorlage nutzen: Die Weißrussin Nastassia Ziaziulkina spielte gegen die neue Europameisterin Marsel Efroimski aus Israel Remis, die Polin Alexandra Lach verlor gegen die nominell schwächere Georgierin Lika Kobeshavidze, und die Französin Sophie Aflalo erlitt gegen die Russin Diana Samigullina das gleiche Schicksal. So verwies Filiz in der Abschlusstabelle die punktgleichen Spielerinnen Maria Leks und Lika Kobeshavidze dank besserer Buchholzwertung auf die Plätze.


Die Spitzenbretter der U14w vor der letzten Runde


Siegerehrung U14w

Keine Medaille, aber immerhin auf die Bühne schaffte es Paula Wiesner, die im Endspurt noch den 10. Platz ereichte. Nach der Zeremonie zeigte sie sich allerdings leicht irritiert: "Der hat mich einfach geküsst!" berichtete sie empört über den Lokalpolitiker, der die Ehrung der U10w vornahm und von den Fotografen fast zwangsweise an den Rand der Bühne verwiesen wurde, damit er ihnen nicht den Blick auf die Siegerinnen versperrte.

Wie schon die Eröffnungsfeier wirkte auch die Siegerehrung eher improvisiert. "Auch der Turnierleiter Werner Stubenvoll weiß noch nicht, wie die Ehrung ablaufen soll. Er hat mir gesagt, dass er vorsichtshalber mal die Abschlusstabellen mitgebracht hat!" berichtete mir Schiedsrichter Jürgen Klüners kurz vor Beginn der Veranstaltung. Spätestens hier wurden bei den Teilnehmern der letztjährigen WM in Vietnam wehmütige Erinnerungen wach...

Über das insgesamt eher mäßige Abschneiden der deutschen Teilnehmer habe ich schon berichtet. Immerhin gelang unserer Equipe der Endspurt: In der 8. Runde schlugen satte 12 : 4 Punkte zu Buche, und auch in der Schlussrunde konnten sich einige unserer Spieler noch einmal verbessern. In der U16 kam es zu einem Miniwettkampf mit Ungarn, den Jens Kotainy und Maximilian Berchtenbreiter mit 2:0 klar für sich entscheiden konnten. Anja Schulz zerschmetterte den Skandinavier ihrer Gegnerin mit einem schönen Figurenopfer, Svenja van Orsouw landete ihren zweiten Sieg, der sie insgesamt leicht ins ELO-Plus brachte, und Felix Graf trotzte dem starken Rumänen Tiberiu Georgescu ein Remis ab. Abschließend noch einige Fotos vom Turnier:


8. Runde: Aleksandra Lach - Filiz Osmanodja, im Hintergrund Vater Osmodja


Thomas Pähtz und Bernd Rosen


Altstadt von Fermo


Altstadt von Fermo


Paula, Arshak und das "LSD-Schaf"

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