Er war Sekundant von Matthias Blübaum beim WM-Kandidatenturnier auf Zypern. Kurz danach feierte Frederik Svane einen überzeugenden Turniersieg auf Sardinien. Damit erzielt der 22-jährige Frederik Svane bei dem Turnier in Orosei eines der besten Ergebnisse seiner Karriere. Er siegte mit einem halben Punkt Vorsprung vor Haik M. Martirosyan, Ian Nepomniachtchi und Mamikon Gharibyan
Aber auch das Kandidatenturnier steht nochmal im Fokus dieser Ausgabe. Im Interview mit Hartmut Metz gewährt Matthias Blübaum interessante Einblicke in die Abläufe vor und während dieses außergewöhnlichen Turniers. Er verrät auch, wie zufrieden er mit seinem Abschneiden ist und warum er sich einen „Clown“ schimpfte. Außerdem analysiert sein Ex-Trainer Matthias Krallmann den Turnierverlauf ausführlich.
Der Kalender war aber auch über die beiden genannten Turniere hinaus prall gefüllt, zum Beispiel auch mit der Zentralen Bundesliga-Endrunde in Berlin. Hintergrundberichte, Partien und Ergebnisse liefert die gerade erschienene Juni-Ausgabe des Schach-Magazin 64:
Am Anfang stand ein überraschter Turnierorganisator. Der konnte es nicht glauben, als Magnus Carlsen anrief und fragte, ob er an dem TePe Sigeman & Co Chess Tournament teilnehmen könne. Er konnte – und er gewann das Turnier. „Ich habe diese Woche genossen“, sagte ein erleichterter Carlsen, nachdem er Erigaisi in einer Armageddon-Partie besiegt hatte. Das Turnier hatte für den Weltranglistenersten nicht besonders gut angefangen ...
Die Bundesligaendrunde gastierte nach ein paar Jahren endlich wieder in Berlin! Ende April war es soweit, 16 Teams reisten zum gemeinsamen Abschlusswochenende an. Organisiert wurde dieses Spitzenevent engagiert von den Schachfreunden Berlin sowie dem Berliner Schachverband. Als Location diente das Willy-Brandt-Haus in Kreuzberg, der Sitz der Bundeszentrale der SPD, welches eine großartige Kulisse für den neuen Deutschen Meister aus Viernheim lieferte.
Trotz der jüngsten Erfolge von Junioren war der Sieg des 17-jährigen Ukrainers Roman Dehtiarov bei der Einzel-Europameisterschaft eine riesige Überraschung. Denn Dehtiarov ist nicht nur ein Teenager, sondern er war auch der einzige IM U18 und belegte in der Startrangliste Platz 126 von 500 Teilnehmern, darunter 102 Großmeister.
Schon lange bevor Apps das Schachspiel digital revolutionierten, stand in vielen Wohnzimmern ein Gerät, das für eine ganze Generation zum Synonym für künstliche Intelligenz im Schach wurde: der Mephisto Schachcomputer. Klobig aus heutiger Sicht, aber seiner Zeit voraus, sollte er zur Steigerung des strategischen und vor allem taktischen Denkens beitragen. Nostalgie schwingt mit. Das gilt auch für die Familie, die hinter der modernen App LotusChess steckt. Für sie ist dieses Gerät der Ursprung und Verpflichtung zugleich.
Und sonst?
Weitere Turnierberichte aus aller Welt mit Hintergründen und den aufregendsten Partien, spannende Endspielanalysen, knifflige Taktikaufgaben und viele weitere Themen machen die neue Ausgabe des Schach-Magazin 64 wieder äußerst lesenswert ...
Hier ein ausführlicher Blick in den Inhalt des neuen Hefts:
