Die Schach-Olympiade in Samarkand ist gerade beendet, wenn Sie dieses Heft in Händen halten. Das Team von Jan Gustafsson ist den hohen Erwartungen gerecht geworden. GM Ian Rogers blickt auf die ersten Runden, die vor dem Redaktionsschluss stattfanden. Aber auch die Wochen vor dem großen Schachfest in Usbekistan waren nicht langweilig: Ein Turnier jagte das vorhergehende. Die Grand Chess Tour ging zu Ende, es spielten Legenden wie Topalov und Kasparov in den USA gegeneinander und Faustino Oro versuchte seinen Legenden-Titel aus dem Vorjahr in Spanien zu verteidigen.
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Hier ein ausführlicher Blick ins gerade erschienene Oktoberheft:
Am 15. September versammelte sich die Schachwelt erneut in Samarkand zur Eröffnungsfeier der 46. Schacholympiade – der ersten Olympiade, die jemals in Zentralasien ausgetragen wurde und an der 205 Teams im offenen Wettbewerb sowie 189 Frauenteams teilnahmen. Die Eröffnungsfeier fand am Ufer des „Kanals der Seidenstraße“ statt – einer ehemaligen sowjetischen Ruderregattastrecke, die heute Teil eines riesigen Touristenkomplexes ist. Rund 2000 Spielerinnen und Spieler verfolgten im Amphitheater „Boqiy Shahar“ Darbietungen traditioneller usbekischer Gesangs- und Tanzkunst sowie Opern- und Rap-Einlagen, während sich über ihnen eine von Drohnen inszenierte Lichtshow mit Schachmotiven entfaltete. Ian Rogers berichtet über den Auftakt dieser aufwendig inszenierten Schachwochen.
Der Inder Praggnanandhaa Rameshbabu krönte ein überaus erfolgreiches Jahr 2026 mit dem Sieg beim Finale der Grand Chess Tour 2026 – einem kurzen K.-o.-Turnier für vier Spieler, das den Abschluss der aus fünf Turnieren bestehenden Grand Chess Tour bildete. Am GCT-Finale in Saint Louis, das unmittelbar im Anschluss an den Sinquefield Cup stattfand, nahmen Fabiano Caruana, Praggnanandhaa, Wesley So und Vincent Keymer teil. Letzterer hatte sich erst mit seiner letzten Partie beim Sinquefield Cup noch unter die besten vier Spieler der GCT-Gesamtwertung geschoben.
Magnus Carlsen hat seinen Titel beim Esports World Cup in Paris erfolgreich verteidigt. Der Norweger blieb während des gesamten Wettbewerbs ungeschlagen und setzte sich im Finale souverän gegen den erst 19-jährigen Denis Lazavik durch. Beide Vier-Partien-Matches entschied Carlsen mit 3:1 für sich. Zuvor hatte er Nihal Sarin und Alireza Firouzja ausgeschaltet. Lazavik überraschte seinerseits mit Siegen gegen Nodirbek Abdusattorov und Hikaru Nakamura. Der Schachwettbewerb war erneut Teil des großen E-Sports-Events und wurde mit einem Preisfonds von 1,5 Millionen Dollar ausgetragen. Carlsen erhielt für seinen Titel 250.000 Dollar.
Wesley So hat den Sinquefield Cup in Saint Louis zum zweiten Mal in Folge gewonnen. Der US-Amerikaner legte mit 2,5 Punkten aus drei Partien einen starken Start hin und sicherte sich den Turniersieg schließlich im Armageddon gegen Praggnanandhaa. Bemerkenswert: So hatte zuvor neun Partien in Folge remis gespielt. Mit seiner pragmatischen Strategie setzte er sich dennoch gegen die junge Konkurrenz durch. Vincent Keymer verpasste den Sieg nur knapp und landete nach Siegen gegen Fabiano Caruana und Praggnanandhaa im erweiterten Spitzenfeld. Tan Zhongyi dominierte den parallel ausgetragenen Cairns Cup der Frauen.
Veselin Topalov hat das Clutch-Chess-Duell gegen Garry Kasparov in St. Louis klar mit 16:8 gewonnen. Die Neuauflage der großen Rivalität wurde vom 11. bis 13. September im Saint Louis Chess Club ausgetragen und bestand aus zwölf Chess960-Partien. Dabei wurden die Punkte von Tag zu Tag höher gewichtet: Ein Sieg zählte am ersten Tag einen, am zweiten zwei und am dritten drei Punkte. Topalov erwies sich vor allem im Blitzschach als überlegen und gewann fünf der sechs Partien. Gespielt wurde mit wechselnden Bedenkzeiten: sechs Schnellpartien mit 25 Minuten plus zehn Sekunden pro Zug und sechs Blitzpartien mit fünf Minuten plus drei Sekunden. Insgesamt standen 144.000 Dollar auf dem Spiel.
Und sonst?
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Hier ein ausführlicher Blick in den Inhalt des neuen Hefts:
