Das neue Schach-Magazin 64 ist da: Der beste Spieler

von Stefan Liebig
05.10.2026 – Alle zwei Jahre freut sich die Schachwelt auf ein außergewöhnliches Zusammentreffen der Weltbesten und von Amateuren aus aller Welt. In welcher Sportart kommen unerfahrene Spieler so nah an ihre Stars? Usbekistan richtete die 46. Schacholympiade aus. Die neue Ausgabe des Schach-Magazin 64 blickt auf den Auftakt des Festes ebenso zurück, wie auf die vielen anderen Turniere, die in diesem Sommer stattfanden. | Foto: Lennart Ootes / GCT

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Die Schach-Olympiade in Samarkand ist gerade beendet, wenn Sie dieses Heft in Händen  halten. Das Team von Jan Gustafsson ist den hohen Erwartungen gerecht geworden. GM Ian Rogers blickt auf die ersten Runden, die vor dem Redaktionsschluss stattfanden. Aber auch die Wochen vor dem großen Schachfest in Usbekistan waren nicht langweilig: Ein Turnier jagte das vorhergehende. Die Grand Chess Tour ging zu Ende, es spielten Legenden wie Topalov und Kasparov in den USA gegeneinander und Faustino Oro versuchte seinen Legenden-Titel aus dem Vorjahr in Spanien zu verteidigen. 

Spannung ist  damit im neuen Schach-Magazin 64 garantiert!   

Hier ein ausführlicher Blick ins gerade erschienene Oktoberheft: 

46. Schacholympiade in Samarkand

Am 15. September versammelte sich die Schachwelt erneut in Samarkand zur Eröffnungsfeier der 46. Schacholympiade – der ersten Olympiade, die jemals in Zentralasien ausgetragen wurde und an der 205 Teams im offenen Wettbewerb sowie 189 Frauenteams teilnahmen. Die Eröffnungsfeier fand am Ufer des „Kanals der Seidenstraße“ statt – einer ehemaligen sowjetischen Ruderregattastrecke, die heute Teil eines riesigen Touristenkomplexes ist. Rund 2000 Spielerinnen und Spieler verfolgten im Amphitheater „Boqiy Shahar“ Darbietungen traditioneller usbekischer Gesangs- und Tanzkunst sowie Opern- und Rap-Einlagen, während sich über ihnen eine von Drohnen inszenierte Lichtshow mit Schachmotiven entfaltete. Ian Rogers berichtet über den Auftakt dieser aufwendig inszenierten Schachwochen.

Praggnanandhaa gewinnt die Grand Chess Tour 2026

Der Inder Praggnanandhaa Rameshbabu krönte ein überaus erfolgreiches Jahr 2026 mit dem Sieg beim Finale der Grand Chess Tour 2026 – einem kurzen K.-o.-Turnier für vier Spieler, das den Abschluss der aus fünf Turnieren bestehenden Grand Chess Tour bildete. Am GCT-Finale in Saint Louis, das unmittelbar im Anschluss an den Sinquefield Cup stattfand, nahmen Fabiano Caruana, Praggnanandhaa, Wesley So und Vincent Keymer teil. Letzterer hatte sich erst mit seiner letzten Partie beim Sinquefield Cup noch unter die besten vier Spieler der GCT-Gesamtwertung geschoben.

Sehen Sie, welche Eröffnungen Carlsen wählt, um seinen Gegner im Mittelspiel strategisch zu überspielen oder ein vorteilhaftes Endspiel zu erhalten.

Carlsen verteidigt seinen Titel beim Esports World Cup

Magnus Carlsen hat seinen Titel beim Esports World Cup in Paris erfolgreich verteidigt. Der Norweger blieb während des gesamten Wettbewerbs ungeschlagen und setzte sich im Finale souverän gegen den erst 19-jährigen Denis Lazavik durch. Beide Vier-Partien-Matches entschied Carlsen mit 3:1 für sich. Zuvor hatte er Nihal Sarin und Alireza Firouzja ausgeschaltet. Lazavik überraschte seinerseits mit Siegen gegen Nodirbek Abdusattorov und Hikaru Nakamura. Der Schachwettbewerb war erneut Teil des großen E-Sports-Events und wurde mit einem Preisfonds von 1,5 Millionen Dollar ausgetragen. Carlsen erhielt für seinen Titel 250.000 Dollar. 

Remis-König Wesley So gewinnt den Sinquefield Cup,
Tan Zhongyi dominiert den Cairns Cup

Wesley So hat den Sinquefield Cup in Saint Louis zum zweiten Mal in Folge gewonnen. Der US-Amerikaner legte mit 2,5 Punkten aus drei Partien einen starken Start hin und sicherte sich den Turniersieg schließlich im Armageddon gegen Praggnanandhaa. Bemerkenswert: So hatte zuvor neun Partien in Folge remis gespielt. Mit seiner pragmatischen Strategie setzte er sich dennoch gegen die junge Konkurrenz durch. Vincent Keymer verpasste den Sieg nur knapp und landete nach Siegen gegen Fabiano Caruana und Praggnanandhaa im erweiterten Spitzenfeld. Tan Zhongyi dominierte den parallel ausgetragenen Cairns Cup der Frauen.

DIE SCHACH-HORIZONT-ERWEITERUNG
In ChessBase gibt es immer wieder Ansätze, die typischen Pläne einer Eröffnungsvariante zu zeigen. Zwar ist Schach im Zeitalter der Engines viel konkreter als früher gedacht. Doch gerade Amateure lieben Eröffnungen mit klaren Plänen, siehe Londoner System. In ChessBase ’26 beschäftigen sich gleich drei Funktionen mit der Darstellung von Plänen. Im neuen Eröffnungsreport wird für jede wichtige Variante untersucht, welche Figurenzüge oder Bauernvorstöße darin wichtig sind. In der Referenzsuche sieht man jetzt auf dem Brett, wo die Figuren üblicherweise hingehen. Und startet man die neue Monte-Carlo-Analyse, zeigt auch hier das Brett die häufigsten Figurenpfade.

Topalov gewinnt das Duell der Legenden deutlich

Veselin Topalov hat das Clutch-Chess-Duell gegen Garry Kasparov in St. Louis klar mit 16:8 gewonnen. Die Neuauflage der großen Rivalität wurde vom 11. bis 13. September im Saint Louis Chess Club ausgetragen und bestand aus zwölf Chess960-Partien. Dabei wurden die Punkte von Tag zu Tag höher gewichtet: Ein Sieg zählte am ersten Tag einen, am zweiten zwei und am dritten drei Punkte. Topalov erwies sich vor allem im Blitzschach als überlegen und gewann fünf der sechs Partien. Gespielt wurde mit wechselnden Bedenkzeiten: sechs Schnellpartien mit 25 Minuten plus zehn Sekunden pro Zug und sechs Blitzpartien mit fünf Minuten plus drei Sekunden. Insgesamt standen 144.000 Dollar auf dem Spiel.

Auf dieser DVD geht ein Expertenteam Kasparovs Spiel auf den Grund. In über 8 Stunden Videospielzeit beleuchten die Autoren Rogozenko, Marin, Reeh und Müller vier wesentliche Aspekte von Kasparovs Spielkunst: Eröffnung, Strategie, Taktik und Endspiel.
 

Und sonst?

  • England und Slowenien holen die Senioren-Europameistertitel
  • David Antón Guijarro dominiert Legends & Prodigies 
  • Schachschule: 196 – Dame gegen zwei Türme   
  • Test und Training: mit Judit Polgar gewinnen
  • ChessBase-, Sachbuch- und Schachroman-Rezensionen

Weitere Turnierberichte aus aller Welt mit Hintergründen und den aufregendsten Partien, spannende Endspielanalysen, knifflige Taktikaufgaben und viele weitere Themen machen die neue Ausgabe des Schach-Magazin 64 wieder äußerst lesenswert ...  

Hier ein ausführlicher Blick in den Inhalt des neuen Hefts:

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  •  Speichern Sie eigene Partien und Analysen in Cloud-Datenbanken - Synchronisieren Sie Ihre persönlichen Datenbanken über alle Geräte
  • Analysieren Sie Ihre Partien mit der eingebauten Engine
  • Live-Eröffnungsbuch: Nutzen Sie die umfassendste und aktuellste Statistik für jede Eröffnungsstellung
  • Zugriff auf Ihr Eröffnungsrepertoire in der Cloud: Erstellen und bearbeiten Sie Ihr persönliches Eröffnungsrepertoire
  • 300 Eröffnungsübersichten mit Repertoirevorschlägen: Einsteigen in neue Systeme!
  • Eröffnungsvarianten trainieren mit drei Modi.
  • Erweiterte Notation: Fügen Sie Kommentare, Symbole, Varianten, Pfeile und Markierungen zu Ihren Partien hinzu
  • Erweiterte Freigabeoptionen: Teilen Sie Partien und Stellungen per Link, Bild, GIF, FEN oder QR-Code
  • PGN-Kompatibilität: Hoch- und Herunterladen von Spielen oder Datenbanken als PGN-Dateien


Stefan Liebig, geboren 1974, ist Journalist und Mitinhaber einer Marketingagentur. Er lebt heute in Barterode bei Göttingen. Im Alter von fünf Jahren machten ihn seltsame Figuren im Regal der Nachbarn neugierig. Seitdem hat ihn das Schachspiel fest in seinen Bann gezogen. Höhenflüge in die NRW-Jugendliga mit seinem Heimatverein SV Bad Laasphe und einige Einsätze in der Zweitligamannschaft von Tempo Göttingen waren Highlights für den ehemaligen Jugendsüdwestfalenmeister.
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