Das neue Schach-Magazin 64 ist da – Matthias Blübaum auf dem Weg zum Titelkampf

von Stefan Liebig
27.03.2026 – Die Fans fiebern den Kandidatenturnieren entgegen – die deutschen Fans sind gespannt, wie Matthias Blübaum abschneiden wird. Hartmut Metz hat mit dem ersten deutschen Kandidaten seit vielen Jahrzehnten gesprochen, kurz bevor es auf Zypern losgeht. Spannend war es auch in Prag und Weissenhaus, die neue Ausgabe des Schach-Magazin 64 blickt auf diese Turniere zurück und auf viele weitere fesselnde Schachthemen. | Foto: Lennart Ootes

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Matthias Blübaum steht beim WM-Kandidatenturnier auf Zypern ab Ende März vor seiner größten schachlichen Herausforderung. Der 28-Jährige qualifizierte sich sensationell durch seinen zweiten Platz im September 2025 beim FIDE Grand Swiss für den hochkarätig besetzten Wettbewerb.

Der zweifache Europameister gilt in dem achtköpfigen Feld als Außenseiter, obwohl Blübaum auch beim Topturnier in Wijk aan Zee (Niederlande) mit den Weltbesten gut mithielt und sogar den indischen Weltmeister Gukesh schlug.

Nach diesem Erfolg im Januar unterhielt sich Hartmut Metz mit dem Deizisauer Bundesligaspieler über seinen schachlichen Werdegang und seine Aussichten beim Kandidatenturnier.

Weitere Schwerpunkte des gerade erschienenen April-Hefts des Schach-Magazin 64 sind der Nachruf von Ian Rogers auf den verstorbenen Jan Timman, der Doppelspieltag der Bundesliga im Februar sowie Interviews mit Peter Heine Nielsen, Michael S. Langer, Gerhard Prill. Einige weitere Einblicke in die neue Ausgabe:

Carlsen schreibt Freestyle-Geschichte

Acht der stärksten Großmeister der Welt kämpften über mehrere Tage um den ersten offiziellen Weltmeistertitel im Freestylechess. Am Ende setzte sich einmal mehr Magnus Carlsen durch und fügte seiner außergewöhnlichen Karriere eine weitere prestigeträchtige Trophäe hinzu. Für den deutschen Großmeister Vincent Keymer wurde das Turnier trotz überzeugender Leistungen zu einer Geschichte knapper Entscheidungen.

Sehen Sie, welche Eröffnungen Carlsen wählt, um seinen Gegner im Mittelspiel strategisch zu überspielen oder ein vorteilhaftes Endspiel zu erhalten.

Abdusattorov gewinnt auch in Prag

Nach seinem Triumph in Wijk aan Zee lieferte sich der 21-jährige Usbeke ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem niederländischen Nachwuchsstar Jorden van Foreest und dem Lokalmatador David Navara. Ein starker Endspurt katapultierte ihn schließlich an seinen Rivalen vorbei.  „Dieses Turnier war seltsam für mich“, gab Abdusattorov zu, „denn wenn ich im Vorteil war, konnte ich meinen Gegnern keine Probleme bereiten, aber wenn ich im Nachteil war, bekam ich Chancen!“ Tatsächlich errang Abdusattorov alle seine Siege erst nach mindestens 55 Zügen.

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„Die Vereine müssen die Menschen direkt ansprechen“

Der Deutsche Schachbund (DSB) könnte in diesem Jahr die Schallmauer von 100.000 Mitgliedern knacken! Die sechsstellige Zahl ist nur noch rund 2500 Neuanmeldungen entfernt. Mehrere Faktoren dürften sich positiv auswirken: Zum einen heben die Netflix-Serien und -Filme über den Schachsport das Image, zum anderen sorgen die deutschen Großmeister um die Vorkämpfer Vincent Keymer und Matthias Blübaum für steigendes Interesse. Außerdem erlebt das Online-Schach seit Corona einen Boom. Zudem fördern engagierte Vereine mit Aktionen im Nachwuchsbereich wie Schul-AGs oder Senioren-Angeboten den Zulauf. Was können Vereine alles tun, um zu profitieren? Auf diese Frage gibt Gerhard Prill viele gute Antworten.

Wie geht es weiter beim Deutschen Schachbund?

Die kommenden Monate gelten deshalb als entscheidend für die Zukunft des DSB. Während auf sportlicher Ebene deutsche Spieler international erfolgreich sind, ringt die Führung des DSB weiterhin um Vertrauen, stabile Strukturen und eine funktionierende Zusammenarbeit zwischen Präsidium und Landesverbänden. Ob der in jedem Fall stattfindende Bundeskongress tatsächlich zu einem Neustart führt oder lediglich eine weitere Etappe in einem länger andauernden Konflikt darstellt, ist derzeit offen. Im Interview nimmt Michael S. Langer, Präsident des Niedersächsischen Schachverbandes und ehemaliges DSB-Präsidiumsmitglied (2003 bis 2015) Stellung zu den neuesten Entwicklungen.

Und sonst?

  • DSAM in Hannover
  • Buch- und Videokursrezensionen
  • Test und Training: Giri gegen Erdogmus
  • Schachschule: Auf Jobavas Spuren
  • Peter Heine Nielsen über Computer- und Freestyle-Schach
  • Ashot Paryanvan gewinnt Brühler Open

DIE SCHACH-HORIZONT-ERWEITERUNG
In ChessBase gibt es immer wieder Ansätze, die typischen Pläne einer Eröffnungsvariante zu zeigen. Zwar ist Schach im Zeitalter der Engines viel konkreter als früher gedacht. Doch gerade Amateure lieben Eröffnungen mit klaren Plänen, siehe Londoner System. In ChessBase ’26 beschäftigen sich gleich drei Funktionen mit der Darstellung von Plänen. Im neuen Eröffnungsreport wird für jede wichtige Variante untersucht, welche Figurenzüge oder Bauernvorstöße darin wichtig sind. In der Referenzsuche sieht man jetzt auf dem Brett, wo die Figuren üblicherweise hingehen. Und startet man die neue Monte-Carlo-Analyse, zeigt auch hier das Brett die häufigsten Figurenpfade.

Weitere Turnierberichte aus aller Welt mit Hintergründen und den aufregendsten Partien, spannende Endspielanalysen, knifflige Taktikaufgaben und viele weitere Themen machen die neue Ausgabe des Schach-Magazin 64 wieder äußerst lesenswert ...  

Hier ein ausführlicher Blick in den Inhalt des neuen Hefts:

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  • Eröffnungsvarianten trainieren mit drei Modi.
  • Erweiterte Notation: Fügen Sie Kommentare, Symbole, Varianten, Pfeile und Markierungen zu Ihren Partien hinzu
  • Erweiterte Freigabeoptionen: Teilen Sie Partien und Stellungen per Link, Bild, GIF, FEN oder QR-Code
  • PGN-Kompatibilität: Hoch- und Herunterladen von Spielen oder Datenbanken als PGN-Dateien


Stefan Liebig, geboren 1974, ist Journalist und Mitinhaber einer Marketingagentur. Er lebt heute in Barterode bei Göttingen. Im Alter von fünf Jahren machten ihn seltsame Figuren im Regal der Nachbarn neugierig. Seitdem hat ihn das Schachspiel fest in seinen Bann gezogen. Höhenflüge in die NRW-Jugendliga mit seinem Heimatverein SV Bad Laasphe und einige Einsätze in der Zweitligamannschaft von Tempo Göttingen waren Highlights für den ehemaligen Jugendsüdwestfalenmeister.
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