Der Spieler des Jahres

von ChessBase
25.12.2019 – Wieder liegt ein ereignisreiches Schachjahr hinter uns, mit tollen Events und Turnieren, beeindruckenden Persönlichkeiten und fantastischen Schachpartien. Wählen Sie mit uns den Spieler des Jahres, die Spielerin des Jahres, die Partie des Jahres, die Kombination des Jahres und das Endspiel des Jahres. Zur Umfrage: Der Spieler des Jahres...

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Auch in diesem Jahr wollen wir unter unseren Lesern wieder eine Umfrage starten. Wir suchen den Spieler des Jahres, die Spielerin des Jahres, die Partie des Jahres, die Kombination des Jahres und das Endspiel des Jahres.

In unserer Redaktion haben wir eine Vorauswahl getroffen. Auch wenn mehrere Personen daran beteiligt sind, ist diese natürlich subjektiv. Und da wir uns auf fünf Vorschläge beschränkt haben, wird der eine oder andere Leser vielleicht seinen Lieblingsspieler, seine Lieblingsspielerin oder seine Lieblingspartie vermissen. Unsere Vorauswahl ist eine von vielen möglichen, dessen sind wir uns in der Redaktion bewusst.

Wer ist der Spieler des Jahres?

(Die Reihenfolge der Spieler ist willkürlich. Abstimmen können Sie nach der Vorstellung der Spieler am Ende des Artikels.)

Wang Hao

Geboren am 4. August 1989 in Harbin, China
Elo-Zahl Januar 2019: 2714, Platz 32-33 der Weltrangliste
Elo-Zahl Dezember 2019: 2756, Platz 16 der Weltrangliste

Wang Hao gilt neben Ding Liren und Wei Yi als eines der größten chinesischen Talente. Großmeister wurde er mit 16 und seitdem hat er zahlreiche internationale Erfolge gefeiert. So gewann er 2015 die Al Ain Classic, 2016 den HD Bank Cup in Ho Chi Minh City und 2017 das Sharjah Masters und die Asiatischen Kontinentalmeisterschaften. Doch den bisherigen Höhepunkt seiner Karriere feierte Wang Hao 2019, mit seinem Sieg beim FIDE chess.com Grand Swiss Turnier auf der Isle of Man, dem vielleicht stärksten offenen Turnier aller Zeiten.

Mit diesem Sieg qualifizierte sich Wang Hao für das Kandidatenturnier 2020 in Jekaterinburg und ist damit nach Ding Liren der zweite Chinese, der es in ein Kandidatenturnier geschafft hat.

Wang Hao nach seinem Sieg beim FIDE chess.com Grand Swiss Turnier | Foto: John Saunders

Alexander Grischuk

Geboren am 31. Oktober 1983 in Moskau, Russland
Elo-Zahl Januar 2019: 2771, Platz 9 der Weltrangliste
Elo-Zahl Dezember 2019: 2777, Platz 5 der Weltrangliste

Alexander Grischuk hat bereits eine lange und sehr erfolgreiche Karriere hinter sich. Er nahm unter anderem bereits vier Mal am Kandidatenturnier oder an Kandidatenwettkämpfen teil (2007, 2011, 2013 und 2018) und war 2006, 2012 und 2015 Blitzschach-Weltmeister.

2019 qualifizierte sich Grischuk durch seine Erfolge bei den Grand Prix Turnieren in Moskau, Riga und in Hamburg zum fünften Mal in seiner Laufbahn für ein Kandidatenturnier.

Alexander Grischuk beim Grand Prix | Foto: Niki Riga

Magnus Carlsen

Geboren am 30. November 1990 in Tønsberg, Norwegen
Elo-Zahl Januar 2019: 2835, Platz 1 der Weltrangliste
Elo-Zahl Dezember 2019: 2872, Platz 1 der Weltrangliste

Für Magnus Carlsen, seit 2013 Weltmeister und seit Juli 2011 ununterbrochen die Nummer 1 der Weltrangliste, verlief das Jahr 2019 außerordentlich erfolgreich. Im Verlauf des Jahres spielte er 77 Partien mit klassischer Bedenkzeit, 30 dieser Partien gewann Carlsen, 47 endeten unentschieden. So blieb Carlsen nicht nur im Jahre 2019 ungeschlagen, sondern hat seit seiner Niederlage gegen Shakhriyar Mamedyarov am 31. Juli 2018 beim Turnier in Biel keine einzige Partie verloren - 107 in Folge.

Carlsens Bilanz von +30, =47 im Jahre 2019 entspricht einer Elo-Performance von 2893 und in der ersten Hälfte des Jahres hat Carlsen jedes Turnier mit klassischer Bedenkzeit gewonnen, in dem er gestartet ist.

Magnus Carlsen | Foto: Lennart Ootes

Teimour Radjabov

Geboren am 12. März 1987 in Baku, Aserbaidschan
Elo-Zahl Januar 2019: 2757, Platz 14 der Weltrangliste
Elo-Zahl Dezember 2019: 2765, Platz 10 der Weltrangliste

Teimour Radjabov feierte bereits als Jugendlicher große Erfolge. Großmeister wurde er im März 2001 im Alter von 14 Jahren, was ihn damals zum zweitjüngsten Großmeister aller Zeiten machte. 2003 sorgte er für Aufsehen, als gegen Garry Kasparov beim Turnier in Linares in einer dramatischen Partie gewann.

2011 und 2013 qualifizierte sich Radjabov für die Kandidatenwettkämpfe bzw. das Kandidatenturnier und im November 2012 lag er auf Platz 4 der Weltrangliste. Doch nach seinem enttäuschenden Abschneiden beim Kandidatenturnier 2013 rutschte Radjabov in der Weltrangliste immer weiter nach unten und dachte nach eigener Aussage auch immer wieder darüber nach, seine Schachkarriere zu beenden.

Doch beim World Cup 2019 feierte der Aserbaidschaner ein Comeback: er besiegte Ding Liren im Finale des World Cups, gewann das Turnier und qualifizierte sich zugleich für das Kandidatenturnier 2020.

Teimour Radjabov | Foto: Kyrill Merkuryev

Ding Liren

Geboren am 24. Oktober 1992 in Wenzhou, China
Elo-Zahl Januar 2019: 2813, Platz 4 der Weltrangliste
Elo-Zahl Dezember 2019: 2801, Platz 3 der Weltrangliste

Ding Liren ist der erste Chinese, der sich für ein Kandidatenturnier qualifizieren konnte, und in den letzten Jahren hat sich Ding durch konstant gutes und starkes Spiel fest in der Weltspitze etabliert. So blieb er von August 2017 bis November 2018 in 100 Partien mit klassischer Bedenkzeit ungeschlagen und auch 2019 feierte Ding eine Reihe von Erfolgen.

Im August 2019 gewann Ding Liren den Sinquefield Cup in St. Louis, nachdem er gegen Carlsen im Tiebreak gewann - das erste Mal, dass Carlsen als amtierender Weltmeister einen Tiebreak verlor. Im Oktober landete Ding beim World Cup zum zweiten Mal in Folge auf dem zweiten Platz. Er verlor zwar im Finale gegen Radjabov, aber qualifizierte sich für das Kandidatenturnier 2020. Erfolgreicher für den Chinesen verlief das Finale der Grand Chess Tour im Dezember 2019 in London: im Halbfinale des Turniers gewann Ding Liren gegen Levon Aronian und im Finale dann gegen Maxime Vachier-Lagrave, womit er sich den Gesamtsieg bei der Grand Chess Tour 2019 sicherte. 

Ding Liren | Foto: Lennart Ootes

Abstimmung

Wer ist für Sie der "Spieler des Jahres 2019"?

(Die Abstimmung endet am 31.12.2019, 24 Uhr)

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