Die Olympiamannschaften sind nominiert: Presseerklärung des DSB

14.07.2010 – Die Mannschaften, die Deutschland bei der Schacholympiade 2010, die vom 21.9. bis 3.10. in Khanty-Mansiysk stattfindet, vertreten werden, sind offiziell nominiert. Wie der Deutsche Schachbund in einer Pressemitteilung erklärt, schickt er zwei "sehr junge Teams" ins Rennen. Bei den Frauen spielen Elisabeth Pähtz (Alter 25, Elo 2485), Elena Levushkina (26, 2345), Melanie Ohme (20, 2326), Sarah Hoolt (22, 2245) und Judith Fuchs (20, 2232), bei den Männern Rainer Buhmann (29, 2573), Sebastian Bogner (19, 2549), Falko Bindrich (19, 2522), Martin Krämer (22, 2516) und Niclas Huschenbeth (18, 2459). Die Aufstellung der Nationalmannschaften hatte Kontroversen ausgelöst und u.a. Igor Khenkin, Nummer 5 der Deutschen Rangliste, zu einem Offenen Brief veranlasst.Offener Brief Igor Khenkins..., Kommentar von Bettina Trabert...Zur Presseerklärung...

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Presseerklärung

Bundestrainer nominiert Nationalmannschaft für die Schacholympiade 2010 in Khanty-Mansiysk

Bundestrainer Uwe Bönsch hat heute die Mannschaften für die im September 2010 stattfindende Schacholympiade bekannt gegeben. Deutschland wird diesmal von zwei sehr jungen Teams vertreten:

Frauen: Elisabeth Pähtz (Alter 25, Elo 2485), Elena Levushkina (26, 2345), Melanie Ohme (20, 2326), Sarah Hoolt (22, 2245) und Judith Fuchs (20, 2232).

Männer: Rainer Buhmann (29, 2573), Sebastian Bogner (19, 2549), Falko Bindrich (19, 2522), Martin Krämer (22, 2516) und Niclas Huschenbeth (18, 2459).

Der Umbruch geschieht nicht ganz freiwillig. Die vier stärksten deutschen Spieler Arkadij Naiditsch, Georg Meier, Daniel Fridman und Jan Gustafsson haben ihre Teilnahme abgesagt, nachdem sich der Deutsche Schachbund bzw. die DSB Wirtschaftsdienst GmbH, die die Mittel für die von ihr zu zahlenden Honorare erwirtschaften muss, trotz erheblicher Anstrengungen und trotz eines persönlichen Engagements des Präsidenten Prof. Dr. von Weizsäcker letztlich außerstande sahen, ihre finanziellen Forderungen zu erfüllen. Das ihnen angebotene Honorar in gleicher Höhe wie zur Schacholympiade in Dresden 2008 wurde als zu gering abgelehnt. Der Deutsche Schachbund bedauert diese Entwicklung. Bei allem Verständnis für die Situation von Berufsschachspielern hätte er sich mehr Einsicht in seine finanziellen Grenzen erhofft.

Nach den Rahmenrichtlinien zur Leistungssportförderung zählt zu den Förderungsvoraussetzungen die grundsätzliche Bereitschaft, den Deutschen Schachbund bei wichtigen sportlichen Wettbewerben zu vertreten. Die Kommission Leistungssport hat daher beschlossen, die Kadermitgliedschaft der vier genannten Spieler zunächst ruhend zu stellen. Bis zur Neuaufstellung der Bundeskader für das Jahr 2011 soll geklärt werden, ob eine zukünftige Zusammenarbeit, die seitens des Deutschen Schachbundes weiterhin für wünschenswert gehalten wird, möglich ist.

Die Kommission Leistungssport begreift die Absage der vier deutschen Spitzenspieler und außerdem der Nationalspielerinnen Ketino Kachiani-Gersinska und Marta Michna, die aus persönlichen Gründen nicht teilnehmen können, zugleich als Chance für die besten deutschen Nachwuchsspielerinnen und - spieler, die überwiegend mit der Jugendolympiamannschaft bereits Olympiadeluft schnuppern konnten. Diese werden alles daransetzen, die entstandene Lücke baldmöglichst zu schließen.

Hamm, den 13.07.2010

Klaus Deventer
Referent für Leistungssport des Deutschen Schachbundes

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