DSOL (3): Daddeln, Schummeln, Opfern, Lüften

von Olaf Steffens
15.02.2021 – Die dritte DSOL-Spielwoche stand auch im Zeichen des Karnevals (Auch wenn dieser in diesem Jahr weitgehend ausgefallen ist). Das kann natürlich auch im Wochenrückblick von Olaf Steffens nicht unberücksichtigt bleiben. Bei seinen Recherchen entdeckte der Autor einen Hamburger in Berlin und einen richtigen Karnevalsumzug.

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DSOL (3): Daddeln, Schummeln, Opfern, Lüften

Im Corona-Lockdown gestrandet wie auf einer einsamen Hallig, bleiben den Menschen in diesem Lande aktuell nicht viel mehr Eindrücke von der Welt, als sie die DSOL bietet.

Nord spielte wieder gegen Süd, Ost gegen Mitte, Süd wiederum mit West, und da dampften sie, die Server in der geheimen Playchess-Weltzentrale im alten Elbtunnel, um alle vor den Bildschirmen ausbaldowerten Ideen, Tricks und Schabiaxen zeitnah den am anderen Ende der Leitung lauernden GegnerInnen anzuzeigen.

Immerhin ist der CO2 Fußabdruck der Liga überschaubar groß, wenn man das Übermitteln der vielen Online-Züge nicht zu hoch bewertet – doch wo und was, Filme, Konzerte, Tischtennis, wird heutzutage nicht im Netz übertragen? Dann dürfen wir Schachspieler das doch wohl auch. Immerhin reisen wir ja nicht durch die Weltgeschichte, sondern spielen gegen Bad Wimpfen, Reichsbahnausbesserungswerk Cottbus, Eckernförde II oder Pattonville aus weiter Ferne, so nah vom heimischen Lagezentrum aus. Ist doch schön!

Auf nun also in die dritte klimaschonende Woche mit der DSOL.

Montag, 08.Feb.: Weder Alaaf noch Kamelle

Gesittet ging es zu, sowohl auf als leider auch neben den Brettern. Keine Fastnacht in diesem Jahr in Köln, Mainz, Düsseldorf, heimliches Schunkeln nur am heimischen Bildschirm und nächtliches Kamellewerfen im Treppenhaus – so ist das in diesen Zeiten der Pandemie. Ein Herz aber für Karneval - solidarisch saßen viele DSOLer als Schachspieler verkleidet vor ihren Computern. Nächstes Jahr geht‘s dann wieder rund. Hoffen wir mal!

D‘r Zoch kütt!

In frostigen Fassenachtszeiten reisten die DSOL- Frohnaturen des SK Johanneum Eppendorf Hamburg zu den Karnevalisten ins Kölnische, selbstredend nur virtuell, um mit ihnen einen Abend lang um Heimsieg, Auswärtssieg oder sogar die Tabellenspitze zu ringen.

Es folgte ein zäher Kampf, mit einem knappen 2,5 : 1,5 wurde SKJE von aufgeweckten Jecken wieder zurück an Elbe, Alster und Bille geschickt. Die Laskers aus Köln behaupteten damit die Tabellenspitze, zusammen mit dem Berliner SK Zehlendorf. Chapeau!

Mit an Bord bei der SKJE war Paul Meyer-Dunker, vielen sicher bekannt als ein (neues) Gesicht des Berliner Schachverbands. Aber was macht er dann in einem Hamburger Team?

Paul Meyer-Dunker | Foto: Frank Hoppe

Wir freuen uns, dass Paul der Weltöffentlichkeit hier ein paar Fragen beantwortet.

Interview mit Paul Meyer-Dunker

- Wie kommt es, dass Du als Vizepräsident des Berliner Schachverbandes für ein Hamburger Team aufläufst?

Bevor ich vor zehn Jahren mit 18 nach Berlin gezogen bin, habe ich in Hamburg gelebt und der SKJE war mein Jugendverein, in dem ich schachlich groß geworden bin. Da ich dort auch nach meinem Umzug aus Verbundenheit bis heute Mitglied geblieben war und in meinem Berliner Verein kein DSOL Team zustande kam, war das eine tolle Gelegenheit, den Austausch mit alten Bekannten zu pflegen und tatsächlich mal wieder richtig für meinen alten Hamburger Heimatverein am Brett zu sitzen.

- Und für die Berliner ist das so in Ordnung? Was machst Du, wenn Ihr in Kürze gegen Zehlendorf spielt und die Schachfreunde Berlin - gefährdet ein Sieg da nicht Deine Wiederwahl?

Also wenn so etwas mich ernsthaft in Probleme bringen sollte, dann wäre es vermutlich sowieso besser, wenn jemand anders gewählt würde. Ansonsten hatte ich mit Helmut Flöel, dem Vorsitzenden des SK Zehlendorf, neulich ein Telefonat in dem mir als Konsequenz lediglich eine extra starke Aufstellung angedroht wurde.

- Sitzt Ihr mit der SKJE nach dem Spiel mit dem Team noch etwas zusammen, und falls nicht, wäre das wichtig für Dich?

Bereits während der Runde gibt es ein gemeinsames digitales Mitfiebern für alle interessierten Mitglieder, und es ist tatsächlich so, dass auch die meisten Spieler dort im Laufe des Abends mit eintrudeln und es wird viel analysiert. Ich finde das wichtig und toll, weil eben genau dieses gemeinsame Beisammensein das ist, was die meisten lebendigen Vereine ausmacht. Allen Vereinen, die digitale Aktivitäten anbieten, kann ich sowas nur ans Herz legen. Wer möchte, dass ein digitaler Spielbetrieb von den Mitgliedern gut angenommen und genutzt wird, muss auch immer überlegen, mit welchem Begleitprogramm das eingerahmt wird. Ein digitaler Spielbetrieb, wo alle nur vor sich hinspielen, hat meist keine lange Zukunft.

- Kannst Du Dir allgemein genug Zeit nehmen zum Schachspielen, jetzt während des Lockdowns? Du bist ja auch in der Gaming-Szene aktiv, und vor allem auch im Berliner Schachverband.

Ich habe mein wöchentliches Training, das lasse ich mir nicht nehmen und wird durchgezogen. Dadurch, dass Turnierschach aktuell flach fällt und Onlineblitzen immer möglich ist, wenn gerade Zeit ist, komme ich auch mehr als genug zum Schachspielen. Allerdings fehlt das Turnierschach aktuell doch sehr, immer nur Onlineblitzen ist dann doch nicht das Wahre. Ansonsten fühle ich mich aber gut ausgelastet, die Kinder halten einen auf Trab, mit meinem League of Legends Team hat gerade die Saison angefangen, und gerade im Berliner Schachverband ist doch mehr zu tun, als ich es mir am Anfang vorgestellt hatte.

- Wie lief Euer Spiel gegen Lasker Köln? Ihr hättet mit einem Sieg auf die Play-Off-Plätze kommen können.

Es war eine spannende Begegnung die mit denkbar knappestem Ergebnis leider verloren ging. Play-Off-Plätze wären schon `ne schöne Momentaufnahme gewesen, aber so ist das leider, wenn man verliert.

- Deine Partie war – auch wenn wir das natürlich nur sehr ungern sagen – vermutlich mitentscheidend für den Kölner Sieg am Ende. Möchtest Du Deine Partie kurz kommentieren?

Ich war eigentlich sehr zufrieden. Eröffnung lief gut, die habe ich sehr erfolgreich behandelt, und nachdem es gelang materiellen Vorteil herauszuspielen, hab‘ ich mit meiner Mehrqualität angefangen, ein wenig schluderig und ungenau zu spielen. So ein wenig Spannungsabfall nach erfolgreicher Vorteilserlangung.

Mein Gegner hat in dieser Phase ausgerechnet gut aufgespielt, gute Gegenspielideen entwickelt und mich lange genug vor Probleme gestellt, bis es ihm gelang, die Partie zu kippen. Nachdem das passierte, hat er es gnadenlos runtergespielt und das war das Ende vom Lied. Gutes Comeback für ihn, während ich mit einigen inneren Schmerzen zurückblieb, da mir der Stand des restlichen Kampfes leider auch nicht entgangen war.

Partie zum Nachspielen

- Ihr seid mit der SKJE nach der Hälfte der Saison das beste Nord-Team der 1D-Liga, und liegt deutlich vor dem Hamburger SK. Wie fühlt sich das für Dich an?

Da ich mich bereits in Jugendjahren immer wieder mit HSK messen durfte, manchmal musste, ist das natürlich eine nette Episode. Allerdings hat mich die Vergangenheit gelehrt, dass man sich nichzu sehr daran gewöhnen sollte, vor dem HSK zu stehen.

Wenn der Lockdown und Corona irgendwann vorbei sind (hurra, hurra!), wird es so etwas wie die DSOL dann weiterhin geben?

Es gibt jedenfalls keinen Grund wieso nicht. Ein solches ergänzendes Angebot ist etwas, was völlig neue Konstellationen ermöglicht, man trifft neue Vereine, neue Gegner und schafft ein schönes Mannschaftskampfangebot. Es ist mir jedenfalls nicht ersichtlich wieso eine DSOL – in welchem Format auch immer – nicht auch nach der Coronazeit weiterexistieren sollte. In Berlin haben wir bereits weitere Onlineturnierserien gestartet und vergeben u.a. die Qualifikationsplätze zur Norddeutschen Blitzeinzelmeisterschaft im Rahmen der Berliner Online Blitzeinzelmeisterschaft, und wir haben gute Erfahrungen mit den digitalen Wettkämpfen gemacht. Solange sie nicht ersetzen, sondern ergänzen sollen, wäre es aus meiner Sicht Wahnsinn, hier keine Angebote zu schaffen.

Vielen Dank, Paul, für das Interview, und Grüße nach Berlin! Möchtest Du uns noch eine Botschaft mit auf den Weg geben?

Bleibt euren Vereinen treu, guckt nach euren – insbesondere älteren -  Mitgliedern in den Vereinen, damit niemand in dieser Zeit vereinsamt und das Wichtigste, bleibt gesund!

Dienstag, 09.Februar: Flockdown

Die Schneedecke im Norden wird um 2 Wochen bis Anfang März verlängert, erst dann soll es Lockerungen geben. Die Online-Ausgabe der ZEIT spricht von einem „Flockdown“.

Die DSOL spielt ja auch bei Schnee und Eis, und daher – das dramatische D-Duell am digitalen Dienstag: Dinslaken - Deizisau!

Ein Tag für die Vereinschronik: Dinslaken erst 1:0, dann 1:3 gegen Deizisau

Dinslaken liegt in NRW, gleich zwischen Wesel und Duisburg, und wer hätte von dieser schmucken Stadt nicht auch schon einmal im Verkehrsfunk gehört? Die Anschlussstelle Dinslaken gewährt jeder und jedem Zugang zum weltweiten Autobahnnetz, auch überregional mag sie aus den Staumeldungen bekannt sein als eine der beruhigenden Konstanten unseres mobilen Daseins.

Weniger beruhigend dagegen, zumindest für die SF Deizisau, war der überraschend frühe Rückstand in diesem kurvig wie eine Autobahn-Baustelle verlaufenden Mannschaftskampf. GM Andreas Heimann hatte noch versucht, die vielen Schlaglöcher in seinem Streckenabschnitt zu stopfen, doch als erfahrener Dinslaker fand Philipp Sonnenschein mit 14.Sd5! die passende Anschlussstelle in die gegnerische Stellung – 1:0 nach 16 Zügen.

So ist es online – auch die besten Spieler, sogar GMs und Magnus Carlsen finden nicht immer sofort den Fokus und verlieren dann schon mal. Damit bleibt es doch ein Spiel, wie schön – gens una sumus!

Die drei anderen Deizisauer asphaltierten den Kampf dann noch zurecht, aber ups, knapp war es doch, und einen derben Mouseslip gab es auch. Thorsten Cmiel berichtet in einem schönen Artikel!

Mittwoch, 10.Februar: Potpourri

- Die SG Turm Leipzig schlägt Hansa Dortmund 2,5 : 1,5 und beendet den westfälischen Lauf der vergangenen Woche. Leipzig – nicht nur im Fußball ganz passabel, auch im Schach jetzt in der Liga 2C weit vorne mit dabei.

- Die SG Bibabo Leipzig dagegen tut sich ein klein wenig schwerer in der 7B. Allerdings hatten sie es diesmal auch mit dem SK Marburg zu tun.

- Die SG Leipzig wiederum ist Co-Tabellenführer in der Klasse 1B.

Läuft ganz gut für Leipzig!

- Im Duell der Mannschaften mit "sch" besiegt der SV Erkenschwick II den Vierer von Windischeschenbach 2,5 : 1,5.

Die Erkenschwicker Spieler heißen unter anderem Saschenka, SchuBi_Re und kaispr (gesprochen jedoch „kaischpr“) – das ist gelebte Corporate Identity.

Nur Frank Eggenstein alias Timbo an Brett 3 fällt da so ein bisschen aus dem Rahmen.

- Die SG Weiß-Blau Eilenriede aus dem Hannoverschen verlor in der Liga 5A leider bereits zum dritten Mal – wie hält man das nur aus? Noch aber gibt es vier weitere Runden. Lichtgestalt Roland Kleinschroth indes punktet unverdrossen - schon 3 aus 3 am Spitzenbrett.

- Königin der Küste und der Liga 5A ist die Équipe des Online SC Bremerhaven: sie holte nicht nur ein 2 : 2 gegen Lasker Steglitz Berlin (überall Lasker!) und bleibt damit eine der ungeschlagensten Mannschaften der DSOL. Auch werden die Bremerhavener am Freitag in der Liga-Liveshow von GM Sebastian Siebrecht zu Gast sein!

Klare Kante in Bremerhaven

- In der 1D begrüßte der Hamburger SK, Bundesligist der Herzen, den FC Bayern, Bundesligist der Herzen, im Stadion an der Schellingstraße.

Vor dem Spiel bewertete Uli Hoeness die Chancen seiner Bayern ungefähr so:

„Der HSK ist der große Favorit, keiner erwartet, dass wir dort gewinnen. Und das ist für unsere Spieler mal eine völlig neue Situation, und ich könnte mir vorstellen, dass jeder sich diebisch darauf freut, den allen Leuten zu zeigen, die jetzt glauben, die Meisterschaft wird an diesem Mittwoch entschieden.“

Die Begegnung endet dann auch mit einem ausgewogenen 2 : 2 – und damit unheimlicherweise genau so wie schon das Heimspiel des HSK HSV genau zwanzig Jahre zuvor, 1981 im Fußball gegen die Bayern! Erstaunlich. Es wird zur Zeit noch geprüft, was uns das alles sagen soll.

Der Form halber möchten wir erwähnen, dass der HSK natürlich nicht der HSV ist! Aber irgendwie ja doch .. oder so.

Donnerstag, 11.Februar: Wünsche werden wahr

Man sagt ja so dies und das über den Deutschen Schachbund, und nicht alles davon ist positiv. 

Auf der anderen Seite muss man aber auch würdigen, wenn etwas gut läuft – und yep, das tat es, der DSB hat einen Wunsch erfüllt.

Im Bericht vor einer Woche hatte ich an dieser Stelle noch geklagt, dass mein Team, die wackeren Grün-Weißen von Werder 3, in der DSOL einfach nicht gewinnen, und ob der DSB und/ oder Chessbase da nicht helfend eingreifen könnten ……

Nun gab Werder 3 am Donnerstag – Weiberfastnacht! - den Gastgeber gegen Roter Turm Altstadt München, und tatsächlich, es gab einen Sieg, einen ersten echten Sieg für Werder 3 – bedankt dafür bei allen Unterstützern!

Video: DSOL 3.Runde Rundschau VID

DSOL 3.Runde Rundschau VID.mp4 from Superfish on Vimeo.


Und wenn es regnet, dann gleich in Strömen: für RTA München kam es an diesem Abend ganz dicke, und etwas zu hoch eigentlich blieben sie beim 4 : 0 ohne jeglichen Brettpunkt. Werder 3 dagegen, hui hui, kann sich eintragen in die wundervolle ...

4:0 Ehrentafel der DSOL! (Update der dritten Runde)

SK Ettlingen 2
SC Fulda 2
Hamelner SV 2
SF Greiz
SG Porz 8 und 9
SF Gern 7
SC Wrist-Kellinghusen
SVG Caissa Kassel 2
Düsseldorfer SV 2
Akademie Paderborn 2

und ab jetzt auch ...

Werder 3 (!)

Danken kann man ja nie genug – darum hier auch noch ein informeller Gruß an Holger Lieske, den Chessbase Admin, der uns gestern als technischer Supporter geduldig beim Mannschaftskampf begleitete und unterstützte.

Wie für alle Chessbase- Sysops und Admins, die bei der DSOL mit eingebunden sind und mit ihrer allabendlichen Arbeit den bundesweiten Spielbetrieb in dieser Form erst möglich machen  - einen GROßEN Dank an Euch alle!

Freitag, 12.Februar: Kehraus

Schach ist ja Wissenschaft, aber auch Spiel und Kunst. Der spielerische Teil gebietet, dass wir am Brett auch mal über die Stränge schlagen müssen und uns austoben auf den 64 Feldern. Nicht zuletzt deshalb steht das Kürzel DSOL wohl auch für Daddeln, Schummeln, Opfern und (let‘s fight Corona) Lüften. Manchmal muss man auch unseriös sein dürfen.

Wir zeigen ein Partieende aus der Liga 1B, aus dem heutigen Spiel zwischen Heidesheim und Werder Bremen.

Partiefragment von Carlstedt gegen Faldum

*****

Eine elektrisierende Ligawoche geht ihrem Ende entgegen, wir klappen die Bildschirme zu, aber nicht ohne noch einmal auf Sebastian Siebrechts schöne DSOL-Sendung hinzuweisen, die allfreitaglich die Live-Partien verfolgt und erklärend in das Weltgeschehen einordnet.

Zu Gast – auch wenn wir das schon erwähnten – der Online SC Bremerhaven, eines der prominentesten Schach-Start-Ups der letzten Zeit. Einschalten, Zugucken!

Ein weiterer Hinweis sei erlaubt an alle, die die DSOL schon immer nur als eine Vorstufe begriffen haben zu etwas Größerem, Schönerem und Erhabenerem – wie wäre es denn mal mit einem Online-Europapokalturnier?

Und auch hier haben die Verantwortlichen bereits viele Züge vorauskalkuliert, und eine ebensolchen Wettbewerb ins Leben gerufen! Startend am 27.März, gibt es VorrundeZwischenrundeEndrunde, und – wenn ich die Ausschreibung nicht völlig falsch verstehe – sind grundsätzlich alle Teams zugelassen, die

a) Lust dazu haben,

b) einen Schnitt von über 2000 ELO aufweisen und

c) diskret ein Startgeld von 250,-€ überweisen.

Aber schaut selbst – in diesem Jahr ist alles möglich, auch Europapokal von dahoam!

Die Online-Liga unseres Vertrauens geht nach vierzehn Tagen Kombinationsdauerdienst in eine einwöchige Schaffenspause – ein schöner Wechsel zwischen Liga und Anspannung auf der einen, und Lethargie und Muße auf der anderen Seite. Es sind weise Menschen, die diesen Spielplan entwickelt haben. Mir gefällt‘s.

Gehabt Euch also alle wohl, mit Karneval oder leider auch ohne - wir sehen uns dann wieder in der übernächsten Woche!

Video:

Ja wat?

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Olaf Steffens, Diplom-Handelslehrer, unterrichtet an einer Bremer Berufsschule. FIDE-Meister seit 1997, ELO um die 2200, aufgewachsen in Schleswig-Holstein. Spielte für den Schleswiger Schachverein von 1919, den MTV Leck, den Lübecker Schachverein, die Bremer Schachgesellschaft und nun für Werder Bremen. Seit 2012 Manager des Schachbundesliga-Teams des SV Werder Bremen. Bloggt seit 10 Jahren auf www.schach-welt.de.

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