Denis Lazavik setzt sich durch
Denis Lazavik hat eine Elo von 2621 im klassischen Schach und im Schnellschach von 2614 und im Blitzschach von 2644. Damit ist er sich aus Sicht von traditionellem Schach am Schachbrett der Außenseiter im Teilnehmerfeld der Finalrunden im E-Sports World Cup. Ein Blick auf seine Fide-Ratings ignoriert aber seine Leistungen im Online-Schach. Der E-Sports World Cup ist wieder eines dieser Ereignisse, bei denen er sich mit der Weltspitze des Schachs im Online-Schach misst. Bei diesem Event erreicht er das Finale bei dem er gegen keinen anderen als Magnus Carlsen antritt.
Viertelfinale
Abdusattorov scheitert an Lazavik
Im Viertelfinale trat Denis Lazavik gegen Nodirbek Abdusattorov an. Beim Chess.com Open im April hatte Lazavik Abdusattorov im Viertelfinale des oberen Brackets aus dem oberen Bracket des Turniers geworfen und musste die Gruppe erst nach einer Niederlage gegen Magnus Carlsen im Halbfinale des oberen Brackets verlassen. Am Ende erreichte Lazavik das Finale des unteren Brackets und unterlag Jan-Krzysztof Duda, der im großen Finale gegen Magnus Carlsen antrat.
Beim E-Sports World Cup hatte Lazavik das größere Paarungsglück und trifft in der K.O.-Portion des Turniers erst im Finale gegen Magnus Carlsen an. Hierüber äußerte sich Lazavik mit Erleichterung.
Das Match zwischen Abdusattorov und Lazavik wurde erst in der Armageddon-Partie nach vier Spielen, die jeweils Remis endeten, entschieden. In der entscheidenden letzten Partie spielte Lazavik mit Weiß und Abdusattorov mit Schwarz. Es kam zu einem Turmendspiel mit einem Mehrbauern für Weiß, der ein isolierter Freibauer war. In der vorherigen Partie hatte Lazavik mit Weiß auch einen Mehrbauern, dieser half ihm im Läuferendspiel mit ungleichfarbigen Läufern jedoch nicht weiter. Dieses Turmendspiel war da vielversprechender. Nach einem Fehler von Abdusattorov konnte Lazavik das Turmendspiel für sich entscheiden.
Im Moment des Zuges von Abdusattorov, der die Partie verlor, war dieser Fehler nicht der offensichtlichste. Letztendlich sorgte er damit jedoch dafür, dass Lazavik den letzten schwarzen Bauern gewinnen konnte. Als Abdusattorov dies dann auch am digitalen Brett realisierte, konnte man ihm das Ärgern ansehen. Kurz darauf gab er auf.
Vom Mattsetzen mit Dame, Turm, zwei Läufern, Springer und Läufer bis zu den Grundlagen der Bauernendspielen – hier lernen Sie das nötige Know-how um ihren Endspielvorteil in Siege zu verwandeln!
Nakamura gewinnt in Armageddon-Partie gegen Erigaisi
Das Viertelfinale zwischen Hikaru Nakamura und Arjun Erigaisi wurde auch erst in der Armageddon-Partie entschieden. Nach vier Remis zwischen dem US-Amerikaner und dem Inder kam es zur Entscheidung in Partie Nummer 5: Nakamura gewann mit Weiß. Im Laufe der Partie erreichte Nakamura eine Stellung mit einer Qualität mehr für einen Bauern. Im Endspiel hatte er eine Dame, einen Turm und vier Bauern, während Erigaisi mit Dame, Springer und fünf Bauern weiterkämpfte. Nach einem Damentausch konnten beide im Spielverlauf einen Bauern zu einer Dame umwandeln. Die schwarze Dame half Erigaisi aber nicht mehr als er Matt gesetzt wurde.
So zog Hikaru Nakamura ins Halbfinale gegen Denis Lazavik ein. In den beiden anderen Viertelfinal-Matches, die später am Freitag ausgetragen wurden, wurde entschieden, wer im zweiten Halbfinale gegeneinander antreten würde.
Die Alapin-Variante (1.e4 c5 2.c3) bietet eine einfache, aber äußerst effektive Lösung für alle Sizilianisch-Varianten, indem sie diese mit 2.c3 umgeht.
Gegen die Sizilianische Verteidigung muss es nicht kompliziert zugehen. Die Alapin-Variante (1.e4 c5 2.c3) bietet eine einfache, aber äußerst effektive Lösung für alle wichtigen Sizilianisch-Varianten, indem sie mit 2.c3 ausweicht. Unabhängig davon, ob Ihr Gegner die Najdorf-, Taimanov- oder Drachenvariante spielt, können Sie mit der Alapin-Variante bereits im zweiten Zug die Kontrolle über das Spiel übernehmen.
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Carlsen kürzt Viertelfinale gegen Nihal Sarin ab
Vor dem Viertelfinale wirkte Nihal Sarin nicht glücklich als bekannt wurde, dass er gegen Magnus Carlsen antreten würde. Anders als in den Viertelfinals von Lazavik gegen Abdusattorov und Nakamura gegen Erigaisi waren im Match zwischen Magnus Carlsen und Nihal Sarin keine vier Partien mit zusätzlicher Armageddon-Partie notwendig. Nach zwei Siegen von Carlsen und einem Remis in der dritten Runde stand Carlsen bereits als Sieger fest.
Firouzja besiegt Niemann durch Springergabel
Im Match zwischen Alireza Firouzja und Hans Niemann wurde die entscheidende Partie in der ersten Runde gespielt. Firouzja spielte mit den weißen Figuren als er Niemann besiegte. Bei ausgeglichenem Material übersah Niemann, dass Firouzja eine Springergabel drohte. Das Feld wirkte von seiner Dame gedeckt, sobald der Springer jedoch wegzog, war seine Dame von Firouzjas Dame gefesselt. Die gegnerische Dame zu schlagen half auch nicht, weil diese gedeckt war. Niemann realisierte den Blunder sofort als Firouzja seinen Zug ausgeführt hatte und gab dann auf.
Danach spielten die beiden noch dreimal Remis, wodurch sich Firouzja für das Halbfinale gegen Magnus Carlsen qualifizierte.
Ergebnisse Viertelfinale

Viertelfinale 1-4, Grafik: Esports World Cup
Partien Viertelfinale
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Halbfinale
Lazavik beendet Nakamuras Hoffnung auf das Finale
Im beiden Duellen des Halbfinales wurden jeweils fünf Partien gespielt. Zuerst fand das Duell zwischen Hikaru Nakamura und Denis Lazavik statt. Hikaru Nakamura ist beim Online-Schach, das er durch seine Streaming-Aktivitäten am häufigsten spielt, genau in seinem Element. Aber auch Denis Lazavik ist im Online-Schach in dem Schachmodus, den er am besten spielen kann. Am Ende konnte Lazavik Runde 3 und Runde 5 für sich entscheiden, während die anderen Partien in einem Remis endeten. So qualifizierte sich Lazavik als erster Spieler für das Finale, während Nakamura sich für das Spiel im Platz 3 qualifizierte.
Nakamura bei seiner Aufgabe im letzten Spiel gegen Lazavik | Foto: Esports World Cup Livestream
Neben tiefgründiger Theorie und spannenden taktischen Übungen in der Schottischen Partie enthält dieser Videokurs auch einen Bonusabschnitt über das Schottische Gambit (1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.d4 cxd4 4.Lc4), eine lebhafte Variante, die oft zu sehr dynamische
Carlsen dominiert im Duell gegen Firouzja
Im Halbfinale zwischen Magnus Carlsen und Alireza Firouzja dominierte Carlsen das Duell. Die ersten beiden Partien gingen noch Remis aus, danach gewann Carlsen die drei restlichen Partien. Firouzja, der sonst bekannt für seine schachliche Stärke bei kurzen Bedenkzeiten ist, hatte im Duell gegen Carlsen schwer mit der Uhr zu kämpfen. Am Samstag kann er gegen Nakamura im Spiel um Platz 3 nochmal zeigen, wie sehr ihm Online-Schach mit kurzer Bedenkzeit eigentlich liegt.
Partie 5: Position ist ausgeglichen, aber 12 Sekunden reichen Firouzja nicht | Foto: Esports World Cup Livestream
Ergebnisse Halbfinale

Ergebnisse Halbfinale 1 und Halbfinale 2, Grafik: Esports World Cup
Partien Halbfinale
Spielstile im Schach sind ein wichtiges und entsprechend oft diskutiertes Thema. GM Dr. Karsten Müller und GM Luis Engel greifen ein auf 4 Spielertypen beruhendes Modell von GM Lars Bo Hansen auf – und zwar ‘Aktivspieler’, ‘Pragmatiker’, ‘Theoretiker’ und
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