15.11.2021 – Nach jeweils zwei Auftaktsiegen bei den Europamannschaftsmeisterschaften in Terme Catez endete in der dritten Runde die Erfolgsserie der deutschen Teams. Die Frauen unterlagen klar gegen Russland. Die Männer verloren knapp gegen Aserbaidschan. Im offenen Turnier gab Russland gegen Spanien einen Punkt ab und Frankreich verlor gegen Ungarn. | Fotos: Turnierseite
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Die deutschen Teams starteten bei der Europamannschaftsmeisterschaft mit jeweils zwei Siegen und wurden in der Runde drei mit sehr starken Gegnern "belohnt". Die Frauen spielten gegen den Top-Favoriten Russland. Die Männer trafen auf Aserbaidschan.
Alexander Donchenko gestaltete seine Partie gegen Teimour Radjabov an Brett zwei ausgeglichen und spielte remis. Am ersten Brett stand Liviu-Dieter Nisipeanu gegen Shakriyar Mamedyarov allerdings schon bald auf verlorenem Posten.
[Schwarz hatte in dieser Variante der Ragozin-Verteidigung auf die Rochade verzichtet, weil die offene Stellung am Königsflügel keine Sicherheit bot.]
26.Tb4 Dxa3 27.Txd4 Tc1 28.Txc1 Dxc1+ 29.Lf1 [Nun ist der schwache schwarze Damenflügel überraschenderweise gar nicht mehr zu verteidigen.]
29...Tc8 [29...Dc7 30.Da3++–]
30.Dxb7 Tc7 31.Db8 Lc8 32.Ta4 [Der Bauer a7 fällt und der b-Bauer entscheidet. 32...Dc5 33.Tc4+–] 1–0
Matthias Blübaum und Vincent Keymer versuchten nun in ihren Partien die Mannschaftsniederlage abzuwenden, doch ohne Erfolg. Blübaum kämpfte mit einem Mehrbauern im Turmendspiel um den Sieg, musste sich aber schließlich doch mit einem Remis begnügen.
Ein turbulentes Ende nahm die Partie von Mamedov gegen Keymer. Der junge deutsche GM kam nach einem Fehler in Verluststellung, kam aber doch auf etwas mysteriöse Weise mit einem Remis davon.
[Die weiße Bauernmehrheit am Damenflügel ist stark, aber der weiße König steht offen.]
46...Dh1+ 47.Kc2 Dxh5? [47...Dh2+ 48.Kc3 Dh1 und Weiß kann den Damenschachs nicht gut entkommen.]
Alexei Shirov zeigt auf dieser DVD mit 5.Te1 gegen die Berliner Mauer eine Alternative zu 5.d4, in der Weiß Druck entwickeln und die Initiative an sich reißen kann.
Eine überraschende Niederlage kassierte Frankreich gegen Ungarn. Alireza Firouzja gewann seine Partie gegen Viktor Erdos, aber Benjamin Gledura besiegte Etienne Bacrot und Gergely Kantor bezwang Maxime Lagarde. Ferenc Berkes und Maxime Vachier-Lagarde spielten remis.
Aserbaidschan und Ungarn sind nach drei Runden nun die einzigen beiden Teams ohne Verlustpunkt.
Im Frauenturnier war das deutsche Frauenteam gegen die favorisierten Russinnen ohne Chance. Elisabeth Pähtz verlor an Brett eins gegen Vizeweltmeisterin Aleksandra Goryachkina.
Am zweiten Brett remisierte Josefine Heinemann gegen Katherina Lagno, aber Jana Schneider unterlag Alina Kashkinskaya. Hanna Marie Klek konnte die Partie gegen Polina Shuvalova lange ausgeglichen halten, stellte dann aber eine Qualität ein und verlor ebenfalls.
In einem schönen Service für die deutschen Schachfans kommentieren die deutschen Nationalspielerinnen und Nationalspieler ihre Partien per Videostatement.
Hier ist ein Stimmungsbild von Josefine Heinemann zur 3. Runde:
An Tisch zwei besiegte Georgien Aserbaidschan. Armenien gewann an Tisch drei gegen Polen. Die Ukraine, ohne die Muzychuk-Schwestern, unterlag Italien.
Russland, Georgien und Armenien führen das Feld mit je drei Siegen an.
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Das Benkö-Gambit ist auf allerhöchstem Niveau zurück – und es ist leicht zu erkennen, warum. Schwarz opfert einen Bauern, um am Damenflügel die Initiative zu ergreifen, und erhält so anhaltenden Druck, aktive Figuren und offene Linien, die Weiß das Leben
Der Hyper-Accelerated Dragon ist schnell und scharf. Schwarz entwickelt seinen Läufer sofort nach g7 und kann oftmals d5 in einem Zug spielen und ein Tempo sparen.
Der Hyper-Accelerated Dragon ist schnell und scharf. Schwarz entwickelt seinen Läufer sofort nach g7 und dessen Stärke auf der langen Diagonale a1-h8 kommt gerade gegen die Anti-Sizilianer zur Geltung.
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